Tipp 4
Welche Rolle spielt der Laufuntergrund?
Wenn Sie fast ausschließlich auf der Straße laufen, dann sollten Sie das Ihrem Laufhändler sagen und es bei der Auswahl berücksichtigen. Ein reiner Straßenlaufschuh sollte gute Dämpfungseigenschaften haben. Wenn Sie dagegen vorwiegend auf unebenen Waldwegen laufen, sollte der Schuh flacher konstruiert sein, oder Sie greifen gleich zu einem Trailschuh.
Manfred Xhonneux (Runner Shop, Aachen) hat festgestellt: "Die meisten Hersteller von Laufschuhen bevorzugen eine nicht so griffige Laufsohle, die mehr für feste Wege und Straßen geeignet ist. Bei unebenem Laufuntergrund sowie im Winter empfehle ich ein gröberes Laufprofil."
Tipp 5
Welche Leistenform?
Der Leisten, auf dem ein Schuh gefertigt wird, ist in allen drei Dimensionen variabel. Als wichtiges Kriterium bei einem Laufschuh gilt zusätzlich die Leistenbiegung. Betrachtet man den Schuh von unten, kann man erkennen, ob die Sohle von der Ferse bis zum Zehenbereich gerade verläuft oder gekrümmt ist. Stabilschuhe haben eine eher gerade Leistenform, Laufschuhe für höheres Lauftempo eher eine gekrümmte Form. Entscheidend ist außerdem, wie Sie mit dem Fuß aufsetzen: Probieren Sie aus, welche Form für Sie die geeignetere ist.
Tipp 6
Wie viel Dämpfung?
Peter Augath von Sportteam Augath in Hannover zählt die zentralen Kriterien auf: "Die Dämpfung des Schuhs ist abhängig von Gewicht, Laufstil und Fußform. Schwere Läufer benötigen tendenziell eher härter ausgelegte Laufschuhe." Die meisten Hersteller teilen ihre Schuhe übrigens in entsprechende Gewichtskategorien ein, an denen Sie sich beim Kauf orientieren können. "Allerdings", so stellt Peter Augath fest, "sind die Angaben zu den Gewichtskategorien für schlanke, große Läufer nicht sehr hilfreich."
Tipp 7
Wie viel Stabilität?
Kainer Ziplinski (Zippel’s Läuferwelt, Kiel) fasst zur Frage nach der Stabilität zusammen: "Das Maß der Stabilität wird bestimmt vom Körpergewicht, von Fußfehlstellungen, vom Laufstil, von der Laufgeschwindigkeit und von den bisher benutzten Schuhen." Das hört sich kompliziert an – und ist es auch. Eine generelle Empfehlung lässt sich deshalb kaum geben. Allerdings kann man feststellen, dass Läufer tendenziell zu stabile Schuhe tragen und dadurch Verletzungen riskieren. Denn das Motto "Viel hilft viel" trifft in Bezug auf die Stabilität bei Laufschuhen nicht zu, genauso wenig übrigens wie bei der Dämpfung. Vermutlich ist es sogar so, dass mehr Verletzungen (wie Achillessehnenreizungen, Fersenprobleme oder Kniebeschwerden) durch zu stabile Schuhe entstehen als durch Schuhe mit zu geringer Stabilität. "Leider haben die meisten Stabilschuhe auch eine ausgeprägte Pronationsstütze", moniert Ziplinsky. "Das kann zu Problemen führen, wenn eine extreme Korrektur stattfindet." Ziplinsky analysiert Fehlstellungen durch die Laufbandanalyse und bestimmt dann das Maß der Stabilität, die der Schuh haben sollte












































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