Heft 06/2012
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LEHMANN BLEIBT BEWEGLICH

DEUTSCHLANDS KEEPER IM INTERVIEW

Lehmann-Interview Teil 2 'Wenn man gut ist, ist man gut – ob man Spielpraxis hat oder nicht'

21.05.2008 , Autor:Oliver Bertram
© MensHealth.de

Lehmann zeigt, wie man ein besserer Spieler wird und auch ohne Spielpraxis gute Leistung bringt
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Jens Lehmann: Über andere deutsche Torhüter redet Lehmann nicht
Über andere deutsche Torhüter redet Lehmann nicht
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Wie wichtig ist mentales Training? Was machen Sie genau?
Sehr wichtig, ich wende mentales Training regelmäßig an. Aber was ich genau mache, werde ich später mal vielleicht preisgeben, wenn ich fertig bin.

Was ist wichtiger: Spielpraxis, die Sie zeitweise nicht hatten oder Erfahrung, die Sie reichlich besitzen?
Ich habe ja Spielpraxis: Ich spiele jeden Monat einmal.

Können Sie denn die Diskussion zu diesem Thema verstehen?
Darüber werde ich Ihnen nichts erzählen. Ich kann Ihnen nur sagen, dass ich trainiere. Ich spiele im Training mit Leuten von einer Qualität, die ich in Deutschland nicht im Spiel angetroffen hätte. Ich glaube Spielpraxis ist relativ. Es gibt doch immer wieder junge Torhüter, die zwei Jahre nicht gespielt haben und dann fantastisch spielen, wenn sie reinkommen. Die lässt man dann ja drin und sagt nicht: Der hat keine Spielpraxis. Ich glaube das ist mehr eine Kopfsache. Wenn man gut ist, ist man gut – ob man Spielpraxis hat oder nicht.

Ist die Diskussion deshalb zustande gekommen, weil wir in Deutschland so viele gute Torhüter haben?
Ich rede nicht darüber, wie gut die deutschen Torwarte sind und auch nicht über diese Diskussion. Ich kann Ihnen nur etwas über Spielpraxis sagen. Als ich im Herbst vier Wochen verletzt war, habe ich danach das Länderspiel in Irland gemacht. Da habe ich eine gute Leistung gebracht – und ich hatte keine Spielpraxis und auch wenig trainiert im Vorfeld.

Was muss man denn tun, um zu einem besseren Spieler zu werden? Wie sind Sie so erfolgreich geworden, wie Sie heute sind?
Irgendwann merkt man, dass sich die Spreu vom Weizen trennt. Ich bin immer aus Niederlagen, Fehlern und Rückschlägen gestärkt hervor gegangen. Die Spieler, die das nicht schaffen, bleiben auf der Strecke. Mit 21 oder 22 Jahren hatte ich eine schwere Verletzung. Die Ärzte sagten mir, ich müsse mein Leben lang viel Krafttraining machen, um das zu kompensieren. Das war eine gute Lektion, ich wusste, ich muss mich immer weiter entwickeln. Dazu hatte ich natürlich auch viele Rückschläge. Durch sie habe ich manchmal auf schmerzliche Weise erfahren,was ich besser machen muss. Ich glaube das habe ich ganz ordentlich geschafft. Sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, ist der erste Fehler.

Jens Lehmann: "Wenn man gut ist, ist man gut"

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