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01.04.2008
, Autor:Insa Lohmann
© MensHealth.de
Sie springen über Mauern, klettern an Hauswänden hoch, seilen sich von Treppengeländern ab: Parkour-Sportler sehen die Welt als Hindernis-Lauf. Bei ihnen steht das Interagieren mit der Umgebung im Vordergrund. Kleine Dächer oder herumliegende Steine werden als Hürde gesehen – jedes Objekt draußen wird zum Sportgerät.
Man braucht einen Blick für Hindernisse
Traceure, wie sich die Parkour-Sportler nennen, benutzen die Umgebung wie andere einen Stadtplan: Einfach eine Linie von A nach B ziehen und auf dem kürzesten Weg ans Ziel kommen. "Man braucht einen Blick für Hindernisse, wenn man durch die Stadt geht", erzählt Hendrik Jakowlew von Parkour-Bremen. Der 28-Jährige ist zufällig zum Parkour gekommen: Im Internet sah er ein Video, das ihn begeisterte. Er schnappte sich einen Freund, probierte aus und analysierte Videos von Parkour-Läufern. Übers Internet schrieb er Traceure aus der Umgebung an. Mit Erfolg: Die Bremer fingen an, sich zweimal wöchentlich zu treffen und zusammen zu trainieren. Seit einem Jahr leitet Hendrik die etwa 20-köpfige Parkour-Gruppe in der Hansestadt: "Wir wollen unsere Begeisterung für diesen Sport anderen Leuten näher bringen."
Parkour-Läufern kommt es nicht auf spektakuläre Stunts an. Sie wollen, dass ihre Tricks möglichst flüssig in den Bewegungen aussehen. Sich kreativ und ungewöhnlich durch die Stadt bewegen, das ist ihr Ziel.
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