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21.05.2008
, Autor:Oliver Bertram
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Name: Jens Lehmann
Alter: 38
Verein: Arsenal London, seit 2003
Nationalität: deutsch
Länderspielanzahl/ Tore: 53/0
Position: Tor
Der nun 38-Jährige begann seine Profikarriere beim Schalke 04 und blieb dort auch die nächsten zehn Jahre. In der Nationalmannschaft war er jahrelang die Nummer zwei hinter Oliver Kahn. Doch zur WM 2006 sprach ihm Teamchef Jürgen Klinsmann endgültig sein Vertrauen aus. Während dieses Turniers bewies Lehmann dann auch seine Klasse. Seitdem ist er die Nummer eins. Auch beim jetzigen Trainer Jogi Löw.
Hier das Interview mit dem deutschen Torhüter:
Sie sind 38 Jahre alt, immer noch schnell und agil. Spüren Sie das Alter?
Ich merke es überraschenderweise gar nicht. Das ist gerade für mich vor dem Hintergrund, ob ich nach der EM noch weiterspiele, ein Kriterium, dass ich morgens aufstehe und mich gut fühle. Ich glaube, dass man langsam wird und abbaut, wenn man aufhört zu trainieren. Dann setzt die Degeneration ein. Wenn man regelmäßig trainiert, auch im Bereich Schnelligkeit, kann man diesen Prozess ganz gut aufhalten.
Welche Rolle spielen da Verletzungen?
Wenn man in meinem Alter eine schwere Verletzung hat, dann wird es schwierig. Das ist einfach etwas anderes als mit 25 oder 30 Jahren.
Gegen Erkältungen oder sonstetwas kann man mit Kompressionsstrümpfen vorbeugen. Sie helfen auch sonst gegen allerlei.
Zum Beispiel, um Zettel hinein zu klemmen…
(lacht) Ja stimmt, sie halten da besser.
Gab es etwas, dass Sie sich antrainieren mussten – zum Beispiel Reflexe oder Sprungkraft?
Eigentlich nicht. Was sich in meinem Trainingsumfeld während der letzten 20 Jahre permanent geändert hat, ist die Auffassung von Stretching als Mittel zum Erwärmen. Als ich angefangen habe, hieß es, man müsse lange stretchen. Zwischendurch hieß es, es solle nur kurz und zwischendurch gemacht werden. Dann wieder länger, jetzt wieder kürzer.
Welche Rolle spielt Stretching für Sie?
Es geht nicht nur um das Aufwärmen. Für mich ist Stretching auch ein Mittel um meine Flexibilität und Geschmeidigkeit zu erhalten. Ich glaube, die Muskulatur muss einfach gut gedehnt sein, damit sie lange "haltbar" ist.
Timo Hildebrandt arbeitet mit dem ganzheitlichen Bewegungskonzept Gyrotonic. Wäre das was für Sie?
Nein, ich glaube das brauche ich nicht. Ich habe mit 14 Jahren mit konsequentem Dehnen angefangen und bin nach wie vor sehr beweglich. Wir haben hier in London einen Osteopathen, mit dem ich jetzt seit fünf Jahren zusammen arbeite. Seitdem war ich nur einmal am Ellenbogen verletzt. Ich bin seit drei, vier Jahren in einem besseren Fitnesszustand, als zu der Zeit, zu der ich hierher gekommen bin. Erstaunlich, dass sich mit simplen Grifftechniken so viel bewegen lässt. Was ich zudem noch sehr gerne mache, ist Yoga. Damit kann ich meine Beweglichkeit trainieren und gleichzeitig entspannen.
Welche Yoga-Übung ist ihr Favorit?
Ich kenne die Namen nicht so gut.
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