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Paralympics Schwimmen: Mit Christoph Burkard ins Wasser

14.08.2012 , Autor:Oliver Bertram
© Men's Health

Schwimmer Christoph Burkard holte vor vier Jahren Gold über 400 Meter Freistil. In London will nachlegen. Seine Strategie im Videointerview

Videointerview mit Schwimmer Christoph Burkard
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Schlagworte

Brustschwimmen, Kraftausdauer, Krafttraining

Christoph Burkard 28 Jahre alt, 1,82 Meter groß, 63 Kilo schwer

Disziplin: Schwimmen (50 Meter Brust bis 5 Kilometer Freiwasser); Paradestrecken: 400 Meter Freistil, 100 Meter Brust

Größte Erfolge: Paralympics-Sieger 2004 über 400 Meter Freistil, Kurzbahn-Weltmeister 2009 über 100 Meter Brust

Bestleistungen: 100 Meter Brust in 1:22:44 Minuten (Weltrekord auf der 25-Meter-Bahn), 400 Meter Freistil in 4:35:86 Minuten

Handicap: Burkard fehlen von Geburt an beide Unterschenkel

Homepage: www.christoph-burkard.com

Erfolgsmotto: »Sei stark wie ein Baum – der steht immer fest, bei Regen und bei Sonnenschein«

Vergrößerte Ansicht
Schwimmer Christoph Burkard holte vor vier Jahren Gold über 400 Meter Freistil
Christoph Burkard: Ohne Unterschenkel und Sprunggelenke beginnt für ihn fast jeder Wettkampf mit einer Aufholjagd © Sebastian Hänel

Christoph Burkard wirft nicht das Handtuch, er legt es – auf den Startblock. „Ich schütze meine Beinstümpfe so vor dem rauen Belag, denn die Haut dort ist sehr empfindlich, und Prothesen sind im Wettkampf verboten“, so der Maschinenbaustudent. Ohne Unterschenkel und Sprunggelenke beginnt für ihn fast jeder Wettkampf mit einer Aufholjagd, denn sein Startsprung gerät immer kürzer als der vieler Konkurrenten in seiner Startklasse. Die sehen auf den ersten Blick gesund aus: Sie sind mit allen Extremitäten ausgestattet, können diese aber etwa auf  Grund einer Lähmung nicht voll einsetzen. Burkard schwimmt in Startklasse 8 (kurz: S8), gilt dort als vergleichsweise wenig eingeschränkt. Insgesamt gibt’s 10 Klassen, S1 fasst die am schwersten behinderten Sportler zusammen, etwa stark Querschnittsgelähmte.

Einmal im Wasser, kommt Burkard richtig in Fahrt. Er zieht seinen verkürzten Körper mit enormem Tempo durchs Wasser, nur aus den Armen heraus. Bei den Rollwenden im Freistil steckt er wieder zurück, muss sich mit seinen Stümpfen mühsam abdrücken. Hier zählt Erfahrung, der Rest ist Training. Burkard trainiert 2- bis 3-mal täglich an 6 Tagen in der Woche, kommt so auf insgesamt 24 Stunden. „Davon bin ich etwa 20 Stunden im Wasser. Zumeist schwimme ich mich einen Kilometer ein, mache dann Intervall-Sprinteinheiten, die zum Wettkampf hin immer kürzer werden – etwa 10- oder 20-mal 25 Meter.“ Sein Tipp: ein paar Bahnen mit der Pull-Buoy schwimmen, um die Wasserlage zu verbessern. Auch gut: Tempowechsel im Training sorgen für mehr Speed und eine bessere Technik. Die Trockeneinheiten Burkards bestehen überwiegend aus Krafttraining, das er an seine Bedürfnisse anpasst. So macht er etwa Klimmzüge (siehe Workout) statt Armzüge mit Dehnband im vor-gebeugten Stehen. „Denn dabei falle ich nach vorne um, und das sogar mit den Prothesen.“

Sonst kann Burkard auf seinen Prothesen jedoch nichts umwerfen. Das erste Paar bekam er bereits vor seinem ersten Geburtstag, um Laufen zu lernen. Jahre später schenkte ihm seine Patentante Skier – und damit das Vertrauen, dass er sich trotz seiner Behinderung frei entfalten kann. „Das ist die größte Hürde, die man als Behinderter überwinden muss: ein allzu sehr behütendes Umfeld, das einem nichts zutraut“, so Burkard, der in der Folge Deutscher Jugendmeister auf Skiern wurde. Hätte die damalige Skitrainerin nicht zufällig auch eine Schwimmgruppe betreut, würde Christoph Burkard heute bei den Winterspielen antreten. Doch schnell zeigte sich, dass er im Wasser noch mehr Talent hat.

So schnell, dass er mit gerade 16 Jahren an den Paralympics in Sydney teilnahm und da nur knapp einen Platz auf dem Treppchen verpasste. Vier Jahre später holte er Gold über 400 Meter Freistil, dieses Jahr soll eine weitere Medaille dazukommen. Burkard: „Am besten über 100 Meter Brust – die fehlt mir noch.“ Sein Vorteil: In dieser Disziplin müssen die Athleten bei der Wende nur mit den Händen anschlagen. Zudem hält er den Weltrekord, und den würde er gern selbst unterbieten – besonders gern am 5. September, dem Tag der Entscheidung. Der Weg dorthin wird ihn wie so oft über das Handtuch, den kurzen Startsprung und die kraftvolle Aufholjagd führen.

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