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Die wichtigsten Tipps für Einsteiger- und Profi-Boarder

Kunststücke im SchneeSnowboard-Tricks von Profi Christophe Schmidt

06.12.2013 , Autor:Andreas Stumpf © Men's Health

Auch für Überflieger gibt es Regeln: Snowboard-Ass Christophe Schmidt erklärt, wie Sie bei Ihren ersten Sprüngen alles richtig machen

Die wichtigsten Snowboard-Moves

Richtig abbremsen – 1. Schritt
1 / 22 | Richtig abbremsen – 1. Schritt - © Florian Wagner

1. Schritt Richtig abbremsen

Punkt anvisieren


Grundposition während der Fahrt: Gewicht auf beide Beine verteilt, Schultern parallel zum Board. Punkt anvisieren, an dem gebremst werden soll.

2 / 22 | Richtig abbremsen – 2. Schritt - © Florian Wagner

2. Schritt Richtig abbremsen

Gewicht verlagern


Die Schultern quer zur Fahrtrichtung drehen, die Hüfte in die Gegenrichtung. Das Gewicht dabei auf die Zehenkante des vorderen Fußes verlagern.

3 / 22 | Richtig stürzen – 1. Schritt - © Florian Wagner

1. Schritt Richtig stürzen

Rund machen


Hände sofort nah vor den Körper bringen, den Körper klein, den Rücken möglichst rund machen.

4 / 22 | Richtig stürzen – 2. Schritt - © Florian Wagner

2. Schritt Richtig stürzen

Abrollen


Gleichmäßig über den ganzen Rücken abrollen (Überschläge in Kauf nehmen!). Nie versuchen, sich abzustützen – denn dadurch sind Schulter-, Hand- und Ellenbogen-Blessuren programmiert.

5 / 22 | Sprung im Stand – 1. Schritt - © Florian Wagner

1. Schritt Sprung im Stand

Anfahren


Schultern parallel zum Board. In die Hocke gehen und den Oberkörper vorbeugen, um dadurch Schwung zu holen

6 / 22 | Sprung im Stand – 2. Schritt - © Florian Wagner

2. Schritt Sprung im Stand

Abspringen


In einer flüssigen Bewegung erst vorderes, dann hinteres Bein explosiv strecken. Das Gewicht nach hinten bringen.

7 / 22 | Sprung im Stand – 3. Schritt - © Florian Wagner

3. Schritt Sprung im Stand

Aufwärts


Körperschwerpunkt langsam wieder zur Mitte des Bretts verlagern. Arme ausstrecken, um die Balance zu halten

8 / 22 | Sprung im Stand – 4. Schritt - © Florian Wagner

4. Schritt Sprung im Stand

Abwärts


Beine anziehen, um möglichst hoch zu springen. Der Schwerpunkt darf nicht
zu weit nach vorn wandern!

9 / 22 | Sprung im Stand – 5. Schritt - © Florian Wagner

5. Schritt Sprung im Stand

Aufkommen


Mit gleichmäßig auf beiden Beinen verteiltem Gewicht aufsetzen. In die Knie gehen, um Schwung abzufangen.

Lehnen Sie sich leicht nach vorne
10 / 22 | Ollie – 1. Schritt - © Florian Wagner

1. Schritt Ollie

Anfahren


Die Knie beugen, nur ganz leicht nach vorn lehnen.

Reißen Sie für mehr Schwung die Arme mit hoch
11 / 22 | Ollie – 2. Schritt - © Florian Wagner

2. Schritt Ollie

Abspringen


Wie bei dem Sprung im Stand erst vorderes, dann hinteres Bein strecken. Arme für mehr Schwung mit hochreißen.

Ziehen Sie Ihre Beine an
12 / 22 | Ollie – 3. Schritt - © Florian Wagner

3. Schritt Ollie

Aufwärts


Auf Grund des dynamischen Absprungs können die Beine weiter angezogen werden als beim Sprung aus dem Stand.

Fokusieren Sie hier Landeziel
13 / 22 | Ollie – 4. Schritt - © Florian Wagner

4. Schritt Ollie

Abwärts


Die Landezone anvisieren. An steilen Hängen Gewicht nach vorn verlagern (das Board parallel zum Hang ausrichten).

Beim Aufkommen mit den Beinen nachgeben
14 / 22 | Ollie – 5. Schritt - © Florian Wagner

5. Schritt Ollie

Aufkommen


Beim Landen ist das Gewicht zentral über dem Brett. Knie locker lassen, beim Aufsetzen nachgeben.

Nose-Roll: Wechsel vom Vorwärts- ins Rückwärtsfahren
15 / 22 | Nose-Roll – 1. Schritt - © Florian Wagner

1. Schritt Nose-Roll

Stelle für Nose-Roll fokusieren


Stelle fokussieren, an der die Drehung stattfinden soll.

Nose-Roll: Wechsel vom Vorwärts- ins Rückwärtsfahren
16 / 22 | Nose-Roll – 2. Schritt - © Florian Wagner

2. Schritt Nose-Roll

Gewicht auf die Brettspitze


Aufrichten, ganzes Gewicht auf die Nose (Brettspitze).

Nose-Roll: Wechsel vom Vorwärts- ins Rückwärtsfahren
17 / 22 | Nose-Roll – 3. Schritt - © Florian Wagner

3. Schritt Nose-Roll

180-Grad-Drehung


Drehen Sie Ihre Hüfte um 180 Grad.

Nose-Roll: Wechsel vom Vorwärts- ins Rückwärtsfahren
18 / 22 | Nose-Roll – 4. Schritt - © Florian Wagner

4. Schritt Nose-Roll

Landen


Versuchen Sie auf beiden Beinen zu landen.

Beim Absprung: Erst vorderes, dann hinteres Bein explosiv abdrücken
19 / 22 | Straight-Air: Schritt 1-4 - © Florian Wagner

Schritt 1-4 Straight-Air

von der Anfahrt hin zum Sprung


1. Schritt
In der Hocke anfahren, das Gewicht ist gleichmäßig auf beide Beine verteilt, das Board liegt flach auf. Das Ende der Schanze anvisieren.

2. Schritt
Kurz vor der Kante erst mit dem vorderen, dann mit dem hinteren Bein explosiv abdrücken. Anfänger: beidbeinig wegdrücken.

3. Schritt
Beide Beine anziehen und bereits jetzt in Richtung der Landezone blicken. Die Arme zu den Seiten hin strecken, um in der Flugphase nicht aus der Balance zu kommen.

4.Schritt
Den Körperschwerpunkt in die Mitte des Boards bringen (direkt zwischen den beiden Bindungsschalen). Unbedingt weiter den Punkt anvisieren, an dem gelandet werden soll.

Bei der Landung: Achten Sie darauf, dass Ihr Körperschwerpunkt mittig ist
20 / 22 | Straight-Air: Schritt 5-8 - © Florian Wagner

Schritt 5-8 Straight-Air

vom Flug in die Landung


5. Schritt
Hier sind Ihre Beine maximal angezogen (je höher die Knie sind, umso weiter fliegen Sie). Jetzt damit beginnen, das Brett parallel zum Boden auszurichten.

6. Schritt
Körperschwerpunkt nun ein wenig nach vorne verlagern, weil absehbar ist, dass die Landung im Hang stattfinden wird – und nicht auf dem Table (das flache Stück direkt hinter der Schanze).

7. Schritt
Spätestens hier beide Beine wieder etwas strecken, damit Sie bei der Landung Spielraum haben, in die Knie zu gehen. Das Brett ist jetzt exakt parallel zum Boden ausgerichtet.

8. Schritt
Bei der Landung beachten, dass Ihr Körperschwerpunkt wieder genau mittig über dem Brett ist und die Beine ganz gleichmäßig belastet werden. Knie locker lassen, nachgeben.

Vor dem Absprung: Schanze im rechten Drittel (von oben gesehen) anfahren
21 / 22 | Backside-360 mit Backside-Grab: Schritt 1-4 - © Florian Wagner

Schritt 1-4 Backside-360 mit Backside-Grab

von der Anfahrt hin zum Sprung


1. Schritt
Schanze im rechten Drittel (von oben) anfahren, kurz vor dem Sprung ins linke Drittel ziehen, damit Sie etwas auf der Zehenkante stehen.

2. Schritt
Über die Zehenkante vom Boden abdrücken. Schultern und ausgestreckte Arme im Uhrzeigersinn eindrehen, der Kopf blickt dabei genau in die angepeilte Drehrichtung.

3. Schritt
Weiter in die Drehrichtung sehen. Die Beine anziehen, dann die linke Hand zu der hinteren Kante des Bretts führen (für einen Backside- Grab, siehe vorherige Seite).

4. Schritt Schon an dieser Stelle sind die Beine so weit wie möglich angezogen. Das Board an der Kante festhalten, den rechten Arm seitlich strecken. Weiterhin in Drehrichtung blicken.

Durch Anvisieren des Landepunktes bekommt stoppt man die Rotation
22 / 22 | Backside-360 mit Backside-Grab: Schritt 5-8 - © Florian Wagner

Schritt 5-8 Backside-360 mit Backside-Grab

vom Flug in die Landung


5.Schritt
Jetzt damit anfangen, den Punkt der Landung ins Visier zu nehmen (in Verlängerung der Schanze). So kommt die Rotation um die eigene Achse langsam zum Stillstand.

6. Schritt
Direkt auf den Landepunkt schauen. Die Beine sind immer noch ganz angezogen, auch die linke Hand ist noch am Board (je länger ein Grab gehalten wird, desto lässiger wirkt der Trick).

7. Schritt
Board jetzt schnellstmöglich parallel zum Hang ausrichten, dafür
Körpergewicht nach vorn. Beine wieder etwas strecken, um die bevorstehende Landung besser abdämpfen zu können.

8. Schritt
Es gilt im Prinzip das Gleiche wie beim geraden Sprung oben: Der Schwerpunkt des Körpers sollte wieder ganz zentral über dem Board liegen und die Knie dabei möglichst locker bleiben.

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SnowboardWintersport

Nur wer den richtigen Biss hat, der kommt beim Snowboarden hoch hinaus. So wie Christophe Schmidt, der deutsche Olympia-Hoffnungsträger in der Halfpipe. Der gebürtige Münchener zählt zur Weltspitze der Freestyle-Boarder. Seine ersten Sprünge absolvierte der heute 26-Jährige bereits mit 11 Jahren – nur 1 Woche nachdem er mit dem Snowboarden angefangen hatte. "Mich hat sofort der Ehrgeiz gepackt, mehr als nur fahren lernen zu wollen", erzählt er.

Nach dem Abitur stürzte sich Christophe ins Profi-Geschäft, die Halfpipe entwickelte sich zu seiner Parade-Disziplin. 2003 wurde er in der steilen, ungefähr 7 Meter hohen Schneerinne Junioren- Weltmeister, bei den Olympischen Spielen 2006 erreichte er Platz 8. Im kanadischen Vancouver, wo im Februar die nächsten Winterspiele stattfinden, will er erneut ganz vorn landen. Damit auch Sie den Absprung schaffen, erläutert Ihnen Christophe auf den folgenden Seiten die fünf wichtigsten Regeln für einen guten Flug.

Unser Snowboard-Experte


Vergrößerte Ansicht
Profi Chrisophe Schmidt liefert Ihnen die perfekte Snowboard-Anleitung
Profi Christophe Schmidt liefert Ihnen die perfekte Anleitung zum Boarden © Florian Wagner
  • Name: Christophe Schmidt
  • Alter 26 Jahre
  • Größe: 1,71 Meter
  • Gewicht: 65 kg
  • Disziplin: Freestyle (Halfpipe, Big Air)
  • Wohnort: Innsbruck
  • Grösste Erfolge: Deutscher Meister (2007), 8. Platz bei den Olympischen Spielen (2006), Junioren-Weltmeister (2003)

Christophe fährt zweigleisig: Parallel zu Wettkämpfen springt er regelmäßig auch bei Foto-Shootings und Filmaufnahmen durchs Bild. Insgesamt verbringt er so rund 150 Tage im Jahr im Schnee. Er wuchs in München auf, zog dann nach Schliersee in der Nähe von Österreich – wo er schon als Jugendlicher
das Snowboarden gelernt hatte. Dort fand auch unsere Fotoproduktion statt (www.alpenbahnen-spitzingsee.de). Mittlerweile lebt Christophe in Innsbruck.

Hier erklären wir Ihnen die wichtigsten Regeln beim Snowboarden


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