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01.04.2001
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Autor: Anke Hinrichs
© MensHealth.de
Weniger Krankheiten
Allen Vorurteilen zum Trotz: Man kann auf Fleisch verzichten, und zwar vollständig. Internationale und deutsche Studien zum Beispiel von der Universität Gießen, dem Krebsforschungszentrum Heidelberg und dem Bundesgesundheitsamt kamen zu dem Ergebnis, dass Vegetarier meist nahezu idealgewichtig sind, günstigste Blutdruckwerte und einen niedrigen Cholesterinspiegel haben. Deshalb überrascht es nicht, dass sie kaum an Diabetes, Gicht oder Arteriosklerose (verkalkten Adern) leiden und länger leben. Es gibt sogar Hinweise, dass vegane Ernährung bei Allergien, Neurodermitis und Rheuma Linderung bringt.
Geringeres Krebsrisiko
Sicher ist: Vegetarier erkranken seltener an Krebs. "Kunststück", wenden Kritiker immer ein, „schließlich rauchen die meisten Vegetarier nicht, trinken kaum Alkohol und treiben regelmäßig Sport.“ Diese Umstände spielen nur teilweise eine Rolle. Das zeigt sich, wenn sich die Vergleichsgruppen nur in der Ernährungsweise, aber nicht im sonstigen Verhalten unterscheiden. Auch dann schneiden „Veggies“ immer besser ab als Fleischesser.
Bei einer englischen Vergleichsstudie mit 11000 Personen lag die Sterberate bei den Vegetariern in der zwölfjährigen Beobachtungszeit insgesamt um 20 Prozent, bei Krebs sogar um 40 Prozent niedriger als in der Gruppe der Fleischesser.
Weniger Schadstoffe
Vegetarier nehmen weniger tierisches Fett zu sich und meiden damit einen starken Krebsverursacher. Nach einer Studie der Harvard Medical School an 51000 Männern lag bei denen, die viel Fleisch und tierisches Fett aßen, das Krebsrisiko um 80 Prozent höher. Hinzu kommt die hohe Aufnahme von Vitaminen und sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, die vor dem schädlichen Einfluss krebsverursachender Substanzen wie Freie Radikale schützen. Zudem scheinen hormonartige Substanzen in Soja den Männern Prostatakrebs zu ersparen. Ballaststoffe bewahren vor Darmkrebs, weil sie gefährliche Substanzen binden und durch bessere Verdauung schnell aus dem Körper befördern.
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