Das Verlangen nach vielseitiger Nahrung ist offenbar angeboren. Wissenschaftler haben ein Enzym gefunden, dass im Gehirn die Ernährung kontrolliert und Bescheid gibt, wenn es an einzelnen Nährstoffen mangelt. So sorgt es dafür, dass der Körper nicht nur nach Pommes und Gummi-Teddys, sondern instinktiv auch nach Fleisch, Bohnen, Reis und anderen proteinreichen Nahrungsmitteln verlangt.
Kultur überdeckt Sinn für Gesundes
Wissenschaftler der New York University School of Medicine haben in einer Studie über das Nahrungsverhalten von Mäusen erkannten, dass die Nager Futter mit wenig Aminosäuren – Bausteine von Proteinen (Eiweiß) – meist verschmähen. Stattdessen knusperten die Mäuse gerne und viel an wertvollerem – aminosäurereichem – Futter. Daraufhin deaktivierten die Wissenschaftler das besagte Enzym. Resultat: Die Versuchsmäuse fraßen unkontrolliert, was immer die Wissenschaftler ihnen vorsetzten. Ähnliche Erkenntnisse hatte bereits ein Versuch an Ratten vor einigen Wochen an der Universität von Kalifornien erbracht.
Das Enzym löse elektrische Impulse aus, die dem Körper zum Beispiel einen Mangel an Aminosäuren signalisieren, so der Forscher David Ron. Das Kontroll-Enzym mit dem Namen „GCN2“-Kinase“ sei bei allen Säugetieren zu finden. Beim Menschen werde seine Wirkung jedoch in der Regel von kulturellen Einflüssen unterdrückt.












































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