Es klingt wie im Märchen. Doch immer mehr Hersteller der so genannten funktionellen Lebensmittel (Functional Food) versprechen Gesundheit, Wohlbefinden und Schönheit durch den Verzehr ihrer Produkte.
In Deutschland werden jährlich mehr als zwei Milliarden Euro für die aufgepeppten Lebensmittel ausgegeben, Tendenz weiter steigend. Doch wie gut ist die „neue Nahrung“ wirklich? Ist Gesundsein so einfach geworden? Men’s Health hat alle wichtigen Informationen für Sie gesammelt.
Ist Functional = Gesünder?
Die Milchprodukte mit verdauungsfördernden, lebenden Bakterien, die so genannten Probiotika, sind die Trendsetter des Functional Food. Probiotika sind (wie alle funktionellen Produkte) Nahrungsmittel, denen Substanzen mit einem Gesundheitsnutzen zugesetzt werden, zum Beispiel Bakterien, Vitamine oder Pflanzeninhaltsstoffe. Oder Nahrungsmittel, denen schädigende Substanzen entfernt werden, etwa Allergene. Die Bezeichnung funktionelle Lebensmittel ist allerdings unglücklich gewählt. Denn: „Jedes Nahrungsmittel hat eine Funktion im Organismus“, so Dr. Monika Heil, Ernährungswissenschaftlerin und Leiterin der Abteilung Ernährung, Wissenschaft und Kommunikation der Firma Nestlé in Frankfurt am Main.
„Man spricht besser von Lebensmitteln, die im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung haben.“ Gesundheitsfördernd also – und genau mit diesem Wort werben denn auch viele Produkte auf ihren Etiketten. Nicht erlaubt ist Werbung, die die Beseitigung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten verspricht. „Es darf nicht der Eindruck entstehen, mit Lebensmitteln könnten Krankheiten geheilt werden“, erklärt Bettina Muermann, Geschäftsführerin des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde in Bonn.












































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