Magersucht ist was für Mädchen, denkt man. Und tatsächlich sind die meisten Betroffenen weiblich und jung. Doch zunehmend entwickeln Jungen und Männer Ess-Störungen, fallen aber weniger auf. Denn während Frauen beim Abnehmen vor allem auf Diät und Erbrechen setzen, neigen Männer zu exzessivem Ausdauer- und Krafttraining. Da dauert es länger, bis jemand merkt, dass was schief läuft. Doch weder den Frauen noch den Männern geht es wirklich um eine gute Figur: Ein komplizierter Mix aus psychischen Problemen und körperlichen Veränderungen steht dahinter, wenn Abnehmen zur Sucht wird.
Den Ladykiller besiegen
Ohne fachkundige Psychotherapie schafft es kaum jemand zurück zu einer gesunden Ernährung. Doch gerade männliche Magersüchtige weigern sich lange, ihre Krankheit zu akzeptieren. Oft zu lange: 15 bis 20 Prozent der Betroffenen sterben. "Um zu beurteilen, ob Sie gefährdet oder bereits essgestört sind, fragen Sie sich, warum Sie Mahlzeiten auslassen, deutlich weniger essen, sich mehr Sorgen um die Figur machen als früher und ohne Sport geradezu Entzugserscheinungen haben", rät Birgit Mauler, Psychologin von der Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie in Münster.
Hilfe bei der Beurteilung, was noch normal ist, bietet die Website www.magersucht.de . Dort finden Sie auch Adressen von Experten und Fachkliniken. Als Angehöriger eines Betroffenen ist es wichtig, immer wieder Besorgnis auszudrücken und Hilfe anzubieten.












































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