Ernährung optimieren Die gesündesten Food-Kombis
28.04.2010
, Autor:Linda Babst
© MensHealth.de
Tomaten und Avocados
In Tomaten steckt jede Menge Lycopin – ein Antioxidant, das zur Gruppe der Carotinoide gehört und sowohl das Krebsrisiko herabsetzt wie auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützt. Erst in Kombination mit Fett wird das Lycopin im Körper aktiv. Ein guter Grund, Ihre Guacamole in Zukunft mit Tomaten zu verfeinern. Gleiches gilt übrigens auch für Salat und die dazugehörige Sauce. Verzichten Sie daher auf Light-Produkte für Ihr Dressing. In grünem Blattgemüse ist nämlich eine andere Form von Carotinoiden enthalten – Lutein. In Kombination mit Fett entfaltet Lutein ebenfalls seine positive Wirkung. Wenn Sie keine mächtigen Dressings mögen – streuen Sie Walnüsse, Pistazien oder geriebenen Käse über Ihren Salat.
Haferflocken und Orangensaft
Orangensaft mit reichlich Vitamin C in Kombination mit Haferflocken reinigen die Arterien und mildern das Risiko eines Herzinfarkts. Warum die beiden erst im Team wirksam werden? Die organischen Verbindungen beider Nahrungsmittel – die sogenannten Phenole – stabilisieren das LDL-Cholesterin (Low-Density-Lipoprotein-Cholesterin). Das LDL-Cholesterin übernimmt sozusagen die Rolle des Transportmittels für das Cholesterin im Blut und ist dafür verantwortlich, inwiefern dieses sich im Bindegewebe und den Blutgefäßen absetzt.
Heidelbeeren und Weintrauben
Verschiedene Früchte zusammen zu essen ist sinnvoller und vor allem gesünder, als nur eine Frucht allein. Studien haben gezeigt, dass beispielsweise der positive Effekt von Antioxidantien erst durch die Kombination von Früchten zunimmt. Vergessen Sie teure Nahrungsergänzungsmittel. Setzen Sie lieber täglich verschiedene Sorten Obst und Gemüse auf Ihren Speiseplan.
Äpfel und Schokolade
Äpfel sind dafür bekannt, dass sie entzündungshemmende Stoffe wie Quercetin besitzen – besonders in ihrer Haut. Daher ist es wichtig, unbehandelte Äpfel zu kaufen, die nicht geschält werden müssen. Quercetin reduziert das Risiko von Allergien, Herzinfarkt, Alzheimer, Parkinson sowie Prostata- und Lungenkrebs. Lebensmittel wie Schokolade, Weintrauben, Rotwein und Tee hingegen beinhalten Flavonoid, ein Antioxidant, dass das Risiko von Arterienverkalkungen und Krebs herabsetzt. Beide Stoffe gemeinsam verbessern die Blutgerinnung und schützen das Herz-Kreislauf-System.
Zitrone und Salat
Vitamin C hilft, pflanzliches Eisen (z.B. wie das in Salat) besser zu absorbieren. Durch den Wirkstoff wird es in eine Form gebracht, die dem von Fisch oder Fleisch ähnelt. Das Eisen hat die Aufgabe, Sauerstoff zu den roten Blutkörperchen zu transportieren und somit die Muskulatur bei Laune zu halten. Wenn Sie also demnächst einen Salat zubereiten, fügen Sie ein paar Spritzer Zitronensaft hinzu. Das stärkt das Immunsystem und die Muskelkraft.
Erdnüsse und Vollkornweizen
Die besonderen Aminosäuren, die in Vollkornprodukten fehlen, stecken in Erdnüssen. Aminosäuren – die beste Form von Proteinen – sind unerlässlich für den Muskelaufbau und deren Erhalt. Haben Sie also kein schlechtes Gewissen, wenn Sie demnächst in ein Vollkornbrot mit Erdnussbutter beißen. Nach dem Training ist das der perfekte Snack. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Erdnussbutter keinen zusätzlichen Zucker oder zu viele chemische Zusatzstoffe enthält.
Rotes Fleisch und Rosmarin
Fleisch, das über offener Flamme gegrillt wird, entwickelt krebserregende Stoffe. Wer allerdings ein wenig mit Gewürzen experimentiert, kann den schädlichen Effekt des Fleischs etwas abmildern – zum Beispiel mit Rosmarin. Laut einer Studie der Kansas State University wirkt die Säure des Rosmarins entgegen den schädlichen heterozyklischen Aminen. Diese Substanzen entstehen als Folge der hohen Temperaturen, mit denen das Fleisch gegart wird. Die Antioxidantien von Rosmarin saugen die Amine einfach auf und machen sie damit unschädlich.
Kurkuma (Gelbwurz) und schwarzer Pfeffer
Kurkuma (bei uns besser bekannt unter "Gelbwurz") ist ein scharfes, gelbes Gewürz aus Südasien. Forscher haben sich lange mit der entzündungshemmenden und krebslindernden Wirkung von Kurkuma beschäftigt, deren Geheimnis im Wirkstoff "Curcumin" liegt. Allerdings reicht der bloße Verzehr von Gelbwurz nicht aus, um aktiv etwas für die Gesundheit zu tun. Schuld daran ist die geringe Bioverfügbarkeit des Gewürzes – sprich: die Größe eines Stoffes, der unverändert dem Kreislauf zur Verfügung steht. Fügt man Kurkuma allerdings schwarzen Pfeffer hinzu, wird diese Bioverfügbarkeit um das Tausendfache erhöht und die Wirkstoffe können vom Körper verarbeitet werden.
Knoblauch und Fisch
Wer häufig Fisch isst, tut in vielerlei Hinsicht etwas für seine Gesundheit. Schließlich wird der Körper hierbei mit reichlich Zink, Eisen, Kupfer und Jod versorgt. Forscher an der Universität von Guelph in Ontario haben herausgefunden, dass man Karpfen & Co. am besten mit Knoblauch kombiniert. Das Gewürz soll das LDL-Cholesterin (das so genannte "schlechte Cholesterin") im Körper senken, das durch das Fischöl leicht ansteigt.
Mandeln und Joghurt
Die Vitamine A, D und E gehören zu den fettlöslichen Wirkstoffen in der Nahrung. Möhren, Brokkoli und Erbsen sind reich an Vitamin A; Fisch, Milch, Joghurt und Orangensaft enthalten viel Vitamin D. Diese Lebensmittel sollten daher am besten mit so genanntem "gesunden Fett" (beispielsweise Olivenöl) aufgenommen werden. Wem die Kombination Brokkoli/Olivenöl am Morgen etwas zu deftig ist: Wie wäre es mit ein paar Mandeln im Joghurt zum Frühstück?











































Die gesündesten Food-Kombis