Kein Unterschied: "Eine Analyse von Langzeit-Studien hat weder bei der Gesamtsterblichkeit noch bei der Häufigkeit von Krebs- und Hirngefäßerkrankungen Unterschiede zwischen Vegetariern und gesundheitsbewussten Fleischessern ergeben", sagt Dr. Nicolai Worm, Ernährungswissenschaftler aus Berg.
Zweideutige Ergebnisse: "Eine Senkung des Herzinfarkt-Risikos durch vegetarische Ernährung stellte nur ein Teil der Studien fest", so Worm. Das heißt: Manche Vegetarier haben ein ähnlich hohes Risiko wie Fleischesser.
Fehlt Fisch? Chilenische Forscher der Universität Santiago liefern jetzt die Erklärung: Verzichten Vegetarier auf Fisch, führt das zu einem Mangel an langkettigen Omega-3-Fettsäuren. Dadurch erhöht sich die Aktivität der Blutplättchen. Folge: Die Gerinnungsneigung des Blutes steigt . Das ist "ein gravierender Risikofaktor für Herz- und Hirninfarkt", sagt Nicolai Worm.
Zuviel Homocystein: Außerdem haben Vegetarier oft einen erhöhten Homocysteinspiegel. Große Mengen dieser Aminosäure im Blut gelten neben Cholesterin als hauptverantwortlich für lebensbedrohliche Gefäßverengungen. Bei Vegetariern lagen die Homocysteinwerte um 41 Prozent über denen der Fleischesser.
Mehr Vitamin B12: "Schuld ist ein Mangel an Vitamin B12, das bei der Verstoffwechselung von Homocystein die entscheidende Rolle spielt", erklärt der Experte. Doch das Vitamin B12 gelangt nur über tierische Nahrung in den Körper. Fleisch ist mit Abstand die beste Quelle. Vegetariern bleiben nur Milchprodukte und Eier, um den Bedarf zu decken. Doch das reicht oft nicht aus.
Mit Pillen nachbessern: "Lassen Sie regelmäßig den Blutspiegel messen und gleichen Sie die jeweiligen Defizite mit Präparaten aus", rät Dr. Worm allen gesundheitsbewussten Vegetariern. Pillen oder Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren und Vitamin B12 gibt es in Apotheken und Drogerien.












































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