- MIT THERMOMETER GRILLEN
Steaks sind von Kollagenfasern durchzogen – zähmachende Eiweißstränge, die bei 65 Grad schmelzen. "Bei höheren Temperaturen verdampfen allerdings auch die zartmachenden Fleischsäfte", erklärt der Physiker Professor Thomas Vilgis aus Mainz. Abhilfe: fettreiches Fleisch bei einer Kerntemperatur von 65 bis 70 Grad grillen (mit dem Bratenthermometer prüfen). Das Schmelzen der Fettkristalle lässt die Temperatur im Fleisch nicht so schnell ansteigen, die Fleischsäfte bleiben erhalten. - MIT SPRITZE PRÄPARIEREN
Frisch gepresster Ananassaft ist ebenfalls ein Zartmacher. Er enthält Bromelain: Das Enzym spaltet Protein und zerstört die zähen Kollagenfasern. "Injizieren Sie mit einer handelsüblichen Spritze 10 bis 20 Milliliter davon ins Fleisch", rät Vilgis. Nach einer Stunde kommt das Steak nur kurz auf den Grill, bis es die gewünschte Bräune hat. Aus diese Art werden auch die äußeren Kollagenfasern zerstört – Sie bekommen ein saftiges, weiches Steak. Keine Angst, es schmeckt nicht nach Ananas! - MIT BUNSENBRENNER BRUTZELN
Bei einem Metzger kaufen Sie ein vakuumverpacktes Steak. Das garen Sie in der Packung 1 bis 4 Stunden lang im Wasserbad, bei 52 bis 55 Grad – so bleibt besonders viel Fleischsaft erhalten. Es gilt: Je dicker das Fleischstück, desto länger muss es garen. Dann fehlen nur noch Röstaromen: Fleisch mit der Grillzange packen und nur wenige Sekunden mit einem Bunsenbrenner abflammen, bis es braun ist. Zwischen Fleisch und Flamme sollten dabei 5 bis 15 Zentimeter Abstand sein. Die Prozedur sorgt für Gaumenkitzel – und Sie schinden Eindruck bei Ihren Kumpels. "Dies ist für mich das perfekte Steak", sagt der Buchautor (Das Molekül-Menü, Hirzel, zirka 30 Euro).
Clever Tipps für eine gelungene Grill-Party finden Sie in unserem Grill-Guide. Dort erklären sie Ihnen, wie Sie gesund grillen, was Sie beim Grillen auf öffentlichen Plätzen beachten müssen und wie Sie gelungene BBQ-Partys feiern.
Unter Einsatz unserer Geschmacksnerven beraten wir Sie zudem bei der Auswahl der besten Zutaten für eine lecker-gelungene Grillparty: Für Sie starteten wir einen großen BBQ-Geschmackstest, probierten Grillfleisch und Bratwürste sowie die dazugehörigen Grillsoßen, Senf- und Ketchup-Sorten, Knoblauchsoßen und Kräuterbutter.
Auch bei den beliebtesten Beilagen haben wir für Sie getestet, zum Beispiel Kartoffelsalat, Krautsalat, Kräuterbaguette und Nudelsalat.
Naja, und weil ein zünftiges Bier einfach zum Grillen gehört, haben wir die gleich mit getestet. Damit unsere Sinne nicht vom Alkohol vernebelt wurden, haben wir zunächst 17 Alkoholfreie Biere und 20 Bier-Mix-Getränke einem Geschmackstest unterzogen.












































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