Auf welche Inhaltsstoffe sollte ich beim Kauf achten?
Das hängt vom Zweck der Anwendung ab. Wenn es lediglich um maximale biologische Wertigkeit geht, ist das Mehrkomponentenprotein die erste Wahl. Brauchen Sie jedoch ein Eiweißpräparat während der Belastung oder zur Regeneration, dann greifen Sie am besten auf Molkeprotein oder verzweigtkettige Aminosäuren zurück. Ideal ist Molkeeiweiß während der Belastung und verzweigtkettige Aminosäuren danach. Beide Typen sind sofort für den Körper verfügbar.
Achten Sie generell auf einen möglichst hohen Protein- beziehungsweise Aminosäuren-Anteil. Am besten sollte er über 90 Prozent liegen. Dann enthält das Präparat automatisch weniger unerwünschte Substanzen. Ob Sie eines mit oder ohne Geschmacksstoffe wählen, ist Ihre Entscheidung. Letztlich handelt es sich dabei um Chemie, die für die Funktion des Produktes nicht notwendig ist. Wenn es Ihnen anders aber nicht schmeckt, nehmen Sie diesen kleinen Nachteil in Kauf.
Sind bestimmte Marken besser als andere?
Ja. Große, namhafte Hersteller können es sich nicht leisten, ihren guten Ruf zu riskieren und ihr Geschäft zu gefährden. Deswegen können Sie als Käufer davon ausgehen, dass bei den renommierten Marken die Kontrolle und Qualität der Produkte in Ordnung ist und keine Verunreinigung in Proteinpräparaten zu erwarten ist. "Vorsicht bei No-Name-Präparaten!", warnt Experte Uwe Schröder. Besser ist es, ein paar Euro mehr zu zahlen, denn bei günstigen Produkten ist beispielsweise das Risiko größer, dass unerwünschte Substanzen beigemischt sind.
Zum Beispiel anabole Steroide, also Wirkstoffe, die dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron ähneln. Sie sorgen zwar bei hoher Dosierung für einen fulminanten Muskelaufbau, stehen aber auf der Dopingliste und besitzen eine ganze Reihe unangenehmer Nebenwirkungen (Haarausfall, Akne, Aggressionen, verminderte Fruchtbarkeit und in Extremfällen sogar Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Krebs).
Allergische Reaktionen werden nicht selten durch Milchprodukte, Eier oder Getreide ausgelöst
© ShutterstockWelche Nebenwirkungen sind möglich?
Achten Sie auf mögliche Unverträglichkeitsreaktionen. "Eiweiße sind die Hauptverursacher von Allergien", warnt Schröder. Das menschliche Immunsystem betrachtet Nahrungsproteine manchmal als körperfremde Eindringlinge und greift sie genau so an, als würde es sich dabei um Proteine krankheitsauslösender Bakterien handeln.
Die allergischen Reaktionen reichen von Schleimhautschwellungen im Mund- und Rachenraum über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bis zu Asthma, Hautekzemen und Gelenkerkrankungen. Rund fünf bis zehn Prozent aller Menschen in Deutschland leiden unter einer solchen Unverträglichkeit. Häufige Auslöser sind Milch, Eier, Fisch, Nüsse, Steinobst, Getreide, Sellerie und Soja. Wenn Sie eine Nahrungsmittelallergie befürchten, wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder einen Allergologen.












































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