Übergewichtigen fehlt offenbar die Fähigkeit, ein normales Hungergefühl zu entwickeln. Selbst wenn ihr Glucosegehalt im grünen Bereich liegt und sie demnach eigentlich gesättigt sein müssten, verlangt ihr Gehirn nach Nahrung - insbesondere nach Kalorienbomben, wie Forscher der University of Southern California jetzt herausgefunden haben.
Für gewöhnlich funktioniert der Mechanismus folgendermaßen: Je niedriger der Blutzuckerspiegel, desto intensiver das Hungergefühl. Im Gehirn werden Regionen aktiviert, die das Belohnungssystem ansprechen und nach Nahrung verlangen. Besonders kalorienhaltige Speisen werden dabei bevorzugt. Sind die Glucosespeicher wieder aufgefüllt, versiegt die Lust auf Essen.
Für ihre Studie erfassten die Forscher die Hirnaktivität von 21 Probanden, während sie parallel deren Glukosemenge im Blut manipulierten. Dabei zeigten sie den Testpersonen Bilder kalorienreicher oder kalorienarmer Speisen. Das Ergebnis: Bei den Normalgewichtigen stieg und fiel das Hungergefühl analog mit dem Blutzuckerspiegel. Bei den Übergewichtigen hingegen blieb das Verlangen nach Essen trotz ausreichendem Glucosewert nahezu konstant hoch. Vor allem die Bilder der Kalorienbomben lösten in ihrem Gehirn ein ganz besonders großes Verlangen aus.
Die Forscher vermuten, dass das Stresshormon Cortisol für diesen Ablauf verantwortlich ist, da es Hirnregionen aktiviert, die das Verlangen nach Essen freisetzen. Um aus diesem Teufelskreis herauszukommen, sei es wichtig, ausreichend gesunde Nahrungsmittel zu essen, die den Glukosespiegel langfristig aufrechterhalten, so die Forscher.












































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