FORMULA-DIÄTEN – fast wie fasten
Dahinter verbergen sich Pülverchen, die man mit Wasser oder Milch anrührt und an Stelle einer Mahlzeit einnimmt. Die bekanntesten Formula-Diäten sind von Slimfast, Herbalife und almased. Der Nährstoffgehalt ist überwiegend gesetzlich festgelegt, deswegen kann man beliebig viele Mahlzeiten durch die Shakes, Cremes oder Suppen ersetzen. Wer nichts anderes isst, nimmt täglich weniger als 1000 Kalorien zu sich. Ohne ärztliche Begleitung sollen diese Diäten nicht länger als 3 Wochen dauern.
Unsere Bewertung: keine Erfolgsformel
Der Misserfolg ist programmiert, denn künstliche Shakes machen oft Lust auf echtes Essen. Wenn Sie keine neue Ernährungsweise einüben, fallen Sie nach der Diät zurück in „dicke“ Gewohnheiten, aber mit größerer Gier. Da nach der künstlichen Hungersnot auch noch der Stoffwechsel lahmer ist (hält Monate an!), sind Sie bald dicker denn je.
Abgucken: Wenn fasten, dann richtig – am besten mit einer Strategie für ein gesünderes Leben danach. Der radikale Schnitt kann helfen, mit alten Gewohnheiten zu brechen.
Blutgruppen-Diät – Fantasie statt Fakten
Manche der Ideen, die D’Adamo aufgreift, werden zwar tatsächlich in der Forschung untersucht. Doch so, wie er sie zusammenrührt, entbehren sie jeder wissenschaftlichen Grundlage. Wer sich strikt an die erlaubten Lebensmittel seiner Blutgruppe hält – was kaum zu schaffen ist –, wird deswegen abnehmen, weil er kaum noch etwas essen kann.
Abgucken: Lassen Sie sich auch von seriösen Ratgebern nicht vorschreiben, etwas zu essen, was Sie nicht vertragen. Was für viele gut ist, kann anderen Probleme bereiten.
Atkins & Co. – Nieder mit den Kohlenhydraten!
Vor allem leicht verdauliche Kohlenhydrate aus Kartoffeln und Getreideprodukten machen dick – darin sind sich die Low-Carb-Diäten (Atkins, Montignac, Scarsdale, Zucker-Knacker, Southbeach, Glyx, Logi) einig. Die Unterschiede liegen in der Radikalität der Maßnahmen, die ihre Verfechter jeweils daraus ableiten. Die Spanne reicht von strengen Vorschriften, die den Stoffwechsel zeitweilig umkrempeln sollen (Atkins), bis zu moderaten Regeln, deren Effekt sich nur langfristig zeigt (Logi).
Unsere Bewertung:
Atkins & Co. – Ein paar fette Lügen inklusive
Je radikaler die Vorschriften, desto geringer Ihre Erfolgschancen. Einfach nur Kohlenhydrate zu meiden, bedeutet noch nicht, dass Sie unter dem Strich weniger Kalorien essen – und nur dann nehmen Sie ab. Sie brauchen eine auf Dauer genießbare Kost.
Abgucken: Wählen Sie bei Getreideprodukten Vollkornvarianten. Aber nicht daran satt essen, sonst steigt der Blutzuckerspiegel (boykottiert das Abnehmen). Gilt auch für Kartoffeln, Kuchen und Knabberkram. Erlaubt: Gemüse, Obst, Nüsse, Hülsenfrüchte.












































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