Von Brötchen, über Gemüse, bis hin zu Süßigkeiten. Die folgenden Tabellen enthalten alle Daten, die für die LOGI-Methode relevant sind: den glykämischen Index (GI), Kohlenhydrate (KH) und die glykämische Last (GL).
Der glykämische Index (auch Glyx genannt) beschreibt, wie stark Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel anheben. Je niedriger die Blutzuckerwirkung eines Nahrungsmittels, desto stabiler bleibt der Blutzucker. Das führt wiederum dazu, dass Sie länger satt bleiben und weniger essen. Ein GI gilt bis 55 als niedrig, Werte von 56 bis 69 als mittel und ab 70 als hoch.
Auch Lebensmittel mit niedrigem GI enthalten Kohlenhydrate
Kohlenhydratreiche Lebensmittel beeinflussen unseren Blutzucker stark. Das Glykx-Konzept ist für die Praxis allerdings nicht geeignet. Denn der GI geht immer von 50 Gramm Kohlenhydraten aus und nicht von der tatsächlich verzehrten Portion und der Menge an Kohlenhydraten. Außerdem gelten alle Lebensmittel mit einem niedrigen GI als Schlankmacher, solche mit einem hohen GI als Dickmacher.
Doch auch Lebensmittel mit einem niedrigen GI enthalten Kohlenhydrate, die während der Verdauung zu Traubenzucker abgebaut werden und den Blutzuckerspiegel beeinflussen. Zwar geschieht dies langsamer als bei Lebensmitteln mit hohem GI, die Kohlenhydrate gelangen aber trotzdem nach und nach als Zucker ins Blut und erhöhen den Insulinspiegel. Insulin führt unter anderem dazu, dass die Fettzellen im Körper wachsen.
Die glykämische Last dagegen gibt die Blutzucker- und Insulinwerte der tatsächlich verzehrten Portionen und Kohlenhydrate an. Eine glykämische Last von zehn gilt als niedrig, im mittleren Bereich liegen die Werte von elf bis 19; eine GL von 20 und mehr gilt als hoch. Die glykämische Last der Lebensmittel, die man am Tag zu sich nimmt, kann summiert werden. Liegt diese unter 80, gilt sie als niedrig. Mit 120 und darüber ist sie zu hoch.
Anhand eines Beispiels verdeutlichen wir den Fehler in der Glyx-Theorie:
Eine Scheibe Pumpernickel hat einen niedrigen GI von 50. Das lässt darauf schließen, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Verzehr von Pumpernickeln nur langsam ansteigt und entsprechend wenig Insulin benötigt wird, um den Blutzucker zu senken.
Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, ob Sie eine, zwei oder drei Scheiben Pumpernickel essen, der GI liegt immer bei 50. Und das ist das Problem: Der Wert ändert sich nicht, egal, wie viel Sie von dem jeweiligen Nahrungsmittel essen und welche Menge Kohlenhydrate Sie aufnehmen. Wirklich interessant ist aber die Blutzuckerwirkung einer Portionsgröße. Diese wird von der glykämischen Last bestimmt.
Brot enthält Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel anheben und eine hohe GL aufweisen
So lesen Sie die Tabellen:
100 Gramm Baguette beispielsweise enthalten 48 Gramm Kohlenhydrate. Der Glykämische Index von Baguette ist 94. Daraus errechnet sich die Glykämische Last von aufgerundet 36 pro 100 Gramm.
Hinweis: Freigelassene Felder: Diese Lebensmittel sind nicht auf den GI getestet worden. Aufgrund des geringen Kohlenhydratgehaltes dieser Lebensmittel liegt die Vermutung nahe, dass ihr GI und ihre GL im niedrigen Bereich liegen. Experiment: Selbst wenn man diesen Lebensmitteln einen GI von 100 zuordnen würde, liegt die GL immer im niedrigen Bereich! Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der GI im hohen Bereich liegt.
Quelle: "LOGI Guide", Franca Mangiameli, Nicolai Worm, systemed Verlag












































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