"Wenn jemand Körpermasse aufbauen will, ist es entscheidend, dass er mehr Energie zu sich nimmt, als er verbraucht", erklärt Hans Braun von der Deutschen Sporthochschule Köln, ernährungswissenschaftlicher Betreuer am dortigen Olympiastützpunkt. Mag trivial klingen, ist es jedoch keineswegs. "Es heißt dann: Aber ich esse doch schon so viel! Dabei stimmt das gar nicht", so Braun.
Im Vergleich mit anderen Menschen mag es einem viel erscheinen, für einen Hardgainer ist es jedoch immer noch nicht genug. 5000 Kalorien täglich zu verheizen, ist bei ihnen nichts Ungewöhnliches. Wer seinen Verbrauch genauer kennen will, kann laut Braun in Instituten, die Leistungsdiagnostik anbieten, eine so genannte Atemgasanalyse machen lassen. "Dabei wird anhand des Kohlendioxid-Gehaltes in der Atemluft gemessen, wie viele Kalorien der Körper pro Stunde in Ruhe verbraucht", erläutert Braun. "Mit Hilfe dieses Wertes lässt sich der tägliche Kalorienverbrauch gut schätzen. Die Aufnahme sollte dann rund 500 Kalorien höher liegen."
Doch seiner Ansicht nach ist die genaue Untersuchung meist gar nicht notwendig: "Man muss oft nur den Alltag der Männer unter die Lupe nehmen, dann sieht man entscheidende Fehler – etwa den, morgens selten zu frühstücken, oder den, wegen Stress im Job öfter Mahlzeiten auszulassen."
Hardgainer können sich so etwas nicht leisten, denn sobald der Körper nicht genug Brennstoff hat, knabbert er eigene Substanz an.














































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