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Kraft der Natur: Dem Lärm entkommen

13.07.2007 , Autor:Detlef Icheln
© MensHealth.de

Schon hundert Meter vom Waldrand entfernt, haben Sie die Hälfte des Alltagslärms hinter sich gelassen

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Wald: Allein der pure Anblick des Waldes scheint schon eine heilende Wirkung zu haben
Waldluft: Therapie bei etlichen Erkrankungen © Shutterstock
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Nach Paragraph 14 des Bundeswaldgesetzes steht der Wald jedem offen, der Erholung sucht. Neben guter Luft bringt die vor allem die Ruhe unterm Blätterdach. „Schon hundert Meter vom Waldrand entfernt, sinkt der Lärmpegel um acht Dezibel“, sagt Elsasser. Das entspricht fast schon einer Halbierung.

Je weiter Sie sich in den Wald zurückziehen, desto erholsamer wird die Ruhe. Ein willkommener Kontrast zum Verkehrslärm der Städte und Balsam für Körper und Seele. Denn Experten wissen: Ständiger Krach macht krank. Von möglichen Hörschäden abgesehen, zerrt Lärm an den Nerven und trägt zu Herz- und Kreislauferkrankungen bei.

Im Gegensatz zur Betriebsamkeit der Metropolen bietet der Wald eine Fülle von Eindrücken, ohne die Gefahr der Reizüberflutung. Im Wald hören Sie statt Autohupen die Vögel, das Rauschen der Baumkronen, mit etwas Glück das Plätschern eines kleinen Baches oder einfach Stille. Der Halbschatten anstelle strahlender Neonreklamen und die im Wald überwiegende Farbe Grün wirken beruhigend. Wer seine Sinne für die Natur öffnet, den Duft der Fichten oder das Zwitschern der Vögel bewusst wahrnimmt, wird in eine positive Stimmung versetzt. Der Rest der Welt kann warten – lange, wenn es sein muss.

Wald dämpft die Wetterextreme
Unter dem Kronendach bildet sich ein spezielles Innenklima aus. Durch die hohe Verdunstung ist es deshalb im Wald auch bei Hitze angenehm kühl. Im Gegensatz zum offenen Gelände herrscht dazu eine höhere Luftfeuchtigkeit, weniger Wind und eine geringere Lichtintensität. Bei einem Waldspaziergang wechseln ständig Licht mit Schatten und relative Wärme mit Kühle. Diese anregenden Wechsel der Umweltreize gelten als Therapie bei etlichen Erkrankungen. Nicht umsonst liegen viele Bäder und heilklimatische Kurorte in Waldgebieten. Schließlich ist die reine Waldluft nicht nur für Gesunde ein Genuss. Insbesondere Asthmatiker, Allergiker und Menschen, die an Neurodermitis leiden, erreichen gute Therapie-Erfolge durch Aufenthalte im Wald.

Darüber hinaus kann jeder, der unter chronischen Rückenschmerzen leidet oder sich auf harten Asphaltwegen ein Gelenkproblem "erlaufen" hat, auf den sanft federnden Waldwegen wieder einmal echtes Gehvergnügen erleben. Dort können Sie oft stundenlang ohne Probleme wandern.

Allein der pure Anblick des Waldes scheint schon eine heilende Wirkung zu haben: US-Mediziner der Universität von Delaware beobachteten 46 Patienten bei der Erholung nach einer Gallenblasenoperation. Während eine Hälfte der Patienten in Zimmern aus dem Narkoseschlaf erwachte, deren Fenster den Blick auf eine Ziegelmauer freigaben, blickten die anderen 23 auf voll ausgeschlagene, saftig grüne Laubbäume. Bei der Auswertung stellte sich heraus, dass die Patienten mit Blickkontakt zu den Bäumen im Verlauf ihrer Genesung deutlich weniger Schmerzmittel verlangten, als die frisch operierten "Maurer". Die Baumgucker konnten außerdem auch früher aus dem Krankenhaus entlassen werden.

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Die Farbe Grün wirkt beruhigend
Unter dem Kronendach bildet sich ein spezielles Innenklima aus © Shutterstock

Ziel bewusst wählen
Trotz aller positiven Effekte des Waldklimas auf unser Wohlbefinden macht die Schadstoffbelastung unserer Umwelt auch vor den Wäldern nicht halt. Das größte Problem stellt das bodennahe Ozon dar. Das Reizgas entsteht in den Ballungsräumen, wenn der Sauerstoff der Luft unter Sonneneinstrahlung mit den Schadstoffen aus den Autoabgasen reagiert. Durch den Wind wird das gefährliche Gas aufs Land geweht. Paradox scheint es nun, dass die Ozonbelastung in ländlichen Gebieten – also auch im Wald – oft deutlich höher ist als in der Stadt. „Schuld“ daran ist die saubere Wald- und Landluft. Denn während der Feierabendverkehr in der Stadt weitere Schadstoffe freisetzt, die ohne den Einfluss der Mittagssonne das zuvor gebildete Ozon wieder abbauen, fehlt im Wald und auf dem Land dieser Schadstoffnachschub.

Und im Gegensatz zu vielen anderen Luftverschmutzungen können die Blätter und Nadeln der Bäume das giftige Ozon nicht aus der Luft entfernen. Die gesundheitsgefährdende Wirkung hängt von der Ozonkonzentration und der eingeatmeten Dosis ab. Deshalb ist es an Tagen mit erhöhten Ozonwerten ratsam – unter www.umweltbundesamt.de finden Sie eine tägliche Ozonvorhersage –, die körperliche Belastung in engen Grenzen zu halten.

Tipp: „Wählen Sie Ihr Ausflugsziel bei Ozongefahr in der Richtung, aus der der Wind in die Stadt weht“, empfiehlt der Umweltchemiker Dr. Andreas Behlen von der Universität Hamburg. Dort sind an den fraglichen Tagen deutlich niedrigere Ozonwerte zu erwarten – dann brauchen Sie wirklich nur noch die Kraft der Natur auf sich wirken zu lassen.

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