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07.07.2009
, Autor:Christine Naefeke
© MensHealth.de
"Pflanzen ohne Licht gehen ein – Menschen auch", sagt Nicolai Worm, Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement. In seinem neuen Buch "Heilkraft D" (systemed Verlag) fasst er neue, internationale Studien zusammen.
Seine These: Wir haben die Sonne aus unserem Leben verbannt. Wir verbringen unsere Tage im Büro, im Auto und in neonbeleuchteten Fitnesscentern. Und wenn wir mal draußen sind, benutzen wir Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor. Doch ohne die UVB-Strahlen der Sonne kann unsere Haut nicht genug Vitamin D bilden. Damit nehmen wir freiwillig eine massive Unterversorgung mit diesem gesundheitsnotwendigen Vitamin in Kauf – und riskieren nicht nur schlechte Knochen, sondern auch ein geschwächtes Immunsystem und eine ganze Reihe von Zivilisationskrankheiten von Herzinfarkt über Diabetes und Depressionen bis hin zu Krebs.
Sein Sonnen-Tipp: Setzten Sie sich im Sommerhalbjahr mindestens zweimal pro Woche ohne Sonnenschutzmittel mit Gesicht, Armen und Händen – je nach Hauttyp - zwischen 10 und 30 Minuten der Sonne aus. Berufstätigen würde dafür ein Spaziergang in der Mittagspause ausreichen. Bleiben Sie aber nur so kurz in der Sonne, dass Sie keinesfalls einen Sonnenbrand oder auch nur eine sichtbare Hautrötung riskieren. Richtwert: Die Hälfte der Zeit, die nötig wäre, um einen Sonnenbrand auszulösen, ist die sinnvollste Sonnendosis, um einen Vitamin D-Spiegel im Körper aufzubauen, der vor vielen Zivilisationskrankheiten schützt und zugleich kein Hautkrebsrisiko darstellt.
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