Nikotin ist ein Zellgift, das den Menschen deutlich schneller altern lässt. Wenn Männer, die sich schlapp und lustlos fühlen, in das Hamburger Endokrinologikum kommen, checke ich daher nicht nur körperliche Verfassung und Hormonspiegel, sondern auch die Lebensgewohnheiten. Die Therapie erinnert an eine Fastenzeit, die Christen für gewöhnlich zwischen Aschermittwoch und Ostern einlegen. Meine Variante: einfach mal vier Wochen Urlaub von den schlechten Gewohnheiten nehmen.
Der Reiz der Mini-Kur
Was im Klartext bedeutet: auf Alkohol, Zigaretten, Koffein und fettes Essen verzichten. Stattdessen regelmäßig Sport treiben – zum Beispiel unter Anleitung eines Personal Trainers in einem Fitness-Club – und neben dem Job auch etwas für Beziehung und Familie tun.
Der Effekt ist frappierend. Die Männer fühlen sich anschließend frischer und belastbarer, oft verbessert sich auch der Hormonspiegel. Allgemeine Störungen des Befindens wie etwa Kopfschmerzen verschwinden oftmals ganz.
Der Reiz der Mini-Kur liegt darin, dass die Männer ihre schlechten Gewohnheiten nicht für alle Zeiten über Bord werfen müssen. Sie lassen sich nur auf ein zeitlich begrenztes Experiment ein.
Etwa 50 Prozent der Patienten brechen vorzeitig ab, weil sie sich überfordert fühlen. 30 Prozent sind von den Ergebnissen so überzeugt, dass sie das Experiment wiederholen wollen, und immerhin zirka 20 Prozent schaffen es, ihre Lebensgewohnheiten dauerhaft zu ändern. Einfacher lässt sich zusätzliche Lebenszeit und Lebensqualität kaum erobern.











































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