Heft 06/2012
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Organismuswissen Wunderwerk: Körper

10.10.2007 ,
© Men's Health

Knock-out mit einem Schlag? Das geht., Kreislauf und Hitze: Vorsicht!, Plattfüße machen tatsächlich größere Füße
Körper: Volltreffer
Mit einem einzigen Schlag können Sie Ihren Gegner außer Gefecht setzen
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Gibt es Schläge, die den Geg­ner sofort außer Gefecht setzen?
Ja. Ein Boxhieb in den Oberbauch, der den Solarplexus trifft, lässt jeden Kontrahenten k. o. gehen. Dort, direkt un­terhalb des Brustbeins im Rippenbogen, liegt das größte vegetative Nervengeflecht. Starke mechanische Reizung, wie sie durch einen Schlag entsteht, kann über einen Reflex zu einem plötzlichen Blut­druck­anstieg, Be­schleu­ni­gung des Herz­schlags, Atemnot und Bewusstlosigkeit führen. Der zweite Hammer ist der Hand­kanten­schlag. Dieser kurze, harte Treffer zielt auf die Seite des Halses, oder ge­nauer: auf die dortige Schlagader. Hier be­finden sich Rezeptoren, die ständig den aktuellen Blutdruck messen und an das Kreislaufzentrum im Gehirn melden. Dieses stellt durch Erweitern oder Verengen der Gefäße wieder den Normwert ein. Ein Handkantenschlag erzeugt eine ge­waltige Druckwelle, die von den Re­zep­to­ren als bedrohlicher Anstieg des Blutdrucks ge­deutet wird. Das löst eine ebenso starke Ge­gen­re­gu­lation aus, der Blut­druck wird drastisch abgesenkt und fällt, weil es sich hier ja um einen falschen Alarm handelte, urplötzlich weit unter den Normalwert. Der Betroffene verliert schlagartig das Bewusstsein. Wir vermuten übrigens, dass die Wirkung jenes be­rühmten Griffs von Mr. Spock auf demselben Prinzip beruht.

Weshalb kann der Kreislauf
bei Hitze zusammenbrechen?

Der Körper möchte seine 37 Grad aufrecht erhalten, deshalb er­wei­tern sich bei Hitze die Blutge­fäße in der Peripherie, damit ein
großer Teil des Blutes in die Ex­tre­mi­täten und die Haut fließt. So wird die Wärme nach au­ßen abgeleitet. Durch die­se Um­leitung kann aber Hirn und Herz zeitweise zu we­nig Blut und so zu wenig Sauer­stoff zur Ver­fü­gung stehen – die Folgen: Schwä­che­an­fäl­le, Schwin­del, Übel­keit.

Warum wachsen die Füße auch im Er­wa­chsenenalter weiter?
Tun sie ja gar nicht. Zwar brauchen viele Menschen mit den Jahren im­mer grö­ßere Schuhe. Aber das liegt da­ran, dass sich Füße mit der Zeit buchstäblich platt latschen. Die Wöl­bung an der Fuß­in­nen­sei­te wird immer flacher, so dass der Fuß nach vorne mehr Platz braucht. Das kann bis zu zwei Schuhgrößen ausmachen. Ur­sa­che: Mus­kel- und Bän­der­schwäche, besonders bei Übergewicht.

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