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Besser HörenBedienungsanleitung fürs Ohr

01.01.2009
© MensHealth.de

Keiner unserer Sinne wird so ruppig behandelt wie das Gehör. Wie Sie auch morgen noch kraftvoll zuhören können
Ohr: Ohrennascherei
Auch Ohren brauchen Liebe
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Ohren

Bedienungsanleitung: Hören leicht gemacht
Wir beglückwünschen Sie zu einem Set hochwertiger Präzisions-Ohren. Wir hoffen, dass Sie viele Jahre ungetrübte Freude daran haben werden. Um eine optimale Funktion zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen dringend, sich mit den technischen Daten, der Bedienungsanleitung und den Pflegehinweisen vertraut zu machen. Und sollten trotzdem einmal Probleme entstehen, wenden Sie sich bitte an eine unserer Kundendienst-Zentralen. Die finden Sie in den Gelben Seiten unter der Rubrik "Hals-Nasen-Ohren-Ärzte". Bitte beachten Sie, dass die von Ihnen gewählten Ohren echte Naturprodukte sind. Kleine Unregelmäßigkeiten sind ein Zeichen für die individuelle Fertigung und kein Grund zur Beanstandung.

Technische Daten: das ist drin im Ohr
Ausstattung und Funktion Ihrer beiden Hochleistungs-Ohren

Ein kleines Wunderwerk aus winzigen Bauteilen macht aus Schallwellen elektrische Nervenimpulse, die das Gehirn erkennt. Die Ohrmuschel fängt wie ein Schalltrichter Geräusche auf und leitet sie ins Innere. Am Ende des Gehörgangs gerät das Trommelfell in Schwingung. Das Häutchen, es schließt das Mittelohr ab, überträgt sie verstärkend auf die Gehörknöchelchen: Hammer, Amboss und Steigbügel . Die Eustachische Röhre, die Verbindung zum Rachen, sorgt für Druckausgleich zwischen dem Mittelohr und der Außenwelt. Im Innenohr wird der Schall in Nervenimpulse umgesetzt. Die Bewegungen der Gehörknöchelchen werden auf die Flüssigkeit in der sogenannten Schnecke (Chochlea) über-tragen. Die Innenseiten dieses Schlauchs sind mit feinen Härchen ausgekleidet. Die vorderen nehmen tiefe, die in der Spitze hohe Töne auf. Die Bewegungen der Härchen und der Grad ihrer Biegung (Lautstärke) werden auf den Hörnerv übertragen, in elektrische Impulse umgesetzt und vom Gehirn als Geräusch erkannt. Das Innenohr enthält die Bogengänge, mit denen der Körper seine Lage im Raum misst (Gleichgewichtssinn). Auf das Hörvermögen haben sie jedoch keinerlei Einfluss.

Inbetriebnahme: so starten Sie durch
Korrekte Benutzung: Ihre Ohren sind sofort voll einsatzfähig und rund um die Uhr empfangsbereit. Damit während der gesamten Nutzungsdauer ein störungsfreier Betrieb gewährleistet ist, müssen Sie Ihr Gehör unbedingt vor allzu lauten Geräuschen schützen. Überlastungen werden durch ein anhaltendes Piepen signalisiert. Es wird ausgelöst, wenn zuvor die feinen Sinneshärchen im Innenohr vom Lärm plattgewalzt wurden – egal, ob dieser von Metallica oder einem Rasenmäher stammt. Wie Grashalme, über die ein Trecker gefahren ist, wiegen sie sich nicht mehr elastisch hin und her, sondern bleiben gebogen. Und das erzeugt das Piepsgeräusch. Je lauter und länger das Gehör zugedröhnt wurde, desto länger benötigen die Härchen, bis sie sich wieder erholt und aufgerichtet haben. Lässt man ihnen dazu keine Zeit, weil Disko-Nächte und die Arbeitstage am Presslufthammer zu schnell aufeinander folgen, ist es irgendwann mit der Erholungsfähigkeit vorbei. In der Regel verabschieden sich zuerst die hohen Frequenzen: kein Vogelzwitschern und kein kein zärtliches Liebesgeflüster mehr, und es wird immer schwieriger, Gesprächen zu folgen.
Für besonders gefährlich hält der Ohrenarzt Richard Navarro aus Los Angeles das Walkman-Hören beim Sport. Dann ist das Ohr noch verletzlicher als sonst, weil es durch die Muskelarbeit und die Verengung der Gefäße (Ursache: Ausstoß von Adrenalin) schlechter durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird.

Achtung! Die größte Gefahr von Hörschäden birgt sogenannter Impulslärm. Schüsse – auch aus Gas- oder Kinderpistolen – und Silvesterknaller können nicht wieder gut zu machende Schäden anrichten (Knalltrauma). Wer nach einem Knall unter zeitweiliger Taubheit, Druckgefühl, einem dumpfen Höreindruck oder Ohrgeräuschen leidet, sollte schnellstens einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen. Eine umgehende Behandlung, zum Beispiel mit Infusionen, kann das Hörvermögen oft retten.

Zubehör: wie Sie mehr aus dem Ohr machen
Wir empfehlen Gehörschutz-Stöpsel. Es gibt High-Tech-Versionen, die mit den Wachskugeln oder gelben Schaumstoffzylindern nicht mehr viel gemeinsam haben.

Alle Frequenzen: Es gibt unauffällige Stopfen mit einem Filter, der alle Frequenzen gleichmäßig dämpft und deshalb Musik zwar leiser, jedoch nicht dumpfer klingen lässt. Ein Men’s-Health-Selbstversuch hat gezeigt: Es funktioniert. Man hört die Musik im Konzert sogar klarer als sonst und kann danach ohne ein "Fiiiiiiiieeep" im Ohr schlafen. Die kleinen Wunderdinger können immer wieder verwendet werden und kosten zwischen 39 und 72 Mark: "Ultra Tech" bzw. "Music Safe", zu bestellen z.B. unter www.sonicshop.de/sn.htm oder www.membrane.de.
Knallschutz: Für Schützen gibt es Stöpsel mit einer Membran, die immer nur dann "dicht macht", wenn es knallt ("Sonic").
Rechnergesteuert: Und wenn sich der Lärm immer wieder mit Stille abwechselt, kann man einen Schutz gebrauchen, der computergesteuert das Gehör umso mehr abschirmt, je lauter die Umgebung ist ("Bioton"). Für so ein Teil muss man dann allerdings einen Tausender locker machen.

Wartung: leider kein Rückgaberecht
Reinigung: Ihre Ohren sind selbstreinigende Organe; das Cerumen (Ohrenschmalz) sorgt dafür, dass Schmutz aus dem Gehörgang heraustransportiert wird. Deshalb genügt es, sie mit einem feuchten Lappen oder nach dem Duschen mit einem Handtuch sauber zu wischen, und zwar genau so weit, wie Sie mit dem Zeigefinger kommen – kein Stück weiter! Erst recht nicht mit Wattestäbchen. "Damit entfernt man ohnehin nur die eine Hälfte des Ohrenschmalzes, die andere schiebt man immer tiefer in den Gehörgang", sagt Dr. Hans Peter Zenner, ärztlicher Direktor der HNO-Uniklinik Tübingen. "Irgendwann bildet sich dann ein Pfropf vor dem Trommelfell, was Probleme beim Hören bereitet und Entzündungen hervorrufen kann." So ein Schmalzpfropf bildet sich bei einigen Menschen auch ohne ständiges Pulen im Ohr immer wieder und kann sich – außer durch ein regelmäßiges "Häh?" – auch durch Völlegefühl im Ohr, Jucken und Schwindel bemerkbar machen. Ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt kann Sie durch eine schmerzlose Spülung davon befreien. Die Gehörschutz-Stopfen verursachen übrigens keine Schmalz-Probleme. "Dafür reichen die Stopfen nämlich gar nicht tief genug ins Ohr", erklärt der Ohrenarzt Dr. Eberhard Walther von der Universitäts-HNO-Klinik Bonn.

Achtung! Die Wattestäbchen sind nicht bloß überflüssig, sondern wirklich gefährlich. "Wird man beim Reinigen angestoßen, kann man sich die Dinger leicht bis in die Tiefe des Ohres rammen und dort bis hin zur völligen Ertaubung alles zerfetzen", sagt Hans Peter Zenner. Klingt nach unglücklichen Umständen. "Keineswegs, so etwas sehen wir regelmäßig", widerspricht der HNO-Experte. Dabei gehören Wattestäbchen noch zu den eher harmlosen Dingen, mit denen die Menschen sich ihre Gehörgänge zu reinigen versuchen. Beliebt sind auch Streichhölzer, Sicherheitsnadeln, Zahnstocher. Richtig kriminell wird es, wenn diese Werkzeuge abbrechen und im Ohr steckenbleiben. Alles schon da gewesen. Auch andere Fremdkörper wie Erbsen, Münzen, Knoblauchzehen, Ameisen, Sand oder Legosteine haben HNO-Ärzte schon aus Gehörgängen gefischt. Sollte ein Kind auch in Ihrem Ohr mal eine Murmel auf Nimmerwiedersehen versenken, sollten Sie auf keinen Fall selber danach suchen (womöglich noch mit der Pinzette)! "Das Trommelfell kann dabei schnell verletzt werden", warnt Zenner. Lassen Sie also lieber einen Fachmann ran.

Pflege: Vor allem lange, aus den Ohren herauswachsende Haare stören die Ästhetik – sie erinnern uns einfach zu sehr daran, dass sich lediglich 1,6 Prozent des menschlichen Erbgutes von Schimpansen-Genen unterscheiden. "Vorsichtiges Abschneiden ist erlaubt", so Eberhard Walther, "aber auf keinen Fall mit Haarentfernungsmitteln oder -geräten an die Ohren gehen." Auch Pickel im Ohr sind erstens hässlich und sollten zweitens in Ruhe gelassen werden. "Solche Entzündungen von Talgdrüsen oder Haarbälgen können richtig schmerzhaft werden", weiß HNO-Spezialist Walther. Deshalb lautet sein Rat: "Die Behandlung sollte man lieber dem Ohrenarzt überlassen."
Verzierung: Ringe und Stecker in den Ohrläppchen sind okay, aber Piercings in den Ohrmuscheln können gefährlich werden. Und das geht so: Das Schmuckloch entzündet sich, was besonders bei unechtem Schmuck häufig vorkommt, die Infektion breitet sich dann auf den Knorpel aus, und es entsteht das sogenannte Blumenkohl-Ohr. "Es kann vollkommen die Form verlieren, weil die Muschel zusammenschrumpelt", so der Tübinger Experte Zenner. Auch ein Faustschlag oder eine irgenwelche Verletzungen können solche Folgen haben, wenn eine Infektion nicht rechtzeitig behandelt wird.

Fehlersuche: komplizierte Technik, gleich zum Fachmann
Hörprobleme sollten Sie nicht ignorieren, sondern von einem Facharzt untersuchen lassen. Ob Sie bereits Defizite haben, können Sie zum Beispiel feststellen, wenn Sie unter der Telefonnummer 01805/323754 den Hörtest der Fördergemeinschaft Gutes Hören machen. Sollten Sie ein Hörgerät brauchen, dürfen Sie das auf keinen Fall hinausschieben! Denn offenbar vergisst das Gehirn die Bedeutung von Tönen, die es über einen längeren Zeitraum nicht gehört hat. Je länger man also den Einsatz der Hörhilfe hinauszögert, desto weniger Nutzen wird sie letztlich bringen. Und wovor haben Sie eigentlich Angst? Sie tragen doch auch eine Brille. Mit den neuen digitalen Hörgeräten braucht sich kein Mensch mehr vor den nervtötenden Rückkopplungen zu fürchten. Ach so, Sie sind eitel? Dann lassen Sie sich eben gleich ein sogenanntes Im-Ohr-Hörgerät verschreiben. Denn das fällt ganz bestimmt nicht auf.

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