- Symptom: Sie husten, und die Nase läuft
„Müdigkeit und ein Gefühl von Schwäche, gepaart mit Husten und Schnupfen – das ist charakteristisch für die Erkältung“, so Dr. Ulrich Ohnemus, Allergologe am Universitätsklinikum Hamburg. Weitere deutliche Zeichen: das Anschwellen der Schleimhäute in der Nase und ein starkes Druckgefühl in den Ohren.
Behandlung: Nasenspray besorgen
Abschwellende Sprays aus der Apotheke sind bei einem starken Schnupfen sinnvoll. Sie lindern die Schwellungen, und Sie können meist nach kurzer Zeit wieder freier atmen. „Länger als eine Woche sollten Sie so ein Spray jedoch nicht anwenden, weil es die Nasenschleimhäute schädigen kann“, warnt Experte Ohnemus.
Verhalten: Die Nase sachte Schnäuzen
Richtiges Naseputzen will gelernt sein. Wer wild drauflosschnaubt, der riskiert nicht nur, dass die Schleimhäute weiter anschwellen, sondern auch, dass Schleim in die Nebenhöhlen gelangt und dort eine Entzündung verursacht oder verschlimmert. Besser: jeweils ein Nasenloch zuhalten und einseitig schnäuzen – reduziert den Druck in der Nase. - Symptom: Ihre Nase und Ihre Augen jucken
Ob Pollenflug oder Hausstaub: Klares Zeichen für eine Allergie ist ein ausgeprägter Juckreiz an den Schleimhäuten von Nase, Augen, Mund und Rachen. „Heftige Niesattacken, tränende Augen, in manchen Fällen außerdem starke Müdigkeit sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl kommen hinzu“, erklärt Ohnemus.
Behandlung: Antihistamine einnehmen
Allergien werden durch eine Überreaktion des Immunsystems hervorgerufen. Medikamente wie Antihistaminika, die es auch rezeptfrei in der Apotheke gibt, helfen, die Überreaktion unter Kontrolle zu halten. „Stellt sich nach der Einnahme keine deutliche Besserung ein, helfen kortikoidhaltige Nasensprays“, sagt der Allergologe.
Vehalten: Mit Salz die Nase spülen
Um Pollen und damit auch das Jucken aus der Nase zu bekommen, hilft es, die Nase täglich mit Salzwasser zu spülen. Per Nasendusche (gibt es in Apotheken) geht das sehr gut. Nervig: Pollen kleben auch in den Haaren und auf der Kleidung. Für eine ruhige Nacht vorm Schlafengehen die Haare waschen und Kleidung im Bad zurücklassen. - Symptom: Sie Fiebern und haben Schüttelfrost
Eine Erkältung ist von der echten Grippe anfänglich recht schwer zu unterscheiden. Charakteristisch für die Grippe ist insbesondere ihr plötzliches Auftreten. Ohnemus: „Es kommt in der Regel ohne Vorwarnung zu Fieber über 39 Grad und einem Fröstelgefühl.“ Häufig gehen damit auch starke Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen einher.
Behandlung: Virostatika schlucken
Influenza-Viren sind Auslöser der Grippe. „Gehen Sie zum Arzt, sobald erste Symptome auftreten“, empfiehlt der Experte. Da sich Viren nicht abtöten lassen, verschreibt er Medikamente, die ihre Vermehrung stoppen – den Rest erledigt Ihr Immunsystem. Nehmen Sie fiebersenkende Mittel erst bei Körpertemperaturen über 39 Grad ein.
Verhalten: Schnell ins Bett gehen
Wer bald wieder fit sein will, sollte strikte Bettruhe halten. Ohnemus rät: „Unterlassen Sie bei Grippe möglichst jede Art von körperlicher Anstrengung.“ Besonders wichtig: ausreichend trinken! Der Körper verliert wegen des Fiebers mehr Flüssigkeit als gewöhnlich – 2 bis 3 Liter Wasser oder Tee am Tag sollten Sie in jedem Fall zu sich nehmen.
Erkältungszeit: Grippe oder Allergie?
06.11.2012
, Autor:Tom Heinzius
© Men's Health
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