
Es gibt mehr Methoden, mit dem Rauchen aufzuhören, als Fluppen in einer Zigarettenschachtel
Die einfachste Methode von allen ist jedoch auch gleichzeitig die erfolgversprechendste: einfach Schluss damit machen! Denn laut einer Statistik der Deutschen Angestellten-Krankenkasse schafften 87 Prozent aller Ex-Raucher den Absprung ohne spezielle Hilfsmittel.
Nur zwei Prozent waren erfolgreich mit einem Produkt aus der Apotheke, beispielsweise Nikotinpflaster oder -kaugummi. Ebenfalls zwei Prozent mit Büchern oder CDs, zwei Prozent mit Akupunktur, ein Prozent mit einem Nichtraucher-Kurs und weniger als ein Prozent mit Hypnose.
Dagegen hat es keinen Zweck, die Anzahl der Kippen langsam zu reduzieren. Damit machen Sie sich den Verzicht nur noch schwerer. Der knallharte Entzug ist weniger qualvoll. Unterstützung benötigen Sie aber dennoch. Legen Sie den genauen Tag fest, an dem Sie aufhören werden. "Weihen Sie Freunde und Familie in Ihren Plan ein. Das sichert Ihnen Unterstützung und setzt Sie gleichzeitig unter Druck", empfiehlt Diplom-Psychologin Patricia Davis-Wagner vom Institut für Raucherberatung und Tabakentwöhnung in München. Einer Ihrer Freunde kann Ihnen gleichzeitig als Nichtraucher-Buddy zur Verfügung stehen: Ihn können Sie in Notfällen rund um die Uhr telefonisch erreichen.
Entrümpeln Sie außerdem Ihre Bude. "Verabschieden Sie sich von allen Rauch-Utensilien. Zigaretten und Aschenbecher gehören nicht mehr in Ihren Haushalt", rät Davis-Wagner. Stattdessen legen Sie Kurzhanteln und Wasserflaschen bereit. "Finden Sie Alternativen zu den bisherigen Rauchritualen. Überlegen Sie sich, was Sie für Ihr Wohlbefinden tun können, das Sie gleichzeitig vom Rauchen abhält", so die Psychologin. Zum Beispiel ein paar Bizeps-Curls machen, die Muskulatur dehnen oder mit dem Hund rausgehen. Auch Besuche in der Sauna oder im Kino (in diesen Fällen ohne Hund) sind geeignet, denn dort können Sie nicht rauchen.
