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Erkältung Bei Schnupfen besser nicht schnäuzen

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Ist die Nase erkältungsbedingt dicht, greift man automatisch zum Taschentuch. Doch das ist nicht ganz unproblematisch

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Schnupfen: Schnäuzen mit Infektionsgefahr
Beim Schnäuzen landen Bakterien in den Nebenhöhlen
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Sie haben sich mal wieder einen dicken Schnupfen eingefangen und Ihr Vorrat an Papiertaschentüchern geht langsam, aber sicher zur Neige? Na, Gott sei Dank. Denn aktuelle Studien an der University of Virginia (USA) und der Universität Århus (Dänemark) zeigen deutlich: Schnäuzen gefährdet Ihre Gesundheit.

Die Erklärung: Entzündlich-infizierter Schleim landet beim Schnäuzen nicht nur im Taschentuch, sondern wird durch einen Überdruck in der Nase auch in die Nebenhöhlen gepresst. Bei Untersuchungen im Computertomographen ermittelten die Forscher Druckwerte von bis zu 66 mm Hg. Das ist ausreichend, um pro Schnäuzer etwa einen Milliliter Schleim (einschließlich jeder Menge Schnupfen-Bakterien) in die Nasennebenhöhlen zu blasen. Bei durchschnittlich 45 Nasenreinigungen pro Schnupfentag kann da schon ganz ordentlich was zusammen kommen.

Die Folge: Das Risiko einer akuten eitrigen Nebenhöhlenentzündung (Sinuitis) steigt an. Symptome: Schmerz, Druckempfindlichkeit und die üblichen Grippe-Beschwerden (wie Fieber, Schüttelfrost). Wer weniger ins Taschentuch bläst, kommt meist ohne Komplikationen davon.

Die Alternative: Den Schleim einfach hochziehen, statt sich, wie bislang üblich, die Nase zu putzen. Denn dadurch entsteht ein echter Sog, der die Nasennebenhöhlen reinigt und so vor einer zusätzlichen Infektion bewahrt.

Außer in China, wo Körpergeräusche zum guten Ton gehören, sollten Sie die Bakterien jedoch eher dezent aus den Höhlen absaugen. "Hochziehen ohne die unfeinen Geräusche geht leider nicht", warnt die Baden-Badener Benimm-Expertin Elisabeth Bonneau. "Wenn man nicht allein ist, sollte man vorher lieber den Raum verlassen." Die Notlösung: Hochziehen hinter einem Taschentuch, als ganz normales Schnäuzen getarnt.

Die Lösung: Wenn sich der Schleim erstmal im Mundbereich befindet, können Sie ihn übrigens ohne Bedenken schlucken: Die Magensäure neutralisiert die infektiösen Anteile. Wem das zu unappetitlich ist, der muss warten, bis das Problem die Nase von selbst verlässt — zum Beispiel als Nieser, der nach einer Messung durch die Schleim-Forscher nur ein Zehntel des Schnäuz-Drucks erzeugt, also weitgehend ungefährlich ist.

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