- Kontrolle: Bevor ein 35- bis 50-Jähriger sportlich loslegt, sollte neben dem Herz-Kreislauf-System auch der Bewegungs- und Halteapparat untersucht werden. Andernfalls besteht die Gefahr, unbemerkt in eine Arthrose hineinzulaufen, weil alte Verletzungen nicht erkannt und behandelt wurden. Schonhaltungen können darüber hinaus die anderen, noch gesunden Gelenke schädigen.
- Mischung: Sport treiben ja, aber moderat und abwechslungsreich. Je höher und ausdauernder die Belastungen, desto mehr leiden die Scharniere. Es kommt auf den richtigen Sportartenmix an. Nur Joggen ist genauso gefährlich wie Fußballspielen. Empfehlenswert als Ausgleich sind Yoga, Tai-Chi oder Qigong, weil die Gelenke sanft in alle möglichen Richtungen bewegt, gedehnt und gestreckt werden.
- Ausrüstung: Nur Sportschuhe mit qualifizierten Dämpfungssystemen verwenden. Joggen jenseits der 90 Kilo schadet den Gelenken in jedem Fall. Kein Schuh federt diese Kräfte ab. Radfahren und Schwimmen sind dann sinnvoller und gesünder.
- Gelenk-Killer: Ballsportarten stehen ganz oben auf der Liste. Hohe Belastungsspitzen, dazu miese Hallenböden oder Hartplätze und übermotiviert angegangene Zweikämpfe verleiten dazu, über sich hinauszuwachsen. Das gefährdet die Stabilität vor allem in Sprunggelenk und Knie.
- Regeneration: Erholung muss sein. Nicht jeden Tag den gleichen Sport. Nur so kann der Körper regenerieren und Belastungen einzelner Gelenkgruppen abbauen.
- Krafttraining: Es muss alle Muskelgruppen einbeziehen. Falls nicht, fördert es muskuläre Dysbalancen – mit schädlichen Auswirkungen auf die Gelenke. Deshalb beim Training nicht nur auf die Silhouette der vorderen Muskelgruppen achten, auch den Rücken einbeziehen.
Vorsorge Sechs-Punkte-Programm für Ihre Gelenke
05.11.2008
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