Wer am Morgen einen Herzinfarkt erleidet, muss mit größeren Schäden rechnen als zu einer anderen Tageszeit, so eine Studie an der Universität Carlos III in Madrid. Die Studienverfasser hatten 800 Infarktpatienten auf ihre Herzmuskelschädigung abhängig vom Infarkt-Zeitpunkt untersucht. Sie nahmen dabei Enzyme zur Hilfe, die während eines Herzinfarktes freigesetzt werden: Eine hohe Anzahl dieser Enzyme im Blut stehe für viel abgestorbenes Herzmuskelgewebe, so Studienleiter Borja Ibanez.
Die meisten Schäden am Herzmuskelgewebe stellten die Forscher bei Patienten fest, die den Infarkt zwischen 6 Uhr morgens und mittags erlitten. Dabei lag der der Enzymspiegel gegenüber anderen Tageszeiten durchschnittlich um 21 Prozent höher und es starben 20 Prozent Herzmuskelgewebe mehr ab als bei denen, die den Infarkt nachmittags oder abends erlitten.
Ursache hierfür könnten Schwankungen im Biorhythmus sein, die beim Übergang der Schlaf- zur Wachperiode auftreten und dadurch das Herz-Kreislauf-System besonders belasten, vermutet Ibanez.












































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