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20.02.2008
, Autor:Karina Scholz
© MensHealth.de
Menschen, die schnell wütend werden, bleiben länger krank als andere. Denn während bei ruhigen Gemütern schon das Immunsystem auf Hochtouren arbeitet, müssen Choleriker erst ihren Stress abbauen. Dieses Ergebnis brachte eine Studie des Imperial College in London. Studienleiter Steve Bloom: "Unser Körper gibt bestimmten Sachen Vorrang. Wenn wir gestresst sind verarbeitet er den Stress zuerst und widmet sich dann erst der Selbstheilung."
Die rund 100 Patienten mussten vor der Studie einschätzen, wie gut Sie Wut und Ärger kontrollieren können. Anschließend verpassten ihnen die Mediziner Brandblasen am Arm und verfolgten den Heilprozess. Das Ergebnis: Die meisten Hitzköpfe brauchten teilweise vier Tage länger als ihre ausgeglichenen Kollegen, um sich von der Brandblase zu erholen. Die Mediziner ermittelten insgesamt eine vierfach höhere Wahrscheinlichkeit für diese Verzögerung.
Dabei spielte es im Test keine Rolle, ob die Studienteilnehmer ihre Gefühle sichtbar zum Ausdruck brachten oder sich nur still ärgerten. Entscheidend war die Fähigkeit, Gefühle zu kontrollieren. Bei den Menschen, die schnell in Rage geraten, stellten die Forscher einen erhöhten Gehalt des Stresshormons Cortisol fest. Das Forscherteam nimmt deshalb an, dass Cortisol den Selbstheilungsprozess des Körpers hemmt.
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