Der Botenstoff Oxytocin soll Männer zu empathischen, sensiblen Gefühlsmenschen machen. Offenbar bewirkt die Substanz, dass sich jemand in Andere besser hineinversetzen und mitfühlen kann, so eine Studie der Universität Bonn und dem Babraham-Institut Cambridge.
Oxytocin ist ein Hormon, das auch beim Orgasmus ausgeschüttet wird. Der Stoff löst im Menschen Gefühle wie Liebe und Vertrauen aus. "Unsere Studie zeigt zum ersten Mal, dass emotionales Einfühlungsvermögen durch Oxytocin moduliert wird", erklärt Studienleiter René Hurlemann von der Universität Bonn. Daher soll das Hormon möglicherweise bei Krankheiten wie Schizophrenie helfen, bei denen häufig auch die soziale Kontaktfähigkeit leide.
Die Forscher behandelten knapp 50 Männer mit einem Oxytocin-haltigen Nasenspray oder einem Placebo. Anschließend sollten die Freiwilligen ihr Mitgefühl anhand von emotional aufgeladenen Fotos von weinenden oder trauernden Menschen ausdrücken. Ergebnis: Die Oxytocin-Gruppe zeigte erheblich mehr Mitgefühl als die Placebo-Gruppe, so Hurlemann. Die hormonbehandelten Männer erreichten demnach Werte, wie sie sonst nur für Frauen typisch seien.












































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