Weniger Schmerzen und deutlich mehr Lebenszeit verspricht offenbar eine neuartige Therapie bei Prostatakrebs. Die Behandlung mit dem Stoff 188 Re-HEDP (radioaktives Rhenium) soll der Schlüssel zu mehr Lebensqualität sein, wie Forscher am Universitätsklinikum Bonn nun bekannt gegeben haben.
50 Prozent der Männer, die an Prostatakrebs leiden, entwickeln Metastasen in den Knochen, was mit enormen Schmerzen verbunden ist. Bislang waren Mediziner diesbezüglich eher machtlos. Die Patienten wurden zwar mit der sogenannten Radionuklidtherapie behandelt, allerdings brachte dies bislang keine nennenswerten Besserungen. Von dem neuen Radiopharmazeutikum 188 Re-HEDP hingegen versprechen sich die Wissenschaftler große Fortschritte.
Für ihre Studie teilten die Forscher rund 60 Patienten mit Prostatakrebs in drei Gruppen ein: Die erste Gruppe erhielt eine einmalige Behandlung mit dem Stoff 188 Re-HEDP, die zweite Gruppe zwei und die dritte Gruppe drei und mehr Therapien mit dem gleichen Präparat. Das Egebnis: Die Patienten der ersten Gruppe lebten zirka 4,5 Monate länger, die Probanden der zweiten und dritten Gruppe gewannen jeweils 10 und 15,7 Monate hinzu. Zudem verringerte sich bei mehr als 90 Prozent der Studienteilnehmern der Schmerzpegel.
Der Vorteil des radioaktiven Rheniums gegenüber bisherigen Stoffen: Es lagert sich beinahe ausschließlich in den Knochenmetastasen ein, ohne den restlichen Körper all zu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen. Zudem hat der Stoff eine relativ geringe Halbwertzeit und kann somit schnell wieder vom Körper ausgeschieden werden.












































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