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Woche 1: Ab heute keine Zigarette mehr!

19.06.2009 , Autor:Christopher Ost
© MensHealth.de

Statt Rauchen einfach Sport zu treiben ist ein guter Rat. Einfach drauflos zu trainieren ist jedoch nicht ohne
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Rauchfrei:
Endlich Schluss mit dem Mist! Es wurde aber auch langsam Zeit © Britta Heinemann
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Tag 1

Gegen 19:45 drücke ich meine letzte Zigarette aus. Ich entscheide mich gleich darauf Sport zu treiben – blöde Idee. Mit der Runner’s World Kollegin Britta trabe ich eine Strecke von 4 Kilometern. Sie sagt, das sei die kurze Runde. Für mich erscheint sie eher lang.

Dann auch noch böiger, norddeutscher Wind und erst der kurze Zwischensprint, bei dem mich Britta gnadenlos abhängt und ich heftig nach Luft schnappen muss. Erstmal 100 Meter gehen, dann wieder locker weiterjoggen, immer heftig schnaufend.

Der Körper hält die Belastung einfach nicht aus, ist schon ziemlich zermürbt. Das muss besser werden!

Trotzdem hat der Lauf mein Gemüt beruhigt, rauchen will ich nach DER Anstrengung garantiert nicht.

Tag 2

Aufgewacht und trotz des Verzichts auf weitere Zigaretten am Vorabend, erstmal ordentlich Schleim oben am Gaumen. Rechte Nasenhöhle und der Rachen fühlen sich an, als hätte ich spontan eine Erkältung bekommen.

In der Redaktion zwei Brötchenhälften und Kaffee – tut gut, danach wäre eine Zigarette nicht schlecht. Zumal Praktikantin Patricia sich eine anstecken möchte, obwohl sie gerade noch erzählt hat, dass sie aufgehört hätte – ist anscheinend schon etwas her. Jedenfalls nimmt sie Rücksicht und setzt sich etwas weiter weg.

Ich erkläre, ich rede mir jetzt nicht mehr ein, wie toll und gesund es ist, nicht zu rauchen. Sondern ich sage mir immer: es bringt mir nichts. Und wenn ich an die letzten Male rauchen so denke, kann ich das bestätigen: So richtig gebracht es mir nichts, keine wirkliche Entspannung, keine bessere Konzentration.

Sogar jetzt beim Tippen merke ich, dass es besser geht, als hätte ich heute schon die eine oder andere Zigarette geraucht. Einbildung? Husten bleibt noch ein wenig. Rauchersatz für heute: Wrigley’s Extra Professional.

Nach dem Mittagessen habe ich eine Müdigkeitsattacke. Vielleicht würde es durch rauchen besser werden. Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass es mir danach besser gehen soll. Konzentration nach oben, Müdigkeit weg – durch eine Kippe? Glaube ich nicht.

Trotzdem stelle ich mir vor, wie der Rauch einer Filterzigarette meinen Hals hinab und in die Lunge wehen würde. Dabei wäre es ein wenig kratzig und ich würde spüren, wie sich wieder mehr Schleim in meinen Atemwegen ansammelt.

Tag 3

Heute fahren mein Onkel Theo und ich auf den Motorrädern über Landstraße nach Berlin. Mein kleiner Bruder Basti hat Geburtstag und wir wollen ihn überraschen. In Potsdam halten wir unter einer Brücke, weil es wie aus Kübeln gießt.

Jetzt ist genau die richtige Situation, die man mit einer Zigarette super bereichern kann: nämlich die Zeit, die man auf einen Regenstopp wartet, mit Rauchen zu überbrücken.

Abends bei Basti sind auch Leute, die rauchen. Ich werde sogar gefragt, ob ich denn nicht mehr rauchen würde. Ich sage: Doch! und möchte mir eine schnorren. Doch Theo hält mich davon ab, da ich ja aufhören will. Ich erkläre ihm, dass das alles zu meinem Aufhören gehört und ich auch ruhig schwachwerden darf. Nach der Rüge rauche ich trotzdem keine, die Suchtattacke ist vorbei. Puh!

Tag 4

Ich wache auf und kann mich nicht recht daran erinnnern, ob ich nun geraucht habe oder nicht. Mir wird bestätigt, ich hätte nicht geraucht – was ein Glück.

Nach dem Frühstück mit meinem Bruder und seiner Freundin, muss ich mich hinlegen, um noch eine halbe Stunde zu schlafen. Wahrscheinlich kriege ich doch eine blöde Erkältung. Ich überlege, ob das etwas mit meinem Rauchstopp zu tun haben könnte.

Wir fahren zurück nach Hamburg. Bei einer Pause mit Currywurst und Bratkartoffeln habe ich nicht das Gefühl, rauchen zu müssen – ich bin irritiert.

Tag 5

Heute ist wieder arbeiten angesagt. Meine Lunge hustet, meine Nase schnoddert, ätzend. Hätte ich bloß nicht mit dem Rauchen aufgehört, dann würde es mir jetzt vielleicht besser gehen. Der Kaffee von Becking (die Kaffee-Rösterei bei uns im Redaktionsgebäude) tröstet mich und zum Glück habe ich ausreichend Zahnpflege-Kaugummis dabei zur oralen Ersatzbefriedigung.

16:16 Uhr: Die Scheiß-Kaugummis kann man nicht zusammen mit Kaffee trinken! Ich bestelle stattdessen eine Fritz-Kola, die eigentlich nur für die Mitarbeiter von Becking gedacht ist, sie kostet rekordverdächtige 1 Euro, wenn ich die Flasche gleich wiederbringe. Mann, würde ich jetzt gerne rauchen! Obwohl ich Selbstdreher bin/war, würde ich jetzt auch eine Industrie-Kippe leidenschaftlich bis zum Anschlag rauchen. Heute ist echt ein schwerer Tag.

Abends dann der Absturz: Der Verkehr ist dicht ohne Ende und auf der Cuxhavener Straße Richtung Westen könnte die Hälfte der Autofahrer locker im Zirkus auftreten, so bühnenreif ist deren Fahrverhalten. Zwei Autos, zwei Spuren, einen Meter versetzt und mit konstant gleichem Tempo, als gäbe es kein morgen. Aaargh!

Oh ja, das ist sie, meine erste richtige Aggression wegen des Rauchstopps. Ich merke, wie unglaublich genervt ich bin und aber niemand in meinem Umfeld wirklich Schuld hat – ich kann niemanden mit Recht anpöbeln! Es ist furchtbar, eine Zigarette und mein Problem wäre gelöst.

Tag 6

Eigentlich ein ruhiger Tag heute. Mal hier und mal da Lust auf eine Zigarette gehabt, aber nie so richtig doll. Nach dem Essen beim Asia-Mann war das Verlangen etwas größer, aber ein Wrigley’s hat das Problem behoben.

Tag 7

Heute morgen eine Scheibe Toast mit Käse gegessen, Kaffee und Saft getrunken. Ich war spät dran und habe mir überlegt, wie blöd das jetzt wäre, müsste ich noch eine Zigarette rauchen, bevor ich losfahre. Es ist wirklich toll, seinen Zeitplan nicht mehr nach der Kippe auszurichten: Kann ich noch schnell eine rauchen? Gibt es einen Raucherbereich? Habe ich noch genügend Tabak? Oh Mist, gleich gehen meine Blättchen aus!

Wirklich sehr angenehm. Ich habe mir einen Sack Bio-Möhren gekauft und nutze sie als gesunden Ersatz für meine Sucht. Wenn ich das durchhalte, habe ich durch das viele Möhrenkauen bald die besten Zähne und den Körper mit Vitaminen geflutet. Ich werde ätzend gesund sein!

Nach dem Mittagessen bin ich fast gestorben. Ich wollte so gerne eine rauchen, ich habe gemerkt wie ich bereits tiefer einatmen kann und dabei das leichte Rasseln oder auch nur den leichten Belag auf der Lunge vermisse.

Ein Kaugummi nach dem anderen. Das ganze ist mir nicht unbekannt: Die erste Woche geht gut, die Motivation ist hoch. Aber schon nach 7 Tagen verlässt einen ein wenig der Mut und man fragt: Was soll der ganze Scheiß? Für ein gesünderes, längeres Leben? Ich will rauchen, verdammt noch eins!

Am Samstag bin ich bei einem guten Freund, der auch mal versuchte aufzuhören und es dann gelassen hat, zum Geburtstag eingeladen. Was für eine Herausforderung! Viele fremde Leute, Party und kein Rauchen. Das ganze findet in einer Kneipe statt, was mich freut, da davon auszugehen ist, dass man dort nicht rauchen darf, sondern dafür vor die Tür gehen muss. Wenn ich diesen abend überleben sollte – ich meine jetzt so gänzlich ohne Zigarette – werde ich ein ordentliches Stück größer sein.

Kurz bevor Becking zumacht (um 17 Uhr) noch schnell einen doppelten Espresso temperamento eingepfiffen, ohne Zigarette natürlich. Der Schmacht geht gerade so.

Abends zu Hause bei einem Bier geht erneut die Katastrophe los, denn ich brauche eine Zigarette. Der Tabak liegt auf meinem Tisch und ich bin kurz davor mir einfach eine zu drehen und diese dann genussvoll auf der Terasse zu rauchen. Ich habe richtig Schmacht und es ist mir gerade furzegal wieviel länger ich wohl ohne Zigaretten leben mag, wenn das Leben ohne die Glimmstengel so qualvoll ist.


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