Zahnfehlstellungen Chaos im Kiefer
01.08.2007
, Autor:Angela Neumann
© MensHealth.de
Zu viele Zähne
Zu viele Zähne sind gewachsen. Sie kämpfen um den Platz im Kiefer. Der Kieferorthopäde würde hier zunächst Zähne ziehen und dann eine Zahnspange verschreiben.
Zu kleiner Kiefer
Fernröntgenseitenaufnahme des Schädels: Ober- und Unterkiefer sind zu klein. Die Zähne wachsen ober- oder unterhalb des eigentlichen Ortes. Dadurch kann der Mund nicht richtig geschlossen werden. Bei solchen Extremfällen müssen Kieferorthopäde und Kieferchirurg ans Werk. Beide sollten sich gut absprechen. Die Chance, dass die Kasse in einem solchen Fall zahlt, ist groß.
Zahn kann nicht durchbrechen
Weil zu wenig Platz im Oberkiefer ist, kann ein Eckzahn nicht durchbrechen. Es muss ein bleibender Zahn – meistens ein kleiner Backenzahn – entfernt (extrahiert) werden, damit der Eckzahn einen Platz bekommt.
Gekippte Zähne
Hier ist der Unterkiefer zu klein. Die hinteren Zähne drücken die vorderen aus dem Kiefer. Dadurch kippen diese nach vorne. Weil der Druck nicht gleichmäßig ist, ensteht eine Asymmetrie. Der Kieferorthopäde kann auch hier Zähne ziehen, damit mehr Platz im Kiefer ist.
Kippende Weisheitszähne
Das 3D-Röntgenbild zeigt einen durchbrechenden Weisheitszahn (ganz links), der keinen Platz im Kiefer hat. Er kippt und drückt den benachbarten Backenzahn in den Kiefer. Dieser wird höchstwahrscheinlich durch den Weisheitszahn verletzt. Der Kieferorthopäde oder Kieferchirurg würde den Weisheitszahn entfernen und eventuelle Schäden des Nachbarzahnes beheben. Außerdem auf dem Bild zu sehen: der Unterkieferkanal mit dem Nerv, der zu den Unterkieferzähnen führt.
Feste Zahnspange
Das Bild zeigt ein Zahnmodell mit festsitzender Zahnspange. Auf den Zähnen werden kleine Metallplättchen – so genannte Brackets – angeklebt, die über Drähte miteinander verbunden sind. Es entsteht ein Druck auf den Drähten, der die Zähne zusammnen- oder auseinanderschiebt.
Lingualbrackets
Zahnmodell mit so genannten Lingualbrackets. "Lingual" bedeutet hier "zur Zunge hin". Die kleinen Metallplättchen werden von innen an die Zähne geklebt und sind damit von außen so gut wie unsichtbar.
Lingualbrackets
Aufsicht auf ein Zahnmodell mit Lingualbrackets.
Feste Zahnspange
Zahnmodell mit festsitzender Zahnspange. Die Brackets sind aus Kunststoff und damit unscheinbarer als Metallbrackets.
Was hier so unangenehm aussieht, ist meist gar nicht schmerzhaft. Um den Abstand der Zähne zu vergrößern, werden die Knochen mit einem kieferorthopädischen Implantat gespreizt. Zu den Implantaten gehört auch die hier dargestellte kieferorthopädische Schraube. Die kleine OP findet immer mit Betäubung statt und dauert meist nur ein paar Minuten.











































Abgewöhnen: Chaos im Kiefer