Frauen zuerst – gilt nicht nur auf sinkenden Schiffen, sondern auch bei der Krebsvorsorge in Deutschland: Während die Krankenkassen Frauen ab 20 eine jährliche Vorsorgeuntersuchung zahlen, dürfen wir Männer erst vom 45. Geburtstag an zur Krebsprävention.
Und das, obwohl gerade Männer unter 40 besonders betroffen sind von einer Tumor-Erkrankung, die in den letzten Jahren stark zugenommen hat: Hodenkrebs. Unter jungen Männern zwischen 20 und 40 ist das die häufigste Tumor-Neuerkrankung, etwa 7 von 100 000 sind jedes Jahr betroffen. Die Patienten sind im Durchschnitt nur 28 Jahre alt!
Die gute Nachricht: "Die Heilungschancen haben sich in den letzten 30 Jahren extrem verbessert", sagt der Hannoveraner Urologe Professor Markus Kuczyk im Men’s-Health-Report im März-'09-Heft ab Seite 82. "Wird ein solcher Tumor im ersten Stadium erkannt, liegt die Heilungsquote bei 98 Prozent."
Entscheidend ist also, den Krebs möglichst früh zu erkennen. Das scheint jedoch niemanden groß zu interessieren. Die Kassen sparen sich die Kosten für Präventionsmaßnahmen in der Hauptrisikogruppe, das Bundesgesundheitsministerium verweist mangels eigener Initiativen auf die medizinischen Fachgesellschaften, und die Deutsche Krebshilfe startet lieber ein Onlineportal zu den Gefahren durch Solarien und die nicht unumstrittene Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs: "Mädchen checken das."
Da bleibt uns nur, die Sache selbst in die Hand zu nehmen – und das ist auch wörtlich gemeint: Wie die Krebsvorsorge unter der Dusche genau abläuft, erklären wir Ihnen im März-Heft auf Seite 88. Sofort zupacken, Männer!

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