Men’s Health: Was werden Sie dagegen unternehmen?
Bündnis 90/Die Grünen: Wir Grünen setzen uns seit Jahren für die Prävention und die Gesundheitsförderung ein. Mit einem Präventionsgesetz wollen wir gute, wirksame, sozialen Schichten angemessene, geschlechtsspezifische Projekte fördern, bei denen vor Ort vernetzt zusammengearbeitet wird. Dabei sind Bewegung und Ernährung zwei Aspekte, die uns besonders am Herzen liegen. Am wirkungsvollsten lassen sie sich in vernetzten Angeboten umsetzen. Ein guter Ansatzpunkt ist z.B. die Schule. Diese sollte sich als Ganzes ändern: veränderte Pausenangebote, eine Unterrichtsgestaltung, die viele Sinne anspricht, mehr Partizipation der Schülerinnen und Schüler oder eine gesunde Schulverpflegung sind wichtige Bausteine dabei.
Men’s Health: Im ersten Anlauf ist die so genannte „Ampel“-Kennzeichnung für den Nährwertgehalt von Lebensmitteln am Druck der Industrie gescheitert. Was werden Sie unternehmen um diese vernünftige und verbraucherfreundliche Idee Wirklichkeit werden zu lassen?
Bündnis 90/Die Grünen: Die breite Mehrheit der VerbraucherInnen will eine „Ampel“-Kennzeichnung für Lebensmittel, damit endlich ohne Lupe, Taschenrechner und Lehrbuch zu erkennen ist, wie viel Fett, Zucker oder Salz sich in Pizza Speciale und Cheeseburger versteckt. Dagegen wehrt sich die Ernährungsindustrie - unterstützt von der schwarz-roten Bundesregierung und der FDP - mit irreführenden Kennzeichnungssystemen und diffamiert die „Ampel“ als „Bevormundung“. Die Ampel-Gegner haben nun die Brüsseler Keule gezogen und eine EU-Verordnung vorgelegt, die nationalen Regierungen untersagen will, die „Ampel“-Kennzeichnung einzuführen. Das werden wir so nicht hinnehmen und weiter für die Ampel kämpfen.












































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