Men’s Health: Wenn Ihre Partei in der nächsten Legislaturperiode an der Regierung beteiligt ist, wird es unter Ihnen endlich auch einen Männergesundheitsbericht geben? Was werden Sie für eine gleichberechtigte Krebsvorsorge für Männer tun?
Die Linke: Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für die gesellschaftliche Teilhabe und Selbstbestimmung jedes Einzelnen. Männer sind anders krank als Frauen. Wir brauchen daher für eine geschlechtsspezifische Medizin mehr Erkenntnisse über die Gesundheitsprobleme und -ressourcen von Männern und Frauen.
Die Linke fordert daher eine Versorgungsforschung, die durch die Bundesregierung stärker gefördert wird und insbesondere auch unter geschlechter- und altersspezifischen Aspekten ausgerichtet sein muss (siehe Antrag „Für eine solidarische Gesundheits- und Pflegeabsicherung“, Bundestagsdrucksache 16/12846 vom 5. Mai 2009).
Zudem setzten wir uns dafür ein, dass Gesundheitsförderung und Prävention gestärkt und ausgebaut werden. Gesundheitsförderung und Prävention sollen insbesondere dazu beitragen, die sozial-, geschlechts- und migrationsbedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen zu verringern. Denn es ist bekannt, dass die soziale Lage einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit hat: Wer arm ist, wird häufiger krank und stirbt früher. Eine Trendwende ist unter den gegebenen Bedingungen nicht zu erwarten – ganz im Gegenteil! Die Schere zwischen Arm und Reich geht sogar zunehmend auseinander mit der Folge, dass die sozial bedingte Ungleichheit der Gesundheitschancen weiter ansteigt.
Die Linke fordert die Bundesregierung daher auf, eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik zu entwickeln sowie ein Präventionsgesetz zu verabschieden. Gesundheitsförderung und Prävention sollen als gesamtgesellschaftliche Aufgaben anerkannt und dementsprechend ausgestaltet werden. Die Strategie des Gender Mainstreamings soll verbindlich in der Gesundheitsförderung und Prävention verankert werden. Inwieweit die sozial-, geschlechts- und migrationsbedingte Ungleichheit verringert werden konnte, soll alle vier Jahr in einem Präventionsbericht dargelegt werden.












































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