Jetzt am Kiosk
E-Mag

Reise Know-howInsektenschutz und Impfungen auf Reisen

14.05.2012 , Autor:Caroline Jessen
© MensHealth.de

Zecken, Wanzen und fiese Mücken drohen Ihnen den Urlaub zu vermiesen? Hier bekommen Sie Hilfe beim Umgang mit den tropischen Plagegeistern
Insekten weltweit
1 / 12 | Vor allem in tropischen Gebieten können Insekten gefährliche Krankheiten übertragen - © Shutterstock

Reise und Gesundheit Insektenschutz und Impfungen auf Reisen

Es zieht Sie in die Ferne? Mit diesen Informationen kommen Sie stichfrei wieder nach Hause


Die oben gezeigte Weltkarte gibt eine grobe Übersicht über die Wohnräume der wichtigsten Insektenarten – vor allem in tropischen und subtropischen Regionen. Jede Farbe steht für ein Insekt, das auf den folgenden Seiten genauer beschrieben wird. Experte Dr. Andreas Krüger, Tropenmediziner am Bundeswehrkrankenhaus und am Bernhard-Nocht-Institut Hamburg, gibt Tipps im Umgang mit den tropischen Plagegeistern.

Bitte beachten! Diese Tipps liefern allgemeine Informationen und ersetzen nicht die individuelle reisemedizinische Beratung.

Weitere Informationen finden Sie unter den Seiten der Weltgesundheitsorganisation WHO, des auswärtigenen Amtes sowie auf Seiten der tropen- und reisemedizinischen Zentren Deutschlands wie zum Beispiel des Bernard-Nocht-Instituts. Auf der Seite des reisemedizinischen Infodienstes finden Sie außerdem eine Übersicht über die Krankheiten, die im Folgenden erwähnt werden.

Gels mit Repellents halten die Blutsauger auf Abstand
2 / 12 | Wirkstoffe wie DEET und Icaridin sorgen dafür, dass Sie unattraktiv für Insekten werden - © Shutterstock

Reise und Gesundheit Basisschutz vor tropischen Insekten

Was kann man tun, damit man insbesondere in den wärmeren Regionen nicht zur Zielscheibe von Mücken, Zecken und Flöhen wird?


Sie können schon zu Hause anfangen sich zu schützen. Lassen Sie sich impfen. Auf den folgenden Seiten werden Sie über die wichtigsten Insekten, ihre übertragbaren Krankheiten und deren Impfungen informiert. Wenn Sie in ein tropisches Land reisen, sollten Sie sich außerdem gegen allgemeine Reisekrankheiten wie zum Beispiel Hepatitis A (Leberentzündung, die durch fäkal verunreinigte Lebensmittel entsteht) impfen lassen. Welche Impfungen tatsächlich ratsam sind, klären Sie am besten bei einer reisemedizinischen Beratung mit Ihrem Arzt ab.

So schützen Sie sich:

Körper

  • Schützen Sie ihre Haut mit Sprays, Gels oder Cremes. Diese enthalten in der Regel die Abwehrstoffe DEET oder Icaridin. Zusätzlich rät der Experte zu luftiger, heller, langärmeliger Kleidung und geschlossenen Schuhen
  • Sie sollten sich wegen des Schweißgeruchs regelmäßig abduschen und auf Parfüm und andere Kosmetika verzichten, so Dr. Andreas Krüger

Umgebung

  • Bevorzugen Sie Unterkünfte mit Aircondition, denn Mücken, Flöhe und Zecken meiden kühle Räume. Die Fenster sollten sich gut schließen lassen oder mit einem Mückengitter ausgestattet sein
  • Versprühen Sie Insektenspray innerhalb der Räume
  • "Moskitonetze sind in den Tropen ein Muss", so Dr. Krüger. Wichtig! Die Maschengröße sollte nicht über 1,2 x 1,2 Millimeter oder 180 bis 200 Maschen/m² liegen. Kunststoffnetze eignen sich besser als ihre Kollegen aus Baumwolle. Sie sind leichter und saugen nicht so viel Feuchtigkeit auf. Befestigen Sie das Netz so, dass die Insekten nicht unter dem Netz hindurch krabbeln können. Schlagen sie das Netz entweder unter der Matratze ein oder lassen Sie es mindestens bis zum Boden hängen (Netze mit Endstreifen). Imprägnieren Sie das Moskitonetz, so werden Sie nicht von darauf haftenden Tierchen gepikst
  • Räucherspiralen oder verschiedenste Verdampfer zum Beispiel mit Pyrethroid (synthetisches Insektizid) halten die Stechinsekten auf Abstand. Räucherspiralen sind langsam verglühende Räucherstäbe in Spiralform, die ätherische Öle oder Insektizide beinhalten

Im Notfall

  • Falls Sie gestochen wurden und keine Überempfindlichkeit (Insektenstichallergie) bekannt ist, sollten Sie den Stich kühlen, sauber halten und möglichst nicht aufkratzen. Auch alte Hausmittel wie Zwiebelringe können Linderung verschaffen. Außerdem sollten Sie den Stich von einem Arzt untersuchen lassen, rät der Experte
Die Anopheles-Mücke ist weltweit verbreitet
3 / 12 | Die Anopheles-Mücke kann Malaria übertragen - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Anopheles-Mücke

Krankheiten: Malaria und Filariosen


Verbreitung: Die Anopheles-Mücke ist in großen Teilen Afrikas, im südlichen und südöstlichen Asien, im Norden Südamerikas sowie in Teilen Mittelamerikas zu Hause

Aktivität: Dämmerung und Nacht

Symptome: Der Stich ist normalerweise nicht schmerzhaft, dafür juckt er umso mehr. Reaktionen im Bereich der Einstichstelle treten eher selten auf.

Schutz: Zur Malariavorbeugung helfen neben dem Basisschutz spezielle Malariamedikamente.

Einnahme der Medikamente:

  • wöchentlich einzunehmende Medikamente mindestens 7 Tage vor Einreise
  • bei Medikamentenunverträglichkeit 2 bis 3 Wochen vor Einreise
  • täglich einzunehmende Präparate 1 Tag vor Abreise

Diese Angaben gelten allerdings nicht für Langzeitaufenthalte. Nähere Infos finden Sie auf der Seite des auswärtigen Amts.

Die Aedes-Mücke ist bei Tag und bei Nacht aktiv
4 / 12 | Die Aedes-Mücke überträgt unter anderem gefährliches Fieber - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Aedes-Mücke

Krankheiten: Dengue, Gelbfieber, Filariosen, Chikungunya, Ross-River-Fieber, Rift-Valley-Fieber


Verbreitung: Südliches Europa, Südostasien, Mittelamerika, Südafrika und Westpazifik

Symptome: Der Stich ist nahezu schmerzfrei. Im Anschluss besteht oft Juckreiz und selten Reaktionen im Bereich der Einstichstelle

Aktivität: Tag und Nacht

Schutz: Dr. Krüger empfiehlt einen Gelbfieberschutz für Mittelafrika und Südamerika. Erst nach 10 Tagen besteht ein wirksamer Impfschutz. Der hält dafür die nächsten 10 Jahre an

Die Culex-Mücke ist weniger aktiv bei Tageslicht
5 / 12 | Die Culex-Mücke überträgt beispielsweise das West-Nil-Fieber - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Culex-Mücke

Krankheiten: Japanische Enzephalitis, St. Louis-Enzephalitis, Filariosen, Chikungunya, Ross-River-Fieber, Rift-Valley-Fieber , West-Nil-Fieber (Kunjin-Virus)


Verbreitung: Die Culex-Mücke ist weltweit verbreitet

Symptome: Wie auch bei der Anopheles- und der Aedes-Mücke merkt man den Stich kaum und im Anschluss bestehen oft Juckreiz und selten Reaktionen im Bereich der Einstichstelle

Aktivität: Dämmerung und Nacht

Schutz: In zahlreichen Ländern Südostasiens gibt es ein Infektionsrisiko für japanische Enzephalitis. "Anders als der Name dieser Erkrankung es vermuten lässt, gibt es kaum Krankheitsfälle in Japan", so der Experte. Gegen japanische Enzephalitis können Sie sich impfen lassen. Ob eine Impfung sinnvoll ist, hängt davon ab wie Sie reisen (Backpacking, Hotel, Kurztrip, Langzeitaufenthalt, ...)

Die Gnitze und die Anopheles-Mücke übertragen die gleiche Krankheit
6 / 12 | Die Gnitze überträgt wie auch die Anopheles-Mücke Filariosen - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Gnitze

Krankheiten: Filariosen


Verbreitung: Gnitzen bewohnen die ganze Welt. Man findet sie vor allem in Sumpfgebieten

Symptome: Der Stich dieser Stechmücke ist schmerzhaft und verursacht ein unangenehmes Brennen, starken Juckreiz und eine Quaddelbildung

Aktivität: Tag und Nacht

Schutz: Gegen Filariosen gibt es bisher keinen Impfschutz für den Menschen. Sie können Gnitzen aber mit dem anfangs vorgestelltem Basisschutz vorbeugen

Die Bremse wohnt in der Nachbarschaft
7 / 12 | In Zentral- und Westafrika können Bremsen Loasis übertragen - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Bremse

Krankheiten: Loasis


Verbreitung: Bremsen gibt es weltweit

Symptome: Der Stich der Bremse ist schmerzhaft und führt zu Schwellungen

Aktivität: Tag

Schutz: Es gibt zwar keinen Impfstoff, aber auch bei Bremsen wirkt der Basisschutz. Sie sollten vor allem bei Bremsen auf feste und dichte Kleidung achten, da sie durch die Kleidung hindurch stechen können

Die Tsetse-Fliege lebt nur in Afrika
8 / 12 | Die Tsetse-Flieger kommt ausschließlich in Afrika vor - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Tsetse-Fliege

Afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit)


Verbreitung: Die Tsetse-Fliege trifft man im Regelfall nur im tropischen Afrika an

Symptome: Wie bei der Bremse ist der Stich schmerzhaft und es kommt zu Schwellungen

Aktivität: Tag und Nacht

Schutz: Halten Sie sich an den Basisschutz. Ein Impfschutzmittel gegen die afrikanische Schlafkrankheit gibt es bisher nicht

Die Zecke-meist bekannt von den Haustieren
9 / 12 | Zecken fallen oder fliegen nicht – sie klettern an uns hoch - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Zecke

Krankheiten: FSME (Früh-Sommer-Meningo-Enzephalitis), Lyme Borreliose, Krim-Kongo-Fieber, Q-Fieber


Verbreitung: Zecken leben wie auch Gnitzen, Bremsen und die Culex-Mücke auf der ganzen Welt

Symptome: Der Stich ist kaum spürbar. Es bestehen jedoch ein leichter Juckreiz und eine Entzündung an der Einstichstelle

Aktivität: Tag und Nacht

Schutz: Gegen FSME können Sie sich impfen lassen. Kümmern Sie sich rechtzeitig darum! Die Schutzwirkung (80 Prozent) tritt erst einige Tage nach der 2. Dosis ein. Zwischen der 1. und 2. Dosis müssen 1 bis 3 Monate Abstand liegen. Die Impfung ist unterteilt in 3 Abschnitte.

Als Schutz eignen sich zudem feste Kleidung und vor allem Schuhwerk, da Zecken nicht auf uns runter fallen, sondern an uns hinauf klettern

Die Raubwanze gibt`s nur in Amerika
10 / 12 | Der Erreger befindet sich im Kot der Raubwanze. Deshalb sollten Sie auf eine saubere Unterkunft achten - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Raubwanze

Krankheiten: Amerikanische Trypanosomiasis (Chagas-Krankheit)


Verbreitung: Die Raubwanze lebt vor allem in Mexiko, Mittel- und Südamerika

Symptome: Die Raubwanze verursacht einen schmerzhaften Biss und eine Schwellung an der Einstichstelle

Aktivität: Nacht

Schutz: Sie können sich vor Raubwanzen durch gute hygienische Bedingungen schützen. Der Erreger kann durch den Kot der Wanze, durch die Schleimhäute oder kleine Hautwunden in den Körper eindringen

Der Floh befällt nicht nur Hunde
11 / 12 | Als Schutz vor Flöhen sollte man den Kontakt zu Ratten meiden - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Floh

Krankheiten: Pest, Typhus murinus, Tungiasis


Verbreitung: Der Floh lebt dort, wo er einen Wirt findet, also auf der ganzen Welt. Über 80 Prozent der Pestfälle, die größtenteils über den Rattenfloh übertragen werden, stammen aus Afrika. Die Tungiasis übertragenden Flöhe, kommen in den tropischen Bereichen Zentral- und Südamerikas, Asiens und Afrikas vor

Symptome: Der Biss eines Flohs ist leicht schmerzhaft. Es kommt zu einer Schwellung und zum Juckreiz

Aktivität: Tag und Nacht

Schutz: Sie sollten sich gegen Typhus impfen lassen, wenn Sie in tropische und subtropische Gebiete mit schlechten hygienischen Bedingungen reisen. Vor allem, wenn vorbestehende chronische Darmerkrankungen vorliegen. Dies ist in bestimmten Regionen Indiens oder Afrikas der Fall. Der Impfschutz beginnt nach 10 Tagen. Mückenschutzmittel eignen sich in der Regel auch bei Flöhen. Wie auch bei den Zecken ist festes Schuhwerk sehr wichtig

Gesund im Urlaub
12 / 12 | Mit diesem Reise Know-how kommen sie fit und gesund aus ihrem Urlaub zurück - © Shutterstock

Tropische Plagegeister Tropische Reisekrankheiten von A bis Z

Hier finden Sie Informationen über die tropischen Reisekrankheiten, die durch die genannten Stechinsekten übertragen werden können


Afrikanische Trypanosomiasis (Schlafkrankheit)
Erreger
: Parasit (Trypanosoma bruce gambiense, T. b. rhodesiense)
Inkubationszeit
: 3 bis 20 Tage (Ostafrikanische Schlafkrankheit), 14 bis 21 Tage(Westafrikanische Schlafkrankheit)
Symptome/ Verlauf
: schmerzhafte Schwellung, Vergrößerung der örtlichen Lymphknoten, häufig Fieber. Später kommt es zur generalisierten Lymphdrüsenschwellung. Je nach Erreger verläuft die Krankheit auf unterschiedliche Art weiter. Bei der ostafrikanischen Trypanosomiasis wird oft das Herz mitbetroffen, bei der westafrikanischen steht die chronische Hirnentzündung mit Persönlichkeitsveränderungen, Verwirrtheitszuständen, Kräfteverfall und Todesfolge im Vordergrund

Amerikanische Trypanosomiasis (Chagas-Krankheit)
Erreger: Parasit (Trypanosoma cruzi)
Inkubationszeit: 20 bis 30 Jahre (chronische Form)
Symptome/Verlauf: Im akuten Stadium kommt es zur Schwellung an der Einstichstelle (Chagom) und zu Fieber. Das chronische Stadium führt zur Vergrößerung der inneren Organe, des Magen-Darm-Traktes und einer chronischen Herzmuskelentzündung, durch die sich das Herz enorm vergrößern kann. Eine häufige Todesursache der Chagas-Krankheit sind Herzrhythmusstörungen

Chikungunya
Erreger: Virus
Inkubationszeit: 2 bis 3 Tage
Symptome/Verlauf: plötzlich hohes Fieber mit Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, und vor allem sehr starken Gelenk- und Muskelschmerzen (Chikungunya heißt in Tansania "sich zusammenkrümmen"). Im Regelfall tritt eine Besserung für 2 bis 3 Tage auf, wonach das Fieber in einem Teil der Fälle erneut ansteigen kann und zusätzlich eine Hautrötung auftreten kann. Die Gelenkbeschwerden halten oft monatelang an

Dengue-Fieber (Siebentagefieber)
Erreger
: Dengue- und verwandte Viren
Inkubationszeit
: 2 bis 10 Tage
Symptome/Verlauf
: Druckschmerz hinter dem Auge (Hauptsymptom), hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen, eventuelle Hautrötung. Die akuten Symptome klingen nach etwa einer Woche ab, die allgemeine Abgeschlagenheit kann länger andauern. Vorsicht bei einer Zweitinfektion. Diese kann zu einem schweren Verlauf mit Blutungsneigung oder Schocksymptomen führen

Filariose, Filariasis
Erreger
:Filarien (kleine Randwürmer)
Sie wird unterschieden in die lymphatische oder subkutaneFilariose. Bei der subkutanen Filariose lebt mindestens ein Entwicklungsstadium der Parasiten in oder unter der Haut.
Symptome/Verlauf: leichte Infektionen bleiben oft symptomlos, bei starkem Befall kommt es zu Entzündungen und Stauungen der Lymphbahnen, die letztlich ganz verstopfen und zu unförmigen Verdickungen der betroffenen Körperteile (meist Beine oder Arme) führen (Elephantiasis)

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
Erreger
: Virus
Inkubationszeit
: 1 bis 2 Wochen
Symptome/Verlauf: grippales Krankheitsbild. In einigen Fällen folgt nach kurzer, beschwerdefreier Zeit eine Hirnhaut- oder Gehirnentzündung (Meningitis, Enzephalitis), die mit starken Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Verwirrtheit und möglicherweise Koma einhergehen

Lyme-Borreliose
Erreger
: Bakterien (Borrelien
Inkubationszeit
 sehr variabel
Symptome/Verlauf
: Der Krankheitsverlauf kann sich sehr unterschiedlich gestalten. Es wird nach drei Entwicklungsstufen untergliedert:

  1. Stadium: grippale Symptome und zunächst flächenhaft, später ringförmig ausbreitende rötliche Hautveränderung um die Bissstelle herum („Wanderröte“). Oft heilt dieses Stadium folgenlos ab
  2. Stadium: Nervenentzündung mit Lähmungen und brennenden Schmerzen. Teilweise kommt es zu Herzentzündungen und rötlich-blauen Knötchen auf der Haut (Borrelien-Lymphozytom)
  3. Stadium: Monate bis Jahre nach der Infektion können schubweise oder chronisch verlaufende Gelenkentzündungen, bläuliche Pergamenthaut und fortschreitende Veränderungen des Zentralnervensystems mit Lähmungen folgen

Gelbfieber
Erreger: Flavi-Virus
Inkubationszeit
: 3 bis 8 Tage
Symptome/Verlauf
: plötzlich hohes Fieber und allgemeinen Krankheitserscheinungen. Krankheit verheilt im Regelfall normal aus. Nach einer Woche besteht die Möglichkeit einer dramatischen Verschlechterung mit Gelbsucht und Blutungen, gefolgt von Herz-, Kreislauf-, Leber- und Nieren-Versagen. Diese Komplikationen führen oft zum Tode.
Das Gelbfieber unterliegt einer strengen internationalen Meldepflicht

Japanische Enzephalitis
Erreger
: Virus
Inkubationszeit
: 5 bis 15 Tage
Symptome/Verlauf
: hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lähmungserscheinungen, Verwirrtheit und Bewusstlosigkeit, Hirn- und Hirnhautentzündung möglich. Die Sterblichkeit ist sehr hoch, bei Überleben der Infektion kommt es oft zu Defektheilungen mit Hirnschäden, Epilepsie, und Demenz

Krim-Kongo Fieber
Erreger
: Virus
Inkubationszeit
: 1 bis 13 Tagen
Symptome/Verlauf: akut einsetzende grippeähnliche Symptome wie Fieber, Erschöpfung und später auftretende Blutungsneigung. Die Sterblichkeit liegt abhängig von der medizinischen Versorgung bei 10 bis 50 Prozent, wobei die Erkrankten meist in der 2. Woche an Blutungen, Schock und Organversagen sterben

Loasis (Loa-Loa, subkutane Filariose)
Erreger
: Fadenwurm (Filarie Loa loa)
Inkubationszeit
: 8 bis 12 Monate und länger
Symptome/ Verlauf: vorübergehenden, teigigen Schwellungen mit Spannungsgefühl und Juckreiz, die nacheinander an verschiedenen Körperregionen (meist Arme, Gesicht) auftreten können. Gelegentlich wird der Wurm unter der Haut oder im Auge sichtbar

Malaria
Erreger: Parasit (Plasmodien)
Inkubationszeit: mindestens 7 Tage (Malaria tropica), mehr als 7 Tage (Malaria (tertiana, quartana)
Symptome/Verlauf: Leitsymptom ist Fieber, begleitet von Kopf- und Gliederschmerzen mit starkem Krankheitsgefühl, Schüttelfrost und Schweißausbrüchen. Die Malaria tropica (gefährlichste Form) wird durch Koma, Nierenversagen und Schock schnell lebensbedrohlich

Pest
Erreger
: Bakterien (Yersinia pestis)
Inkubationszeit
: 2 bis 6 Tage
Symptome/Verlauf
: Man unterscheidet 2 Formen: Die Beulenpest und die Lungenpest. Beide beginnen mit hohem Fieber und starkem Krankheitsgefühl. Bei der Beulenpest kommt es zur Schwellung der Lymphknoten und Knoten in der Haut, der schmerzhaften Pestbeulen (Bubonen).Häufig folgen Herzrhythmusstörungen und Bewusstseinstrübungen. Bei der Lungenpest kommt es zu Atemnot und Husten. Sie führt unbehandelt schnell zum Tod

Q-Fieber
Erreger
: Bakterien (Coxiella burnetii)
Inkubationszeit
: 3 Wochen
Symptome/Verlauf: abrupt hohes Fieber und grippeartige Erscheinungen. Im weiteren Verlauf kommt am häufigsten eine Lungenentzündung hinzu. Auch andere Organe können beteiligt sein. Das Fieber kann 3 Monate lang anhalten

Rift Valley-Fieber
Erreger
: Virus
Inkubationszeit
: 2 bis 7 Tage
Symptome/Verlauf: hohes Fieber, grippeähnliche Erkrankung. Gelegentlich treten schwere Verläufe mit einer Hirnentzündung sowie einer Blutungsneigung auf

Ross-River-Fieber (Polyarthritis epidemica)
Erreger
: wenig bekannt
Inkubationszeit
: 3 bis 6 Tage
Symptome/Verlauf
: Symptomkombination von Gelenkschmerzen und Hautausschlag, beginnt mit Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, leichtem Fieber und Schmerzen der Handflächen und Fußsohlen. Bei etwa der Hälfte der Patienten treten Hautausschläge auf, vor allem im Gesicht. Die Gelenkbeschwerden halten Wochen bis Monate an, letztendlich heilt die Erkrankung aus

St. Louis Enzephalitis
Erreger
: Virus
Inkubationszeit
: 4 bis 21 Tage
Symptome/Verlauf
: Fieber, Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Defektheilungen wie Kopfschmerzen, Nervosität, leichter Ermüdbarkeit, Sprachstörungen, Geh- und Sehstörungen. Es kommt zu einer Enzephalitis (Hirnentzündung), oder zu einer Meningitis (Hirnhautentzündung). Bei den schwer Erkrankten liegt die Sterblichkeit bei 10 bis 30 Prozent

Tungiasis
Erreger
: Sandfloh
Inkubationszeit
: ca. 7 Tage
Symptome/Verlauf
: prall - elastisches, druckschmerzhaftes, stark juckendes Knötchen. Der Floh gräbt sich in weiche Hautbereiche, vor allem den Zehenzwischenräumen und unter den Fußnägeln, ein. Die Beschwerden können so stark werden, dass das Gehen und Stehen stark beeinträchtigt ist

Typhus
Erreger
: Bakterien
Inkubationszeit
: 8 bis 12 Tage
Symptome/Verlauf: hohes Fieber und starke Kopfschmerzen. Häufig kommt es zu fleckförmigem Hautausschlag

West-Nil-Fieber
Erreger
: Kunjin-Virus
Inkubationszeit
: 3 bis 6 Tage
Symptome/Verlauf
: Fieber und Muskelschmerzen, später eventuell Lymphknotenschwellungen. Etwa ein Drittel der Erkrankten entwickeln an Brust, Rücken und Armen einen Hautausschlag, der später ohne Schuppung abheilt. Eine Hirn- oder Hirnhautentzündung kann hinzukommen. Die Erkrankung kann vor allem bei älteren Menschen tödlich verlaufen

Insekten weltweit Gels mit Repellents halten die Blutsauger auf Abstand Die Anopheles-Mücke ist weltweit verbreitet Die Aedes-Mücke ist bei Tag und bei Nacht aktiv
Die Culex-Mücke ist weniger aktiv bei Tageslicht Die Gnitze und die Anopheles-Mücke übertragen die gleiche Krankheit Die Bremse wohnt in der Nachbarschaft Die Tsetse-Fliege lebt nur in Afrika
Die Zecke-meist bekannt von den Haustieren Die Raubwanze gibt`s nur in Amerika Der Floh befällt nicht nur Hunde Gesund im Urlaub
Teilen
Schlagworte

Abenteuerreisen, Reisetipps

Rezept des Tages
Auberginen-Ricotta-Lasagne
Gemüse – wie die Aubergine – ist abwechslungsreicher, als viele denke ... mehr
Männerfragen

Mitmachen
Gewinnspiele

Laufoutfit von NEW BALANCE gewinnen

New Balance verlost ein Running-Outfit mit Shirt, Jacke und Hose

So starten Sie perfekt ausgestattet in den Laufherbst: New Balance verlost ein Running-Outfit mit Shirt, Jacke und Hose

JETZT MITMACHEN

Bear Grylls Hörbuch inklusive MP3-Player zu gewinnen

Random House Audio verlost 3x den Transcend Outdoor MP3-Player inklusive Bear Grylls Hörbuch

Gewinnen Sie das Survival Hörbuch von Bear Grylls, vorinstalliert auf einem Outdoor erprobten MP3-Player mit Fitness-Tracker und wecken Sie den Abenteurer in sich

JETZT MITMACHEN

Invictus-Duftset zu gewinnen

Invictus-Duftset von Paco Rabanne zu gewinnen

Einzigartig, sinnlich, frisch. Invictus ist der neue Duft von Paco Rabanne. Wir verlosen jeden Monat ein Duftset für echte Siegertypen

JETZT MITMACHEN
alle Gewinnspiele
Umfragen

Wie abenteuerlustig sind Sie?

Wie abenteuerlustig sind Sie?

Würden Sie gerne mal in einem Kampfjet mitfliegen? Und haben Sie sich bei einer Achterbahn-Fahrt schon mal übergeben? Wir wollen es wissen: wie abenteuerlustig sind unsere Leser?

JETZT MITMACHEN
alle Umfragen
Online-Tests

Mann oder Mamas Liebling?

Test: Mann oder Mamas Liebling oder nur Erbe?

Sie ist zwar die Beste – aber sollte Mutti auch die wichtigste Frau in Ihrem Leben sein? Finden Sie anhand unseres Tests heraus, ob Sie eine zu enge Mutter-Sohn-Bindung pflegen

JETZT MITMACHEN
alle Online-Tests
Community
Blogs