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25.09.2002
, Autor:tby
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Dass ein schlecht gestalteter Arbeitsplatz für Rückenschmerzen verantwortlich sein kann, ist bekannt. Aber auch psychosoziale Gründe spielen bei diesen Problemen eine Rolle, sagt Monika Hasenbrink auf dem deutschen Schmerzkongress, der gerade in Aachen stattfindet.
Soziale Probleme im Arbeitsumfeld seien die zweithäufigste Ursache für Rückenleiden, so die Professorin aus Bochum: "Meistens ist das der Konflikt mit dem Vorgesetzten oder den Kollegen." Sie belegte das mit einer Studie, in der sie herausgefunden hatte, dass 80 Prozent ihrer Patienten gute Erfolge im Kampf gegen Rückenschmerzen erzielten, wenn sie neben der körperlichen Behandlung auch psychologische Hilfe zur Stressbewältigung erhielten.
Fast jeder hatte schon Rückenschmerzen
Über 90 Prozent aller Deutschen leiden mindestens einmal im Leben unter akuten Rückenschmerzen, 35 Prozent davon sogar über Monate oder Jahre. Die Betroffenen würden aber zu schnell und zu häufig operiert, so die Expertin. Und 35 Prozent der Operierten klagen bereits zwei Jahre nach dem Eingriff wieder über Schmerzen.
Wer sich dagegen nicht in Behandlung begibt, verdrängt meist die Beschwerden oder gewöhnt sich Fehlhaltungen an. Solche psychischen Reaktionen können die Schmerzen allerdings verstärken, meint Hasenbrink.
Auf dem Deutschen Schmerzkongress in Aachen diskutieren über 2000 Fachleute noch bis zum 29. September über den Stand der aktuellen Forschung, Therapien und Behandlungsmethoden bei Arbeitsplatzerkrankungen. Denn Rückenschmerzen und –schäden durch die falsche Haltung bei der Arbeit können zu chronischen Leiden werden.
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