Kitas und Grundschulen sind quasi männerfreie Zonen. Im Diktat geht’s um Ponys und Prinzessinnen, und der Sportunterricht fällt überdurchschnittlich häufig aus. Kein Wunder also, dass Jungs in der Schule immer schlechter zurechtkommen?
Jein. Zwar ist unser Bildungssystem in der Tat stark auf die Bedürfnisse von Mädchen ausgelegt. Doch das ist höchstens die halbe Wahrheit. Mindestens genauso wichtig ist das, was zu Hause passiert: "Keine noch so gute Schule, kein noch so ausgefeilter Lehrplan kann einen präsenten, aktiv erziehenden Vater ersetzen", sagt Bundesministerin Kristina Schröder im Exklusiv-Interview mit Men’s Health. Und nimmt uns Männer zugleich in die Pflicht, uns für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf einzusetzen: als Kollege, der seine Teampartnerin unterstützt, wenn diese ein Meeting verschieben will, weil sie ihren Sohn früher von der Tagesmutter abholen muss; als Vater, der Elternzeit beantragt und sich davon auch durch blöde Sprüche nicht abbringen lässt; und als Vorgesetzter, der dafür sorgt, dass sich die Unternehmenskultur ändert, dass Teilzeitjobs und Home-Office auch bei Männern akzeptiert werden," dass Unternehmen sich grundsätzlich von den Präsenzritualen verabschieden", wie die Familienministerin es nennt.
Hier bei Men’s Health setzen wir das so gut wie nur möglich um, auch wenn es manchmal kompliziert ist und für den einen oder anderen Kollegen Mehrarbeit bedeutet. Die letzten drei Mitarbeiter aus meinem Team in Elternzeit waren übrigens Männer. Alle haben mehr genommen als die minimalen zwei Vätermonate. Und keiner hat es bereut.
Das komplette Interview mit Bundesministerin Kristina Schröder gibt's hier

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