Dass wir als Männer auf der Abschussliste der einen oder anderen Frau stehen, daran haben wir uns gewöhnt. Ebenso wie an die Tatsache, dass wir auf Grund unserer genetischen Ausstattung anfälliger sind für so manche heimtückische Krankheit. Doch das ist leider nicht alles, denn: Wissenschaftler befürchten, dass Männer eine aussterbende Art sind!
Weltweit kommen weniger Jungen zur Welt, häufen sich genitale Missbildungen männlicher Babys. Weltweit steigt die Hodenkrebsrate, sinkt die Spermienmenge, von der Qualität ganz zu schweigen. Unser Report im aktuellen Heft (Ausgabe Juni 2010, ab Seite 98) berichtet über einen Ort im kanadischen Bundesstaat Ontario, in dem Wissenschaftler zurzeit unsere mögliche Zukunft erforschen: In Aamjiwnaang werden seit einigen Jahren fast nur noch Mädchen geboren.
Aamjiwnaang liegt im Chemical Valley Kanadas. Und in der Tat gibt es seriöse Untersuchungen, die eine sinkende Jungen-Geburtenrate in Verbindung bringen mit der chemischen Verschmutzung des Lebensraumes. Bestimmte Schadstoffe, so genannte Endokrine Disruptoren, wirken im Körper ähnlich wie Hormone – und können so unter anderem die Fortpflanzung beeinträchtigen. Verdächtigt werden nicht nur verbotene Insektizide, sondern auch vermeintlich harmlose Chemikalien, die in vielen Alltagsgegenständen aus Kunststoff enthalten sind.
Schon jetzt warnen Experten vereinzelt: Das Fehlen der Jungen könne ähnlich gefährlich werden wie der globale Klimawandel! Selbst wenn man das für übertrieben hält, kann es nicht schaden zu wissen, wo die Gefahren lauern – und wie Sie mithelfen können, dass wir Männer doch nicht auf der Roten Liste landen.

| Und was meinen Sie? Ist die Sorge um den "aussterbenden Mann" tatsächlich berechtigt? Oder ist das ganze Gerede um sinkende Geburtenraten völlig überzogen? |
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