Heft 06/2012
Inhalt | Abo | Shop

Jetzt am Kiosk

Vererbungslehre Was vererbt ein Mann?

17.04.2007 , Autor:Jan Petersen
© MensHealth.de

Was außer vielleicht der Nase haben wir vom Vater? Vergleichsweise wenig, sagt die Humangenetik
Vererbungslehre: Was hat es nur von ihm?
Wie der Vater so der Sohn?
Seite drucken
Ø 2.9 | 380 Bewertungen

Teilen
Kommentare

0 Kommentare

Kommentar schreiben

Die Erziehung der Kinder überlassen die Väter auch heute noch zum großen Teil den Müttern. Doch wie sieht es bei den Erbinformationen aus? Welchen Teil steuern die Väter zum Genpool der gemeinsamen Kinder bei? Wir wollten es genau wissen und sprachen mit Prof. Dr. Gudrun Rappold vom Institut für Humangenetik in Heidelberg.

Väter mit beschränktem Einfluss
Ihre wichtigste Aussage: Bei der Vererbung haben die Väter etwas weniger Einfluss als die Mütter. Eigenschaften wie zum Beispiel die Penisgröße oder die Anfälligkeit für Prostatakrebs lassen sich nicht allgemein dem Erbmaterial des Vaters oder der Mutter zuordnen. Hier muss man sich die jeweilige Familiengeschichte anschauen. Prof. Rappold führt lediglich zwei Leiden an, für die eindeutig die Gene des Vaters verantwortlich sind: eine bestimmte Form der Kleinwüchsigkeit und schlechte Qualität des Spermas.

Sperma ohne Güstesiegel
Wenn das Sperma etwas müde ist, ist vermutlich ebenfalls der Papa Schuld. Echtes Qualitätssperma enthält 20 bis 150 Millionen Samenzellen pro Milliliter. Treiben weniger als 20 Millionen Samenzellen in einem Milliliter Sperma, ist die Fruchtbarkeit eingeschränkt. Fachleute sprechen hier von Oligospermie. Sind im Sperma gar keine Samenzellen vorhanden, liegt eine Azoospermie vor. Die gute Nachricht: Azoospermie ist nicht vererblich. Einleuchtend, denn wo kein Sperma, da kein Kind. Die schlechte Nachricht: Männer mit Oligospermie werden selten Väter, und wenn doch, dann haben ihre Söhne später häufig das gleiche Problem.

Dem Papa auf den Kopf spucken?
Es ist weithin bekannt, dass große Eltern auch meist große Kinder haben und Menschen, die auch als Erwachsene eher klein bleiben, in der Regel kleine Eltern haben. Bei der Kleinwüchsigkeit spielen die Gene ihre Rolle noch deutlicher aus. Auf dem männer-eigenen Y-Chromosom lässt sich ein Gen finden, das die Körpergröße des Mannes wesentlich mitbestimmt. Bei Kleinwüchsigen ist hier ein Defekt vorhanden. Als kleinwüchsig werden in einer Bezugsgruppe die kleinsten drei Prozent bezeichnet. Anders ausgedrückt: 97 Prozent der gleichgeschlechtlichen Altersgenossen sind größer.

Warum Mütter genetisch mehr Einfluss haben
Die Erbinformationen sind auf den Chromosomen der Eltern gespeichert. Die ersten 22 Chromosomenpaare sind bei Mutti und Vati gleich, doch das 23. Chromosomenpaar ist komplett verschieden. Die Mutter hat zwei identische X-Chromosomen, die mit rund 1100 Genen ausgestattet sind. Der Vater hat nur ein X-Chromosom, und zusätzlich ein vergleichsweise bescheidenes Y-Chromosom mit nur rund 80 Genen. Dies hat zur Folge, dass die Erbanlagen der Mutter meist viel deutlicher durchschlagen, insbesondere wenn Genfehler auf dem X Chromosom liegen. Das ist nicht immer zum Vorteil der Söhne, denn Mutti vererbt manchmal auch so unschöne Dinge wie die Rot-Grün-Sehschwäche oder schwere Erkrankungen wie die Duchenne´sche Muskeldystrophie, Bluterkrankheit oder geistige Behinderung.

Wenn Sie wissen möchten, was Mütter ihren Söhnen so alles mit den Weg geben können, schauen Sie in die Mai-2007-Ausgabe der Men’s Health.

Vererbungslehre: Ganz der Papa?

Mitmachen
Gewinnspiele

Braun verlost Series 3 Rasierer

Braun verlost 2 Series 3 Herrenrasierer

Gewinnen Sie einen von zwei Series 3 Herrenrasierer von Braun im Wert von 170 Euro*

JETZT MITMACHEN
alle Gewinnspiele
Umfragen

Macht Ihr Job Sie glücklich?

Macht Ihr Job Sie glücklich?

Es sind immer noch vornehmlich Männer, die das Geld verdienen. Die Frage ist, wie gern sie das tun. Sind Sie zufrieden mit Ihrer Arbeit? Hätten Sie lieber eine andere? Oder würden Sie lieber noch mehr arbeiten?

JETZT MITMACHEN
alle Umfragen
Online Tests

Mann oder Mamas Liebling?

Test: Mann oder Mamas Liebling oder nur Erbe?

Sie ist zwar die Beste – aber sollte Mutti auch die wichtigste Frau in Ihrem Leben sein? Finden Sie anhand unseres Tests heraus, ob Sie eine zu enge Mutter-Sohn-Bindung pflegen

JETZT MITMACHEN
alle Online-Tests
Arztsuche

Arzt-Suche - Spezialisten in Ihrer Nähe

Schwerpunkt:
PLZ:


So funktioniert es
Powered by arzt-auskunft.de - Profisuche