Ein handfester Beziehungskrach hat neben seelischen offenbar auch ganz konkrete körperliche Auswirkungen. Wunden heilen nach einem Streit mit dem Ehepartner einer Studie zufolge deutlich langsamer als gewöhnlich: Bereits eine halbe Stunde Ärger genügt, damit kleine Wunden zum Heilen einen Tag länger benötigen, so die Studienverfasser um Jan Kiecolt-Glaser. Bei besonders schlechten Beziehungen verzögerten sich die Heilungsprozesse teilweise sogar um zwei Tage.
Stress stört Immunsystem
Die Wissenschaftler von der Universität Ohio hatten Ehepaare bei zwei Sitzungen gebeten, über sich zu sprechen. Beim ersten Mal sollten die Eheleute etwas Nettes über den Anderen erzählen, beim zweiten Gespräch hingegen über die schlechten Seiten berichten. Im Gegensatz zum ersten Gespräch gerieten dabei fast alle Paare in Streit.
Danach beobachteten die Forscher die Heilung einer kleinen, künstlichen Ritzern. Ergebnis: Die Wunden heilten schlechter und auch die Werte für bestimmte Botenstoffe des Immunsystems waren erhöht – ein Zustand, der unter anderem in Zusammenhang mit Entzündungen, Krebs und Diabetes gebracht wird. Die Wissenschaftler vermuten, dass bei seelischen Konflikten – also Streit oder Stress – das Gleichgewicht zwischen den Botenstoffen des Immunsystems gestört wird.












































0 Kommentare
Kommentar schreiben