Lektionen für Liebhaber Nach was für Typen hält eine Frau so Ausschau?
17.08.2010
, Autor:Andreas Bernhardt
© Men's Health
Ein Mann braucht drei Dinge
Ein Mann, der etwas aus seinem Leben machen will, braucht vor allem 3 Dinge: ein klares Ziel, einen festen Willen – und ein Vorbild. Ihr Ziel: ein Womanizer sein. Ihr Wille: eisern wie eine Ritterfaust. Ihr Vorbild: Lennard, genannt Lennie. Wer ist das denn, fragen Sie? Nun, er ist der ultimative Frauentyp, von dem wir uns alle noch eine Scheibe abschneiden können.
Die Seufzer junger Frauen
Lennie wohnt nur wenige Schritte von der Men's-Health-Redaktion entfernt. Oft ist das Klimpern seiner Gitarre zu hören, wenn er es sich am späten Nachmittag auf dem Balkon bequem macht. Säßen wir auch spätnachts noch in der Redaktion und hätte Lennie die Fenster seines Schlafzimmers offen, wären dort sicher häufig die Seufzer vieler hübscher junger Frauen zu hören. Sie möchten wissen, wie auch Sie Frauen beeindrucken? Dann lernen Sie von Lennie. Hier sind seine 11 Lektionen, die er uns bei einem Bier verraten hat.
Sie soll gut aussehen, aber nicht zu gut 1. Lektion
Lennie ist kein Model-Typ. Sein Gesicht ist eher kantig, die Nase relativ groß und leicht schief. Sein Trumpf: die dunklen Augen, aus denen der Schalk blitzt. Aber sonst? Gut, er ist schlank, treibt gern Sport. "Ein bisschen joggen, ein paar Crunches und Liegestütze“, erzählt er. „Aber nichts Besonderes, nicht zu viel, das stresst nur."
Immer cool 1. Lektion
Er ist um die 1,80 Meter, "morgens etwas drüber, abends etwas drunter“, sagt er und lacht. Lennie wirkt nicht wie jemand, der lange über seine Kleidung nachdenkt. Eher wie jemand, der das überstreift, was gerade herumliegt – und darin immer cool aussieht.
Aussehen muss Persönlichkeit transportieren 1. Lektion
Mühe investiert er beim Einkauf. "Ich nehme nur Sachen, die hundertprozentig zu mir passen. Die dürfen dann auch sauteuer sein. Dafür kaufe ich nicht so viele." Er geht nur in Läden, von denen er weiß, dass die Verkäufer da kritisch urteilen. Und wenn man nicht gerade ein Schönling ist? "Natürlich kann Jude Law jede haben. Und natürlich stehen die Mädels nicht auf David Beckham, weil er ein guter Fußballer ist. Aber auch Jack Nicholson gilt als Womanizer – und der ist nun wirklich kein Beau. Was zählt, ist der Gesamteindruck, und der lässt sich bearbeiten und tunen. Aber nicht zu viel und nicht als Tarnung. Lennies Credo: "Das Aussehen muss Persönlichkeit transportieren, sonst ist es bereits die erste Lüge."
Sie dürfen nicht zu erfolgreich sein, um bei Frauen Erfolg zu haben 2 Lektion
Lennie verdient ganz gut. Womit, will er nicht verraten, nur so viel: "Es ist nichts Schillerndes, aber etwas, das ich gut kann. Es nimmt mich zeitlich nicht zu sehr in Anspruch. Und es wirft am Ende des Monats einen guten Batzen ab." Er sagt, zu viel zu arbeiten bedeutet, zu wenig Zeit für sich selbst zu haben – und für Frauen.
Ziele sucht er sich selbst 2 Lektion
Er ist zwar erfolgreich in seinem Job, aber Erfolge sucht er eher woanders. Lennie tritt ab und zu mit seiner Gitarre in kleinen Clubs auf, jobbt nebenher als Hilfskoch in einem kleinen Restaurant, "nicht wegen der Kohle, sondern weil ich von den Jungs in der Küche viel lerne." Seine Gemüselasagne und die Fischmedaillons in Weißweinsoße haben es immerhin schon auf die Menükarte geschafft. Er sucht sich seine Ziele und Erfolgserlebnisse selbst aus – und verfolgt sie dann mit umso größerem Ehrgeiz.
"Wow, Lasagne!" 2 Lektion
Frauen, denen er davon erzählt, sagen nie: "Wieso nur Hilfskoch?", oder: "Und was ist mit der Karriere?" Sie sagen: "Wow, Lasagne!", und: "Wow, Gitarre!" Und fragen: "Kochst du mal was für mich und spielst mir etwas auf der Gitarre vor?" Sie können weder kochen noch klampfen? Dann lernen Sie Ersteres und suchen sich statt der Gitarre ein anderes Hobby: Weinkunde, Schreinern, lateinamerikanische Tänze …
Hauptsache, er weiß, was mit ihr anzustellen ist 3. Lektion
So kann er sich etwa das Cabrio eines Kumpels leihen und damit zum Haus eines Freundes fahren – oder zum Jachthafen, wo ihm jederzeit ein Boot für einen Törn zur Verfügung steht. Und immer ist da noch Platz für eine Frau, der es egal ist, ob Auto, Haus oder Boot ihm gehören. Hauptsache, er gehört ihr und weiß, was er in der Koje, auf dem Rücksitz und im Himmelbett mit ihr anzustellen hat.
Sie sollten nicht weltberühmt sein, sie will einen Local Hero 4. Lektion
Auf die Frage, ob er diese Sache mit den Liedern zur Gitarre nicht größer aufziehen wolle, schüttelt Lennie den Kopf. „Zu stressig. Und unnötig – du kannst gar nicht überblicken, ob dir da jetzt 200 oder 2000 Leute zujubeln.“ Und es finden sich auch in den ersten Reihen mehr hübsche Frauen, als er an einem Abend verführen kann.
Kleckern, nicht klotzen 4. Lektion
In Sachen Ruhm lautet also die Devise: kleckern, nicht klotzen. Sie müssen ja nicht gleich Torschützenkönig in der Bundesliga werden – es genügt, wenn Sie in der Bezirksliga ein paar Treffer erzielen. Sie müssen auch nicht selbst Konzerte geben – es genügt, wenn Sie in einem Laden arbeiten, der öfter welche veranstaltet. Dann müssen Sie ein bisschen Geduld aufbringen und den Moment abpassen, in dem sich die Schwärmerei der Mädels in Realismus verwandelt und sie einfach nur jemand Handfesten zum Knutschen suchen, der mit der Sache, für die sie so schwärmen, irgendwie zu tun hat.
Sie dürfen nicht alles für sie tun ... 5. Lektion
... nur das, was sie gut können. Lennie ist kein Kavalier, kein Charmeur, kein Sterne-vom-Himmel-Holer. Er lacht gern und viel und reißt auch selbst gern Witze. Er ist zu allen freundlich und macht gelegentlich aus heiterem Himmel kleine Geschenke, die zumeist erstaunlich sicher den Geschmack der Beschenkten treffen – sogar wenn er einer unbekannten Schönen einen kleinen Glücksbringer überreicht, die ihn dafür auch schon mal schnell mit auf die Toilette nimmt und dort ihm ein bisschen Glück bringt.
Niemals verbiegen 5. Lektion
Wie das klappt? "Ich beobachte eine Weile. Es dauert nicht lange, dann weiß ich einiges über die Frau. Und darauf baue ich auf." Aber niemals würde Lennie sich für eine Frau verbiegen oder verstellen. "Wenn ich für sie ein anderer sein soll, was will sie dann mit mir?"
Höflich, aber nie unehrlich 5. Lektion
Also ist er zwar hilfsbereit, aber nicht bis zur Selbstaufopferung. Er ist höflich, aber nie unehrlich. Er macht Komplimente, aber nur dann, wenn sie ihm gerade einfallen, wenn sie das widerspiegeln, was er in dem Moment tatsächlich denkt. Damit landet Lennie jedoch so manchen Volltreffer, der ihn zwischen die Beine so mancher Komplimentierten katapultiert.
Sie brauchen keinen Doktortitel 6. Lektion
Ja, Lennie hat auch mal studiert. Was und ob er einen Abschluss hat, sagt er nicht. „Was ich weiß, weiß ich. Ich brauche keine Urkunde, die mir das bestätigt. Was weiß denn schon ein Stück Papier?“ Apropos Papier: Seine Regale stehen voller Bücher – Steinbeck, Sartre, Stephen King. Alles querbeet, von Klassiker bis Kitsch.
Belesene Klugheit reicht 6. Lektion
Und ja, auch so genannte Frauenbücher: "Die Frau des Zeitreisenden", "P. S. Ich liebe dich". Hat er die alle gelesen? "Klar. Wenn ich mich für etwas interessiere, will ich das Interesse vertiefen. Das ist spannend und liefert Futter für gute Gespräche." Ist er der Typ, der Frauen ins Bett quatscht? Er lacht. "Nein, aber es gibt immer Momente, wo wir reden. Und das sind meist die wesentlichen.
Sie müssen ihr keine großartige Zukunft bieten, die Gegenwart reicht 7. Lektion
Wieso fahren manche Frauen tatsächlich auf Ferraris und teure Anzüge ab? Weil sie auf der Suche nach einer Perspektive für die Zukunft sind, nach einem Mann, der ihnen das gewünschte Leben finanziert. "Ja, es gibt solche Frauen“, sagt Lennie. „Aber wer findet die interessant?"
Keine Versorgernummer 7. Lektion
Er sucht nach Frauen, die sich ihre Perspektive selbst schaffen und keinen Sugardaddy brauchen. "Ich stehe auf Frauen, die was erleben wollen, die keine Versorgernummer suchen, sondern Spaß. Und die stehen auch auf mich." Woran erkennt er diese Frauen? "Die wenigsten entsprechen dem klassischen Weibchenschema. Die meisten lassen sich beim ersten Date nicht einladen. Alle sind sexuell offenherzig bis offensiv."
Sie müssen nicht den Verführer spielen, sondern den Verehrer 8. Lektion
In Lennies Wohnung gibt es kein Meer von Kerzen, keine Lüster und Kandelaber. Höchstens einen Beutel Teelichter. Aber er hat auch keine HSV-Bettwäsche und keine Playstation. Alles ist geschmackvoll und geräumig. Die Vorhänge sind blickdicht, das Weinregal ist voll. Und er hat eine Badewanne. „Sehr wichtig!“, sagt Lennie.
"Ich lasse sie sich selbst verführen" 8. Lektion
Wie verführt er eine Frau? Er muss überlegen. Dann sagt er: "Eigentlich verführe ich gar nicht. Ich warte. Ich lasse sie sich selbst verführen. Ich versuche, ein anregendes Gespräch zu führen, in das sich beide immer mehr hineinsteigern. Feuer entsteht durch 3 Dinge: Brennstoff, Funke, Sauerstoff. Ich spüre den Funken, nähre die Flamme und lasse dem Feuer Luft zum Atmen." Im entscheidenden Moment sagt er der Frau, dass sie wunderschön ist und dass er sie haben will. "Das war's dann meist. Dann passiert es. Manchmal sofort, wenn wir nicht gerade im Restaurant sind. Manchmal etwas später.
Am Anfang nicht zu forsch 8. Lektion
Sie sagt: 'Ich will dich auch!' Sie küsst, knabbert, drängelt – so wie ich." Keine kleinen Tricks oder Tipps? Erst Kopfschütteln, dann: "Doch, vielleicht. Am Anfang nicht zu forsch, nicht zu fordernd sein; wenn es zur Sache geht, nicht zu zögerlich, nicht zu lau. Leidenschaft kommt immer gut an – wenn sie echt ist."
Sie sollen im Bett kein Vorturner sein, vielmehr ein Anturner 9. Lektion
Unter all den Büchern in Lennies Regalen findet sich nicht eines über Sex, von Anaïs Nin und Henry Miller mal abgesehen. Kein Kamasutra, kein Tantra, kein Massage-Ratgeber. "Brauche ich alles nicht", sagt Lennie und winkt ab. "Wenn einer in ein Lokal geht, das er gut kennt, schaut er auch nicht mehr auf die Karte. Und wenn er mal etwas Neues ausprobieren will, sagt er das dem Küchenchef einfach. Und wenn der Chef etwas Neues hat, bietet er es an."
Die Frau, der Chef 9. Lektion
Die Frau ist also der Chef? "In gewisser Weise schon. Aber natürlich muss der Mann auch aktiv eingreifen, ein wenig den Macker geben. Aber nur so, dass sie gerade merkt, dass sie nicht mit einem Schuljungen im Bett ist. Und dann kommt es natürlich darauf an, was passiert. Ist sie oben, lasse ich sie machen und sehe zu, fasse an, wo es mich hinlockt. Wenn ich oben bin, muss ich Flagge zeigen und Programm machen. Aber auch da versuche ich, ihre Wünsche zu erkennen und zu erfüllen."
Sklave ihrer und der eigenen Gelüste 9. Lektion
Wo liegt das gesunde Mittel zwischen Egoist und Sexsklave? "Ein Egoist würde es ihr nie mit dem Mund und der Zunge machen. Der würde sich nur selbst bedienen lassen. Ein Sexsklave würde mit dem Gesicht in ihren Schoß abtauchen und nur auf Befehl wieder hochkommen. Es gibt keinen Mittelweg, man muss beides sein: Sklave ihrer und der eigenen Gelüste. Ein Liebhaber eben."
Sie können das Eroberergehabe vergessen 10. Lektion
Lennie ist kein typischer One-Night-Stander. Gut so. "Ein One-Night-Stand ist schließlich auch ein Zeichen dafür, dass es so doll nicht gewesen sein kann." Und wie macht er das? "Eine Frau hat es mal sehr schön gesagt. Sie meinte: Lennie, du versuchst nicht, irgendetwas Neues aus mir herauszuzaubern, du spulst nicht irgendein Programm ab. Du findest heraus, was ich will, und du gibst es mir. Immer wieder – und immer wieder neu. Das ist es wohl."
Seien Sie ein Entdecker 10. Lektion
Und wie findet er es heraus? "Ich frage – mit meinen Händen, Augen, Ohren und meinem Körper. Ich mache etwas, ganz vorsichtig; dann sehe, höre, spüre ich, ob sie es will, mehr will. Und dann gebe ich es ihr."
Sie müssen wissen, wer Sie sind – und was für ein Mann Sie sind 11. Lektion
Ein Kerl im Einklang mit sich selbst 11. Lektion
Finden Sie heraus, wer Sie sind, was Sie wollen und was Sie gut können. Der direkte Weg zum begehrenswerten Mann: ein ganzer Kerl sein, im Einklang mit sich selbst. Darum brauchen Sie nun auch keinen Lennie mehr. Der ist egal.
Es gibt keinen Lennie 11. Lektion
wir haben ihn frei erfunden. Sie sind Lennie. Ihr großes Vorbild sind Sie.











































Erotik-Galerie: Nach was für Typen hält eine Frau so Ausschau?