Das große Lexikon Frau Teil 1 Von Adam bis Entjungferung
30.09.2009
, Autor:Andreas Bernhardt
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A Adam, der
Ja, wir fangen tatsächlich bei Adam und Eva an – wo sonst? Auch wenn sie historisch Quatsch ist, spiegelt die Ur-Beziehungskiste doch das Miteinander der Geschlechter. Die Frau als ewige Verlockung, der Mann stolpernd hinterdrein. Unsere Lehre aus der Genesis: Hört auf die Frauen, esst mehr Obst!
A Alkohol, der
Prosecco, Champagner, Cocktails – für Männer wurde all dieser Kram sicher nicht entwickelt. Aber Frauen müssen beim Verzehr dieser Flüssig-keiten aufpassen (und Sie auf die Frau): Während bei Ihnen als Mann der Alkohol schon im Magen durch ein Enzym abgebaut wird, wirkt er bei Frauen, die dieses Enzym nicht haben, entsprechend hefti-ger. Und: Frauen bringen meist auch weniger Körpermasse mit, auf die sich der Alkohol verteilen kann. Klingt nach einer guten Nachricht für Sie? Weil Sie darum weniger Drinks ausgeben müssen und sie schneller willenlos umkippt? Tut uns leid, da sind Sie hier im falschen Heft!
A Analverkehr, der
Kein Wort für das Candle-Light-Dinner – und doch immer Thema, nicht nur unter Männern: Neuere Umfragen zeigen: Rund die Hälfte aller Männer und Frauen hat es schon „von ganz hinten“ gemacht. Sexualforscher glauben zu erkennen, dass Analverkehr im Mainstream der Hetero-Sexualität an-gelangt ist, nicht zuletzt nach Charlotte Roches Erfolgsroman „Feuchtgebiete“ (DuMont, zirka 15 Euro), in dem es um
wenig anderes geht als den weiblichen » Darmausgang. Wenn Sie Ihre Angebetete mal auf ihre Experimentierfreude testen wollen, schenken Sie ihr diesen Titel. Sie wird ihre Meinung zu dem Thema des Buches nicht lange für sich behalten.
A Anatomie, die
Die weibliche Anatomie ist oft Gegenstand von Diskussio-nen: Sind 90-60-90 die Idealmaße, und wenn ja, warum? Sogar Wissenschaftler haben sich mit diesem Problem befasst. Sie haben ermittelt, dass aus der Sicht paarungswilliger Männchen (also Ihrer) das ideale Verhältnis zwischen Taille und Hüfte ( waist-to-hip ratio, kurz: WHR) bei 0,7 liegt. Sprich: Die Taille ist nur 0,7-mal so breit wie die Hüfte. Forscher gingen auch der Frage auf den Grund, warum so wenige Frauen dem Ideal entsprechen und welche Vorteile wohl damit verbunden sein könnten, wenn eine Frau eine weniger wespenhafte Figur hat. Sie haben entdeckt, dass in bestimmten Ländern und Volksgruppen der WHR-Durchschnitt bei über 0,8 liegt. Als Erklärung dienten den Wissenschaftlern Hormone: Die Androgene würden den WHR-Wert erhöhen, weil sie für mehr Fett am Bauch sorgten. Diesem Nachteil stünden auch Vorteile gegenüber: Höhere Androgen-Level führten zu mehr Stärke und Wettbewerbsfähigkeit. Zudem helfe Cortisol, das bei Frauen mit höheren WHR-Werten in größerer Menge vorhanden ist, dem Körper, besser mit Stress umzugehen. Fa-zit: Schönheit ist nicht nur vergänglich, sie ist auch anfällig. Ehe Sie also eine 90-60-90-Biene zur Mutter Ihrer Babys aus-rufen, sollten Sie sich erst mal die Frage stellen, ob so eine dem stressigen Alltag mit Kindern überhaupt gewachsen ist.
A Aphrodisiakum, das
Die einen behaupten, scharfe Speisen machten scharfe Frauen, andere schwören auf leichte Kost und schweren Wein (Letzteren bevorzugte auch Casanova für die Stimmungsmache). Cayennepfeffer und Zimt stimulieren bei mancher die genitale Durchblutung, und auch Ingwer soll einige Frauen mächtig in Wallung bringen. Wahre Wunderdinge werden von den Wurzeln des afrikanischen Yohinbin-Baumes erzählt. Aber da geht es schon in den Bereich der Rauschmittel, und damit wird es unsportlich. Letztendlich wünschen sich doch nur Loser, dass Frauen allein durch den Einsatz irgendwelcher Mittelchen willig werden. Unser Rat: Tun Sie ihr nichts in den Tee, sondern pflanzen Sie etwas in ihren Kopf ein. Nämlich den Wunsch, Sie kennen zu lernen. Die anregendsten Substanzen für einen Flirt sind ein trainierter Körper und ein brillanter Geist. Übrigens: Humor ist den meisten Frauen bei ei-nem Mann wichtiger als guter Sex.
B BDSM
Abkürzung für Bondage/ Discipline, Dominance/Submission, Sadism & Masochism – kurz: für alles, was wehtut. Die epidemische Ausbreitung der SM-Mode (vor allem in Musikvideos) hat den Eindruck entstehen lassen, fast jede Frau würde sich gerne mal einschnüren und vertrimmen lassen. Das ist falsch. Schätzungen zufolge kommt unter Heteros auf 20 BDSM-interessierte Männer eine Frau. Ein Männerthema also – allerdings sehen Kerle in Latex-Korsagen einfach schlimm aus. Die Gesamtzahl aller an SM-Praktiken Interessierten liegt bei geschätzten 5 bis 25 Prozent. Interesse kann aber auch bedeuten,
davon zu träumen, mal übers Knie gelegt zu werden, es aber nie zu sagen. Vielleicht liegt darin ja Ihre Chance? Fragen Sie einfach mal – vor dem Tun kommt das Reden. Praktische Erfahrungen mit SM besitzen weniger als 10 Prozent der Herren wie auch der Damen. Höher liegen die Zahlen bei bisexuellen und lesbischen Frauen – aber ob Ihnen das nun weiterhilft?
B Beckenbodenmuskulatur, die
Sind diese Muskeln bei Ihrer Bettgenossin gut trainiert? Sollten sie sein, denn das verschafft ihr Lustgewinn und eine höhere sexuelle Leistungsfähigkeit. Auch beim Gebären ist eine gut ausgebildete Beckenbodenmuskulatur vorteilhaft. Die Frau trainiert sie durchs Zusammenziehen: jene Muskelkontraktionen, die den Urinstrahl beim Wasserlassen unterbrechen. Sagen Sie ihr das – und dass sie damit auch beim Sex fortfahren sollte, denn das bringt Ihnen beiden Spaß.
B Bisexualität, die
Wie oft haben Sie schon gedacht, dass es super praktisch wäre, wenn Ihre Liebste bisexuell wäre und auch mal eine Freundin mitbringen würde? Und wie wahrscheinlich ist das? Neueren Schätzungen zufolge sind nicht mehr als 10 Prozent der Bevölkerung bisexuell veranlagt, darunter etwas mehr Frauen als Männer. Aber: Die Umfragen können nach wie vor nicht ausschließen, dass unter denen, die sich als bi bezeichnen, reine Homosexuelle sind, die es nur nicht zugeben wollen. Gerade lesbische Frauen tendieren immer noch dazu, sich nicht zu outen. Genauso gibt es Frauen,
die sich nicht gleich als bisexuell bezeichnen, nur weil sie ab und zu mit ihrer besten Freundin ins Bett gehen. So gesehen könnte es sich lohnen, da mal nachzufragen. Kann aber auch peinlich werden.
B Bordell, das
Auch wenn der Trend zum Wellness-Puff ungebrochen ist: Das Bordell ist nach wie vor für die wenigsten Frauen ein Ort zum Wohlfühlen.
B Brust, die
Als die Menschen noch auf allen vieren durch die Wälder turnten, stellte die Brust vermutlich nicht viel mehr dar als ein Gesäuge für den Nachwuchs. Mit dem aufrechten Gang rückte der Busen ins Gesichtsfeld des Mannes und wurde zu dem, was er heute ist: ein aufreizendes Geschlechtsmerkmal. Wissenschaftler vermuten gar, dass im Zuge der Evolution das Dekolleté den Po als Blickfang für männliche Betrachter abgelöst hat. Beim Berühren der Brust gibt es die unterschiedlichsten Spielarten. Sie zu streicheln ist in jedem Fall ein gu-ter Anfang, ebenso Lecken und Küssen. Viele Frauen mögen es, wenn die Brust mit den Händen umfasst und geknetet wird. Auch Knabbern und leichte Bisse sind erlaubt. Die Brust mit Stöcken und Peitschen zu schlagen ist in der BDSM-Szene eine gängige Praktik; die Zahl der Frauen, die außerhalb der einschlägigen Kreise darauf stehen, ist wahrscheinlich eher gering. Auch systematisches Kitzeln mit Federn oder Tüchern ist nicht für jede Frau ein Vergnügen. Außerdem ist die Brust ein Indikator der Lust: Der Busen wird praller und schwerer, die Warzenvorhöfe dunkler, wenn die Frau erregt ist. »
B Büstenhalter, der
Heutzutage verwendet kaum jemand mehr dieses Wort (es sei denn, es geht um eine Person, die im Museum eine Marmorbüste vor dem Hinfallen bewahrt). Das gängige Kürzel BH steht für alle möglichen Formen und Größen, denen eines allerdings gemein
ist: Mann bekommt sie nur schwer auf.
Wir lassen Sie mit diesem Problem nicht allein. Hier also die ultimative Anleitung zum einhändigen Öffnen eines handelsüblichen Häkchenverschlusses: Schieben Sie Mittel- und Ringfinger unter den BH-Verschluss. Platzieren Sie Daumen und Zeigefinger links und rechts vom Verschluss, so dass sich die Nahtkanten an Ihren Fingerspitzen verfangen. Schieben Sie Daumen und Zeigefinger zusammen, um so die Zugspannung zu verringern. Durch eine Bewegung, die dem Aneinan-derreiben von Daumen und Zeigefinger ähnelt, können Sie die Häkchen aus den Ösen drücken. Zur Übung spannen Sie einen BH um die Lehne eines Stuhls, mit dem Verschluss zur Rückseite. Setzen Sie sich dann verkehrt herum auf den Stuhl. Nein, Sie sollen nicht die Lehne küssen!
C Callboy, der
Das Bild vom telefonisch bestellten Frauenverwöhner ist ein Mythos – vor allem aber ist es wohl eher ein Männer- als ein Frauentraum. Die Realität sieht da ganz anders aus. Die meisten männlichen Prostituierten bieten ihre Dienste ausschließlich Männern an und kommen finanziell dabei kaum über die Runden. Schätzungen gehen davon aus, dass gerade mal ein Prozent der Callboys seine Dienste auch Frauen anbietet, aber eben nicht ausschließlich. Grund dafür: Die Nachfrage ist einfach zu gering.
C Charme, der
Der Begriff leitet sich ab vom lateinischen Wort carmen. Nicht erst seit der Römerzeit fürchten Männer die Macht des weiblichen Charmes. Bereits in der Antike riefen Männer mit einem carmen (Gesang) Carmenita, die Göttin der Natur, an, um sich vor den Folgen weiblicher Charme-Offensiven zu schützen. Und in England schritt im 18. Jahrhundert sogar der Gesetzgeber ein: Das Parlament verabschiedete seinerzeit ein Gesetz, das es Frauen bei Strafe untersagte, sich mit Hilfe von falschem Haar, Parfüm oder hochhackigen Schuhen einen Mann zu angeln. Gegen die naturgegebenen Reize der Damen waren jedoch auch die Parlamentarier machtlos.
C Chat, der (von engl. to chat: plaudern)
Die Frau von heute ist online. Es ist also sicher die modernste Variante, mit einer Frau ins Gespräch zu kommen: im Online-Chatroom. Es ist jedoch auch die un-sicherste, denn viele Online-Frauen sind Männer, die sich einen weiblichen Nickname verpasst haben. Simpler Grund da-für: Studien haben bewiesen, dass Frauen beim Chatten schneller und häufiger kontaktiert werden als Männer. Vielleicht ist also HotSusi24 gar keine heiße Suse, sondern Ihr dicker Nachbar. Prüfen Sie das mal nach: Je bereitwilliger Hot Susi intime Details über sich ausplaudert, desto wahrscheinlicher ist sie ein Mann.
C Cinderella, die
Armes, rechtschaffenes Mädchen, von ihrem Umfeld unterdrückt, trifft auf einer High-Society-Party einen Prinzen, der sie wegen ihres verlorenen Schuhs wiederfindet und allen Widrigkeiten zum Trotz zur Frau nimmt. Das Muster passt einfach perfekt: Nicht nur wegen der Sache mit dem Schuh ist Cinderella ein häufig verwendeter Spottname für junge Frauen, die sich Prinzen auf weißen Pferden herbeiträumen. Die Aschenputtel werden einfach nicht alle. Übrigens: Gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Durchblutungsstörungen in oder Fehlstellungen von Zehen, die durch zu häufiges Tragen hoher Absätze verursacht wurden, bezeichnen die Ärzte gerne als Cinderella-Schuh-Syndrom.
C Cunnilingus, der
Aus Sicht mancher Frau ist das die einzig legitime Begründung für die Existenz des Mannes auf Erden. Also, versauen Sie es nicht! Klar, allein der Vollzug einer Mund-zu-Schritt-Beglückung lässt Frauenherzen höher schlagen; Ihre Beliebtheitswerte steigen allerdings exponentiell, wenn Sie dabei keine Fehler machen. Als da wären: eine spitze Zunge (lieber flach, wie beim Eislecken), zu viel Druck (lieber sanft, wie – entschuldigen Sie den Vergleich! – ein Kätzchen, das Milch schlabbert), zu lange (ja, sie kommt davon gut – manchmal will sie es aber auch auf die andere Art).
D Date, das (von engl. date: Termin)
Kein gemeinsamer Termin in der Beziehung zwischen Mann und Frau ist so wichtig wie das erste Date – zumindest bis zur Hochzeit. Vor diesem Treffen verbringen die meisten Frauen nach eigenen Angaben Stunden vor dem Spiegel und dem Kleiderschrank. Also können Sie zumindest vorher duschen und sich ein wenig schicker anziehen als sonst. Ihnen fällt aber noch eine ganz andere, besondere Aufgabe zu: Selbstverständlich machen Sie ihr beim ersten Date Komplimente. Nur: Machen Sie die richtigen – aus den richtigen Gründen! Würdigen Sie das Re-sultat ihrer Mühen. Loben Sie ihre Frisur, bewundern Sie ihre Kleiderauswahl, geben Sie sich betört von ihrem Duft. Ihre Schminkkünste würdigen Sie natürlich nicht, Sie sagen höchstens: "Ach, das ist Make-up? Hast du doch gar nicht nötig."
D Dessous, das (meist Pl.)
Es mag allem widersprechen, was Sie an dieser Stelle vielleicht erwarten würden, aber: Verschenken Sie niemals Unterwäsche! So schön die Höschen sein mögen, so frivol und erotisch ansinnend die Idee auch ist – das emotionale Desaster, wenn diese Teile nicht passen, sollten Sie sich selbst und der Höschenträgerin ersparen. In keinem anderen Fall ist ein Gutschein als Geschenk sinnvoller. Noch besser ist es, wenn Sie mit ihr zusammen die Dinger kaufen. Dann können Sie gleich in der Umkleidekabine überprüfen, ob es wirklich stimmt, dass ein Quickie im Durchschnitt drei Minuten dauert.
D Diaphragma, das
Klingt nach einer Waffe aus "Star Trek", ist jedoch nur ein Gummideckel für den weiblichen Gebärmutterhals und soll, durch die Scheide eingeführt, das Eindringen von Spermien verhindern. Ein Verhütungsmittel von schwankender Verlässlichkeit: Der Pearl-Index liegt, je nach Erfahrung der Frau, zwischen 1 und 20 (zum Vergleich Kondome: 3 bis 4). Zudem ist das Diaphragma umständlich einzusetzen und muss zuvor mit einem Anti-Sperma-Gel behandelt werden. Wenn Sie vor Lust platzen und gerade nichts anderes zur Hand haben, können Sie es mal versuchen. Aber vermeiden Sie dabei halbheimliches und vollpeinliches Rumgemurkse. Entscheiden Sie sich vorher, ob Ihre Partnerin das Ding im stillen Kämmerlein einsetzt, ob Sie dabei sein oder gar mit Hand anlegen sollen. Vergessen Sie nie den Spermienkiller! Samenzellen bleiben nämlich eine Weile aktiv – auch dann noch, wenn das Diaphragma längst wieder draußen ist.
D Diät, die
Nach Schuhen, Frisuren und Brangelina häufigstes Gesprächsthema. Egal, was sie Ihnen von Soja-, Kartoffel- Suppen- oder Glyx-Diäten vorschwärmt: Raten Sie ihr davon ab! dreimal die Woche Sport wirkt besser – und nachhaltiger.
D Dildo, der
Der kleine Freund der Frau – der natürliche Feind des Mannes? Nein, Konkurrenz belebt das Geschäft. Nicht jederfraus Sache, für manche jedoch ein Objekt der Neugier. Sie wollen, dass sie mal einen ausprobiert? Bringen Sie ihn als Geschenk mit. Vorher sollten Sie aber im Gespräch vorsichtig ausloten, ob so etwas überhaupt im Rahmen des Denkbaren liegt. Und kaufen Sie nicht gleich einen XXL-Power-Prügel, sondern etwas Kleines, Glattes, Geschmeidiges. Sehen Sie sich nicht nur bei alteingesessenen Händlern um, oft haben jüngere Firmen frischere Ideen. In Sachen Anwendung lassen Sie besser die Frau entscheiden, vielleicht probiert sie ihren Dildo lieber erst mal alleine aus. Wichtig ist in jedem Fall: immer schön sauber machen. Und was tun Sie, wenn Sie so einen kleinen Freund bei ihr finden – ohne Ihr Zutun? Sie bleiben gelassen, geben sich welt-
offen, stellen nicht die üblichen Fragen (Bin ich dir nicht genug? Warst wohl sehr einsam, bevor wir uns getroffen haben?). Dann erwähnen Sie beiläufig, dass Sie schon immer mal sehen wollten, wie es ist, wenn eine Frau "so ein Dildo-Dingens da oder wie heißen die noch?" benutzt.
D Domina, die
Bock auf Haue? Auch das machen Frauen. Bevor Lady Kracher die Peitsche kreisen lässt, sollten Sie Ihre Finanzen checken – Stundensätze von mehr als 200 Euro sind die Regel. Warum machen Frauen das? Die wenigsten, weil sie Männer hassen und es lieben, ihnen Schmerzen zuzufügen – in der Szene gilt so eine Haltung als unprofessionell. Die meisten Profis fühlen sich in der Rolle der dominierenden Person einfach wohl. Viele haben – im wahrsten Sinne – einschlägige Vorerfahrungen und sind sich der großen Verantwortung bewusst, die sie für ihre "Opfer" tragen. Unser Tipp: Tasten Sie sich langsam an alles heran.
D Dreier, der
Sex zu dritt – zwar keine reine Männerfantasie, aber auch nicht gerade die Regelperversion in weiblichen Köpfen (auf zehn Kerle, die es wollen, kommt Studien zufolge eine Frau). Nicht unwichtig ist die Frage, ob MMF oder FFM, also zwei Männer oder zwei Frauen. Während Sie vielleicht die zweite Möglichkeit bevorzugen, könnte Ihre Gefährtin davon träumen, sich von
zwei Männern beglücken zu lassen. Überlegen Sie sich gut, ob Sie für die Debatte gerüstet sind – und zu welchen Kompromissen Sie da bereit wären.
E Ehe, die
Je nach Perspektive das, worauf alles hinausläuft, was Sie mit einer Frau anfangen. Bei aller Emanzipation muss für die meisten Frauen der Heiratsantrag immer noch vom Mann kommen. Es gilt: 1. Machen Sie den Antrag nie nebenbei. Und glauben Sie nicht, dass es schon als Antrag gilt, wenn Sie ihr nach heißem Sex sagen, dass Sie bald heiraten sollten. 2. So unromantisch es klingt: Rechnen Sie die ganze Sache vorher einmal durch. Denn es ist noch viel unromantischer, wenn Sie Ihr Vorhaben nicht in die Tat umsetzen können, weil die Kohle nicht reicht, um Ihrer beider Vorstellungen zu verwirklichen. Die wenigsten Frauen sind mit einem Termin beim Standesamt und anschließendem Döneressen zufrieden. 3. Erwähnen Sie nicht, dass Sie es durchgerechnet haben. Jedenfalls nicht sofort. 4. Machen Sie ihr den Antrag spätestens im Herbst, wenn’s im nächsten Sommer losgehen soll. Merke: Nichts dauert länger als die Vorbereitung einer Hochzeitsfeier! Und bei aller Liebe zu raffinierten Details: Verlobungsringe, die in einem Champagner-Cocktail versteckt waren, sollen schon verschluckt worden sein.
E Eifersucht, die
Stechendes Gefühl, aber selten tödlich für eine Beziehung. Die meisten Frauen finden es gar nicht so schlecht, wenn Sie eifersüchtig sind – es gilt ihnen als Gradmesser Ihrer Liebe. Krankhafte Eifersucht mit Kontrollanrufen, SMS-Schnüffelei und Privatdetektiv kommt bei den Frauen dagegen nicht so gut an. Vorsicht, beim Thema Eifersucht ticken Frauen anders! Während Sie rotsehen, wenn Ihre Angebetete mit einem anderen in die Kiste steigt, hat sie vor allem ein Problem damit, wenn Sie zu anderen Frauen zu enge emotionale Bande pflegen. Eine beste Freundin müssen Sie Ihrer Liebsten also mit aller Behutsamkeit näherbringen. Was aber nicht heißt, dass alles total easy ist, wenn Sie mit einer anderen schlafen. Die Unterschiede sind wohl evolutionär bedingt. Männer fürchten seit Urzeiten, dass Frauen ihnen Kinder anderer Kerle unterjubeln – was Frauen nie passieren kann. Frauen wiederum ahnen, dass durch tiefere Gefühle ihre Beziehung nachhaltig gefährdet ist.
E Ejakulation, die
a) männliche E. Kommt sie immer zu früh? Vor dem Sex masturbieren! Kommt sie zu spät? Nach dem Sex masturbieren – mit weiblicher Hilfe! Wohin kommen? Vorher klären! Manche Frauen mögen es, das Ejakulat zu schlucken, andere widert es an. Und da hilft auch meist das Argument nicht, dass einer US-Studie zufolge Spermaschlucken Brustkrebs vorbeugen kann.
b) weibliche E. Ja, die gibt es! Nicht bei allen Frauen, aber bei vielen. Schätzungen reichen von 10 Prozent bis zu einem Drittel. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde weibliches Abspritzen erstmals 1981. Das Sekret sondern die neben der Harnröhre liegenden Skene-Drüsen ab, es ähnelt dem der männlichen Prostata. Ob es schmeckt? Probieren Sie es einfach aus! Das könnte ein weiteres Argument für Ihre Schöne sein, auch a) mal zu kosten.
E Ekstase, die
Rauschhafter Zustand, ausgelöst durch Schlussverkäufe in Parfümerien oder Schuhboutiquen, aber auch durch Sex. Ist der Orgasmus Ihrer Geliebten so heftig – oder sind es gar mehrere –, kann sie durchaus in einen Zustand geraten, in dem sie ihre Umwelt nicht mehr wahrnimmt, nur noch zittert, wimmert, stöhnt. Was heißt „kann“? Das ist ja wohl das Mindeste, was Mann erwarten darf! Nein, ernsthaft: Es ist ja schön, wenn das passiert, aber wie alle Maximalforderungen ist auch diese beim Sex ein Kann, kein Muss. Schließlich ist das auch eine Typfrage. Schauen Sie nur sich selbst und Ihre Kumpels an: Der eine sagt bei einem Tor der deutschen Elf schlicht „Geilo“ und nimmt einen Schluck Bier, der andere robbt auf Knien durchs Zimmer und johlt.
E Emanzipation, die
Grober Abriss der Geschichte weiblicher Emanzipation: 1791 "Déclaration des droits de la Femme et de la Citoyenne" (Verkündigung der Rechte der Frau und Bürgerin) als Nachhall der Französischen Revolution; bis ins 20. Jahrhundert hinein Ringen um allgemeine Bürgerrechte, etwa das Wahlrecht (gibt's in Deutschland seit 1918); seit den 1960er-Jahren offener Kampf gegen jegliche Form von gesellschaftlicher Diskriminierung. Für viele markierte die Wahl Angela Merkels zur ersten deutschen Bundeskanzlerin (2005) einen Endpunkt der Emanzipation der Frau in Deutschland. Andere sahen bereits in dem Auftritt Sharon Stones als männermorden-der Vamp in dem Film "Basic Instinct" (1990) ein klares Signal dafür, dass die so genannten neuen Frauen angekommen sind. Wir allerdings sind erst zufrieden, wenn ein Vamp Bundeskanzlerin ist.
E Empfängnis, die
Wenn Mann auf Frau, Liebe auf Erwiderung, Date auf Eisprung und Spermium auf Eizelle trifft, gibt's einen weiteren Sieger im Biobingo. Es ist nicht belegt, dass Frauen dringender Kinder wollen als Männer. Aber nach dem 30. Geburtstag ist bei ihr größerer Druck zu spüren als bei ihm. Sie wollen für ein bisschen Entspannung sorgen?
Signalisieren Sie ihr frühzeitig Ihre Bereitschaft zur Fortpflanzung (damit meinen wir nicht nur den Akt als solchen).
E Entjungferung, die
Die Annahme, nur der erste Geschlechtsverkehr würde zum Einreißen des weiblichen Jungfernhäutchens (Hymen) führen, ist veraltet. Es gibt Frauen, die beim ersten Verkehr keine Probleme haben, weder Blutungen noch Schmerzen. Das Hymen kann auch durch andere Einwirkungen (wie Sport, Masturbation, Tampon) verletzt werden. Wir wissen ja nicht, mit wem Sie so abhängen, aber die Chance, dass eine Jungfrau dazugehört, ist ohnehin gering: Im Durchschnitt ist ein deutsches Mädchen beim ersten Mal knapp 17 Jahre alt.
Das große Lexikon der Frau
Unser Lexikon besteht aus vier Teilen. zwei sind bereits erschiennen, das nächste erscheint in der November-Ausgabe von Men's Health am 14. Oktober 2009.











































Von Adam bis Entjungferung