Sex-Experimente Nie wieder 08/15-Sex
09.02.2007
, Autor:Andreas Bernhardt
© Men's Health
Lustkiller Langeweile Einfach nur 'einen reinhängen' ist öde
Das Ende der Fantasie ist der Anfang vom Ende des Sex. Sieben Vorschläge, wie Sie im Bett wieder durchstarten
Kann die Liebe langweilig sein? Kann Sex lästig werden? Aber ja! Und das gilt nicht nur für Pornodarsteller. In den meisten Fällen sind es Männer, die vom Sex in Formeln reden, die totale Ödnis ausdrücken: „einen reinhängen“ oder „drüberrutschen“. Sprache bildet das Leben ab, und das Leben die Sprache. So, wie Sie den Sex nennen, so läuft er dann auch ab. Das wird von der Frau entsprechend quittiert. Dann haben Sie wirklich ein langweiliges Sexleben – nämlich gar keines. Bevor Sie in die Teufelsspirale von Gähnen und Gegengähnen geraten, sollten Sie sich selbst – und nicht bloß ihn – mal ein bisschen reinhängen. Geben Sie sich Mühe und lassen Sie sich etwas einfallen. Für den Anfang haben wir hier erst mal einige Tipps, wie Sie sich selbst auf die Sprünge helfen.
Der perfekte Kuss Rauben Sie Ihr den Atem!
Vorschlag 1: Küssen Sie, als wäre es die letzte Tat in Ihrem Leben
Aller Laster Anfang ist der Kuss. Wer Frauen auf der Toilette belauscht, der erfährt, dass es Typen gibt, die unglaublich schlecht küssen. Schlecht küssen bedeutet nicht, dass Sie eine bestimmte Bewegung nicht beherrschen oder dass es ein wie auch immer geartetes Kussraster gibt, durch das Sie fallen. Schlechtes Küssen ist meist die Kombination aus einem Pizza-Diavolo-Atem, einer zu zaghaften oder zu forsch fuhrwerkenden Zunge und schäumendem Speichelfluss. Den einen perfekten Kuss, den Sie nur imitieren müssen, gibt es nicht. Gutes Küssen kann vieles sein. Hauptsache, es ist ein bisschen sanft, ein bisschen fordernd und ein bisschen feucht.
Kuss-Tricks Verwirren Sie sie!
Küssen kann jeder – die Dame dabei heiß machen nicht. So bringen Sie sie schnell zum schmelzen
Aufdonnern können Sie Ihren Kuss durch kleine Gemeinheiten, die Sie einbauen. Zum Beispiel, indem Sie sich immer wieder ein bisschen von Ihrer Liebsten zurückziehen, wenn sie versucht, mit der Zunge Ihre Backenzähne zu berühren. Der Kitzel wird noch größer, wenn Sie ihre Schmolllippe dabei spielerisch ein bisschen festhalten. Nicht so, dass sie denkt, sie solle Sie nicht küssen. Eher so, dass Ihre Liebste kapiert, dass sie sich diesen Kuss verdienen muss. Wenn derlei Spielchen nicht Ihr Ding sind, dann versuchen Sie doch mal etwas anderes: Schnappen Sie während des Küssens mit den Lippen nach ihrer Zunge und saugen Sie daran. Das finden viele Frauen umwerfend. Und wo Sie gerade liegen ...
Nervenkitzel Heiß auf Eis
Vorschlag 2: Nehmen Sie Blow-Jobs nie als selbstverständlich
Natürlich möchten Sie, dass Ihre Liebste ihn in den Mund nimmt. Natürlich weiß sie das, und sie macht es auch gern. Aber irgendwann schleicht sich auch dabei die Routine ein. Ein großer Teil des Kitzels ist doch stets die Frage gewesen: Wird sie es tun? Sobald diese Frage hinlänglich beantwortet ist, muss ein neuer Kick her. Können Sie haben. Erster Vorschlag: Drücken Sie ihr ein Glas mit Eiswürfeln in die Hand. Die soll sie lutschen, ehe sie an Ihnen lutscht. Ihr kalter Mund wird Ihnen die Hölle heiß machen. Dann geht’s Ihnen wie den Eiswürfeln: Sie werden dahinschmelzen!
Blow-Job deluxe Egozentrischer Sex
Gestalten Sie sich das Vergnügen einzig nach Ihren Vorstellungen. Revanchieren können Sie sich später
Zweite Idee: Stellen Sie sich dabei hin, sie kniet vor Ihnen. Dann soll sie loslegen, aber ohne die Hände einzusetzen. Wenn sie nicht weiß, wo sie die lassen soll, kann sie sich damit an ihren High Heels festhalten. Apropos festhalten (dritte Möglichkeit): Wir wissen ja nicht, wie Ihre Bettgefährtin so drauf ist. Aber vielleicht findet sie die Idee super, dabei ein Hundehalsband mit Leine zu tragen. Sie können ihr ja vorschlagen, hinterher zu tauschen.
Auf Tauchstation Und nun sind Sie dran
Vorschlag 3: Halten Sie die Zunge flach – das findet sie spitze
Wenn Sie zwischen ihren Beinen abtauchen, sind Sie sicherlich vom Ehrgeiz getrieben, ihr einige Seufzer oder gar Schreie zu entlocken. Diese Motivation ist ehrenwert, aber vielleicht auch fehl am Platz. Denn sie verleitet Sie dazu, alles zu schnell zu wollen und damit zu viel zu tun. Fieberhaftes Herumfuhrwerken mit der Zungenspitze am Allerheiligsten ist oft solide Arbeit, aber nicht raffiniert genug, um zu überraschen. Oft ist mehr gewonnen, wenn Sie es mit weniger Druck und der flachen Zunge versuchen.
Liebe zum Detail Fokussieren Sie Nebensächlichkeiten
Genug gezappelt? Dann ist es Zeit für einen Showdown, der Sie wahnsinnig macht
Allein die weibliche Erwartung, dass jetzt kommt, was kommen muss, wird Ihre Liebste in einen leicht zittrigen Erregungszustand versetzen. Den wollen Sie nicht gleich abbauen, indem Sie die Erwartung erfüllen – den wollen Sie ins Unermessliche steigern. Also, spielen Sie mit ihr, lassen Sie die Dame leiden. Machen Sie ein paar wohlmeinende Ausfälle mit der Zunge und ziehen Sie sich danach wieder zurück, eröffnen Sie Nebenschauplätze, beispielsweise an den Oberschenkeln oder Füßen. Treiben Sie es aber nicht zu weit. Nur so weit, bis die Ausgehungerte Ihren Kopf greift und Sie mit aller Kraft an beziehungsweise in sich zieht.
Kreativ werden Machen Sie Sex zum Spiel
Vorschlag 4: Langen Sie tüchtig zu – aber mit der zarten Hand
Regieren Sie von Beginn an mit ruhiger Hand. Nichts törnt mehr ab als das wilde Gefummel eines bangen Fingers, der vor Nervosität zittert. Ein fester Griff da, ein beherztes Zupacken dort – das ist alles in Ordnung, gut und direkt. Bei aller Gelassenheit und Kunstfertigkeit gilt jedoch stets: Nichts ist erregender, als eine fremde Hand auf der eigenen Haut zu spüren. Aber ein bisschen spielen, variieren könnten Sie schon.
Kostümierung Betrachten Sie ihren Kleiderschrank mal mit anderen Augen
Ob blaue Flecken unerwünscht sind, wissen Sie wohl selbst am besten. Aber ein wenig Härte darf sein
Vielleicht wärmen Sie Ihre Hände vorher unter heißem Wasser an. Oder Sie machen sie mit Ölen feucht und glitschig. Aber kommen Sie bloß nicht mit Körperfarben, Lebensmitteln oder sonstigem Chichi. Das hier ist Sex, kein Kindergeburtstag! Das Anfassen kann aber auch dadurch packender werden, dass es ohne Haut abgeht. Soll heißen: Die Beteiligten müssen nicht unbedingt durch komplette Nacktheit auffallen. Sie muss Sie ja nicht gleich mit einem Gummistiefel auspeitschen. Einige Streicheleinheiten per Lacklederhandschuh können aber ganz prickelnd sein. Oder ein paar Klapse auf ihren latexverpackten Allerwertesten.
Ausgangsposition Für Flexible
Vorschlag 5: Erfinden Sie die Missionarsstellung neu
Es ist so wie mit einem fremdländischen Restaurant: Am Ende landen Sie doch immer wieder in einem, das Sie kennen – wenn Sie feige sind oder auf Nummer sicher gehen wollen. Die Missionarsstellung ist das Wiener Schnitzel des Beischlafs, das Klischee, der Inbegriff des sexuellen Kompromisses. Allerdings hat sie auch Vorteile: Sie ist praktisch, zielführend und schnell erlernbar. Gäb’s eine Sex-Schule, wäre sie der Grundkurs. Kurz: Sie ist etwas für Anfänger. Weil Sie aber doch immer wieder dabei landen und weil es sich nicht gehört, im Eifer des Gefechts zu schreien: „Nein, so geht das nicht mehr!“, müssen Sie den Grundkurs ein wenig aufpeppen. Zum Beispiel, indem Sie zwar oben liegen, aber mit den Beinen Ihrer Reitbegleiterin zwischen den Ihren. Wie das gehen soll? Sie klettern einfach um, sobald Sie in ihr sind. Das bringt eine neue Perspektive, aber nicht nur das.
Zurechtgefaltet Origamissionieren Sie
Basteln Sie sich und Ihrer Freundin ein paar heiße Stunden
Anderer Vorschlag: Falten Sie die Dame mal zusammen. Sie soll ihre Beine nicht nur spreizen, sondern anwinkeln, so dass ihre zarten Füße auf Ihrer Brust ruhen. Mal sehen, wie sie das findet. Vor allem, wenn Sie dabei an ihren Zehen lutschen oder eine Hand auf ihren Bauch legen und den Daumen durchs Gebüsch wandern lassen. Aber Vorsicht! Je höher und breiter die Beine, desto tiefer dringen Sie ein. Gehen Sie sachte vor, sie soll sich nicht vorkommen wie am Spieß. Aber so schreien – vor Lust!
Über den 7 Wolken Lassen Sie sie schweben
Vorschlag 6: Umgehen Sie nicht das ständige Reit-Thema
Bei aller Liebe zu der aktiven Teilnahme am Gesellschaftsleben: Jeder Mann streckt gern alle fünfe von sich und lässt sich bedienen. „Sugar on top“ ist stets ein Vergnügen. Noch mehr Spaß macht die Reiterstellung, wenn sich Ihre Liebste dabei zurücklehnt und sich dann mit den Händen an Ihren Schienbeinen festhält. Wenn Sie sich ein Kissen unter die Schultern legen, können Sie noch mehr sehen. Zum Beispiel, wie sie gleich die Füße gegen Ihre Brust stemmt und so quasi frei über Ihnen schwebt.
Rückenansicht Die ganz altmodische Weise
Vorschlag 7: Gehen Sie vor ihr in die Knie – oder hinter ihr
Von hinten wollen ja alle, kann auch jeder. Damit hat vor Tausenden von Jahren ja alles angefangen. Der Begriff Doggy Style macht ziemlich deutlich, auf welches Niveau Sie sich dabei begeben. Von hinten vor dem Spiegel – das ist ungefähr so neu wie der Schädel eines Neandertalers. Da nützen auch venezianische Masken und eine Federboa nichts. Ist zwar kein Grund, das alles bleiben zu lassen – der Reiz dieser Stellung ist ungebrochen –, aber ein Motiv, sich etwas Neues einfallen zu lassen. Es gibt eine Menge Varianten – von einölen über peitschen bis fesseln. Klären Sie die pikanten Spielarten im Vorwege, die harmloseren können Sie auch eigenständig einbauen. Lassen Sie die Finger von SM-Zaumzeug! Ihr spielerisch ein wenig an den Haaren zu ziehen, kann dagegen seinen Reiz haben.
Kamasutra Yoga Doggy-Style mit Gewaltenteilung
Auch Inspirationen aus anderen Sportarten sind willkommen, beispielsweise vom Yoga
Ist Ihre Liebste derart gelenkig, dass sie ihre Handflächen hinter dem Rücken zusammenlegen kann? Dann sollte sie es mal probieren. Wir nennen diese Stellung „Die gescheiterte Betschwester“ oder „Die Yoga-Lehrerin bei Feierabend“. Eine besonders reizvolle Szene ist es auch, wenn Sie sich vor dem Bett einen festen Stand verschaffen, und sie, mit dem Hinterteil zu Ihnen gewandt, auf dem Laken kniet. Nur sie es ist, die sich dabei bewegt. Sie aber stehen einfach nur fassungslos da und sehen nach unten, dahin, wo normalerweise Ihre Füße sind, aber jetzt dieser knusprige Hintern gegen Ihre Oberschenkel rammelt.
Fetische Worauf hofft sie insgeheim?
Vorschlag 8: Versuchen Sie es mit einer überraschende Zugabe
Bei der einen ist es ein sanftes Kneifen in die Brustwarze und bei dem anderen sind es die verbundenen Augen. Alle Menschen, die Sex nicht nur zum Kinderkriegen haben, machen sich ihre ganz eigenen Vorstellungen davon,
was den besonderen Reiz darstellt. Das finden Frau und Mann idealerweise gemeinsam heraus. Vielleicht bei einem schönen Glas 2003er Shiraz und einem saftigen Porno, vielleicht in einem knisternden Telefongespräch von Köln nach Berlin. Es empfiehlt sich nicht, mit einer sehr speziellen Vorliebe erst im Eifer des Gefechts herauszuplatzen – und dann womöglich das entsprechende Utensil gleich zu präsentieren.
Verhaltenskodex Das gehört zum guten Ton
Ein paar Sexvorlieben sollten Sie lieber nicht ungefragt aus der Tasche ziehen
Wenn Sie es schon ohne Vorbesprechung probieren wollen, können, nein: müssen wir Ihnen von den folgenden Dingen dringend abraten. Es sei denn, Sie finden bei Ihrer Bettgefährtin eindeutige Hinweise, die dafürsprechen (beispielsweise Litfaßsäulen-große Plakate im Schlafzimmer, auf denen sie flehentlich darum bittet). Also, lassen Sie lieber die Finger von Ketten, Nippelklammern, Klistieren, Peitschen und anderen Schlaginstrumenten, Kostümen, Windeln, Aufputschmitteln, übermannsgroßen Dildos, Gartenwerkzeug, Billardkugeln und Putzutensilien!
Zugabe! Zugabe! Ab in die zweite Runde
Vorschlag 9: Tun Sie noch mal, was Sie nicht lassen können
Wer regelmäßig in der ersten Runde k. o. geht, sollte sich gar nicht erst wieder in den Ring trauen. Wozu zetteln Sie dieses Ereignis überhaupt an, wenn nach dem ersten Gongschlag schon alles vorbei sein soll? Wir wissen zwar nicht, wie es Ihnen so geht, aber erfahrungsgemäß ist doch der zweite Niederschlag viel heftiger als der erste. Am besten bleiben Sie gleich mit Ihrem harten Geraden in ihr, bis Sie wieder kampftauglich sind – das Einverständnis Ihrer Sparringspartnerin mal vorausgesetzt. Dann legen Sie, nach einer hübsch verkuschelten Verschnaufpause, gleich wieder richtig los. Es sind zwar auch in diesem Ring keine Tiefschläge erlaubt, Stöße allerdings schon.
Doppelt hält besser Das Nicht-genug-voneinander-Kriegen
Kreativität haben Sie genügend bewiesen. Jetzt kommt es auf die Ausdauer an
Wenn Sie sich auf einen Rückkampf einlassen, dann sollten Sie in der zweiten Runde nicht allzu viel Kreativität in die Kampfstellung investieren. Die Sache war bis dahin schon anstrengend genug, das Weitere muss dann in gemächlicher Eleganz gelingen. Im Übrigen sind Sie beide an den kampfsensiblen Punkten angeschwollen und gereizt – da müssen Sie es mit dem Infight nicht mehr übertreiben. Der Kick liegt nun in der Idee an sich – es ist das Nicht-genug-voneinander-Kriegen, von dem Sie nicht genug kriegen.











































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