Auch wenn Sie der Arzt als unfruchtbar einstuft: Sicher ist die Diagnose nicht, wenn er sich nur auf Ihre Spermaqualität beruft. Das schreibt zumindest David Guzick von der Uni Rochester in New York im New England Journal of Medicine.
Zusammen mit seinem Team untersuchte der Gynäkologe 765 Männer, die als unfruchtbar galten und 696, die bereits Vater waren. Jeweils zwei Samenproben prüften die Forscher auf die Kriterien Spermienkonzentration, Beweglichkeit und Aussehen.
Dabei fanden sie heraus, dass es zwischen den Messbereichen der einzelnen Kriterien, die für fruchtbare oder unfruchtbare Samen gelten, so große Überschneidungen gibt, dass jeder der Werte für sich genommen nicht aussagekräftig ist. Am ehesten, so Guzick, weist ein geringer Prozentsatz an normal aussehenden Spermien auf eine verminderte Fruchtbarkeit hin.
Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: die Samen-Untersuchung kann zwar als grobe Richtschnur für die Bestimmung der Zeugungsfähigkeit angesehen werden, eine definitive Aussage über Unfruchtbarkeit ist allerdings damit nicht möglich.
Zur Zeit gibt es kein Verfahren, um Unfruchtbarkeit bei Männern hundertprozentig sicher festzustellen, sagt Professor Hartmut Porst, Urologe aus Hamburg: "Die Ursachen für Kinderlosigkeit bei Paaren sind in vielen Fällen nicht auffindbar."






















































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