Spaß am Sex ist keine Altersfrage. Das zeigt die weltweit erste Studie zu Sex in der zweiten Lebenshälfte, finanziert vom Viagra-Hersteller Pfizer. Befragt wurden dazu 26000 Männer und Frauen ab 40 Jahren in 29 Ländern. BEST LIFE sprach mit dem wissenschaftlichen Berater der Studie, Professor Uwe Hartmann (klinischer Psychologe, Hannover).
<b><i>BEST LIFE:</i> Für 41 Prozent der älteren deutschen Männer ist Sex sehr wichtig, in der Türkei sagen das 71, in Frankreich 58 Prozent. Sind wir Sex-Muffel?</b>
<i>Hartmann:</i>Nein, in unserer Kultur hat Sexualität eben einen geringeren Stellenwert als in südlichen Ländern oder Nationen mit liberaler Tradition (wie Schweden, wo 47 Prozent Sex höchste Priorität geben). Das Ganze ist eine Temperamentsfrage und wird stark durch Erziehung und Sozialisation beeinflusst.
<b>Wirkt sich das erst mit dem Älterwerden aus?</b>
Nein, die Studie zeigt, dass sich mit den Jahren nicht viel ändert. Jeder wird mit seiner Sexualität alt. Wer früher Probleme hatte, wird sich noch schwerer tun. Spielte Sex mit 25 Jahren eine große Rolle, spürt ein Mann auch mit 50 wenig Einbußen.
<b>Wenn Sex einem nicht ganz so wichtig ist – hat man dann auch seltener welchen?</b>
Nicht unbedingt. In dieser Frage gibt es viel geringere Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Und deutsche Männer sind sexuell aktiver als etwa die Franzosen (86 Prozent waren im letzten Jahr sexuell aktiv, in Frankreich nur 78 Prozent).
<b>Warum ist Sex so wichtig für Männer ab 40?</b>
Befriedigender Sex ist gut für die Gesundheit. Und umgekehrt. Wir können diesen Einfluss nicht länger missachten, sexuelle Gesundheit ist genauso wichtig wie Sport.
<b>Also "dreimal die Woche, dreißig Minuten"?</b>
So streng muss es nicht sein. Jeder sollte mehr für seine sexuelle Gesundheit tun. Und lernen, dass sie genauso wie gesunde Ernährung Immunsystem, Hormone usw. positiv beeinflusst.






















































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