Heft 06/2012
Inhalt | Abo | Shop

Jetzt am Kiosk

Parkour-Anfänge Nichts darf den Fluß bremsen

26.10.2006 , Autor: Andreas Stumpf
© MensHealth.de

Der Startschuss für Parkour fiel bereits Anfang der 80er-Jahre

Parkour-Techniken für Profis

Zoom inRatingComment
1 / 6 | - © Jan Feindt

Präzisionssprung (saut de précision)

Geeignet für Lücken, bei denen man aus dem Stand abhebt. Als Einsteiger schafft man maximal 2 Meter, Profis bis zu 3,50 Meter

TUTORIAL: Mit den Fußballen auf die Kante stellen, Knie anwinkeln, Körper vorbeugen, Arme zurück, dann nach vorn schwingen, kräftig abstoßen. Mit Armen nach vorne den Punkt anvisieren, wo man landen will. Füße in diese Richtung strecken. Arme nach hinten pendeln lassen, mit den Ballen auf der Kante aufkommen. Leicht in die Knie, die Arme ausbreiten, Körper ausbalancieren.

Zoom inRatingComment
2 / 6 | - © Jan Feindt

Armsprung (saut de bras)

Ebenfalls ein Lückensprung. Da man hängend andockt, kann der Spalt etwas breiter sein als beim Präzisionssprung. Einsteiger überbrücken rund 2, Profis 4 Meter

TUTORIAL: Wie beim Präzisionssprung starten, bei der Landung Arme vorn lassen. Beine sind fast durchgestreckt, zeigen Richtung Wand. Fußspitzen stoßen zuerst an, Knie berühren die Mauer nicht. Beine abwinkeln, um den Aufprall zu dämpfen. Mit den Händen die Kante packen, fest umklammern. In den Stütz gehen, hochklettern.

Zoom inRatingComment
3 / 6 | - © Jan Feindt

Mauersprung (passe muraille)

Ideal bei stabilen Hindernissen ab Schulterhöhe. Profis katapultieren sich 3,50 Meter in die Höhe

TUTORIAL: Mit einem Bein abspringen. Im Flug mit dem Sprungbein leicht gegen die Seite treten und sich vom Hindernis wegstoßen, das sorgt für den Vertikalschub. Mit den ganzen Handflächen oben aufkommen, hochziehen. Auf der anderen Seite in die Hocke gehen, leicht nach vorne beugen und fallen lassen. Auf den Ballen und Zehen landen, abfedern. Dabei darf der Hintern nie bis unter die Höhe der Knie kommen. Den Kopf einziehen und dann mit einem Arm so vom Boden abdrücken, dass Sie sich schräg über eine Schulter abrollen.

Zoom inRatingComment
4 / 6 | - © Jan Feindt

Durchbruchsprung (franchissement)

Geeignet, um sich unter Geländern oder zwischen Stangen hindurch-zuschwingen. Profis reicht schon eine Öffnung im DIN-A4-Format

TUTORIAL: Packen Sie die Stange so, dass die Handrücken zum Gesicht zeigen. Die Beine anziehen und nach vorne strecken. Gehen Sie leicht in Rückenlage und ziehen Sie Ihren Oberkörper so nah es nur geht an die Stange. Setzen Sie die Füße so früh wie möglich wieder auf den Boden. Dann mit den Händen hinter dem Körper vom Geländer wegdrücken, um sich schnell wieder aufzurichten.

Zoom inRatingComment
5 / 6 | - © Jan Feindt

Einhändiger Sprung (passement)

Er bietet sich bei stabilen Hindernissen bis Schulterhöhe an. Der Einsteiger kriegt maximal Hürden bis Bauchhöhe in den Griff

TUTORIAL: Schnell anlaufen, 1,50 Meter vorm Hindernis mit ein Bein abspringen. Oberkörper zur Seite kippen und gleichzeitig den oben liegenden Arm nach vorn schwingen. Mit der unteren Hand leicht auf dem Hindernis auftippen, um noch kurz in der Waagrechten bleiben zu können. Durch das hohe Tempo ist kaum Druck auf der Hand. Auf demselben Fuß landen, mit dem Sie abgesprungen sind, so kommen Sie nicht aus dem Rhythmus.

Zoom inRatingComment
6 / 6 | - © Jan Feindt

KATZENSPRUNG (saut de chat)

Ideal für stabile Hindernisse in Hüfthöhe. Einsteiger bewältigen eine Breite von etwa 50 Zentimetern, Profis ungefähr 3 Meter

TUTORIAL: Anlauf nehmen und etwa 1,50 Meter vor der Barriere mit beiden Beinen abspringen. Die Füße sind dabei leicht versetzt. Arme wie beim Hechtsprung nach vorne reißen, der Körper geht dann fast in die Horizontale. Kurz bevor das Hindernis überwunden ist, mit beiden Händen kurz draufklatschen, das bringt den Körper wieder in die Senkrechte. Beim Landen locker in die Knie gehen, um den Schwung abzufedern. Das Tempo sollte etwa so sein wie beim Absprung. Wer im Flug merkt, dass er zu wenig Schwung hat, sollte schnellstens ein Bein auf das Hindernis setzen, um sich mit einer Rolle über die Schulter vor einer Bruchlandung zu retten.

zur Bildergalerie
Seite drucken
Ø 2.4 | 66 Bewertungen

Teilen
Kommentare

0 Kommentare

Kommentar schreiben

Als Begründer von Parkour gilt der Franzose David Belle. Der heute 32-Jährige lernte als Teenager von seinem Vater, einem Ex-Vietnam-Soldaten, wie man sich auf kürzestem Weg durch einen Wald schlägt.

Er wendete die Technik auf den Großstadtdschungel an – und schon nahm die Parkour-Bewegung ihren Lauf. Über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt wurde Parkour im Jahr 2002, als Belle in einem Werbespot für die britische Rundfunkanstalt BBC über die Dächer Londons flog.

Die Angst vor dem Sprung ins Leere
Mittlerweile zählen sich mehr als 10 000 zur Parkour-Szene. Nur etwa 1000 davon (20 im deutschsprachigen Raum) sind echte Traceure. „Denn nicht jeder, der über einen Poller hopst, macht Parkour“, erklärt Kalteis.

Er selbst ist jetzt seit fünf Jahren dabei und inzwischen einer der Besten. „Das Schwierigste ist, die Blockade im Kopf zu lösen“, sagt er. Ein Traceur muss sich klar machen: Von einer Sandkastenseite zur anderen zu hüpfen ist genauso schwer wie von einer 5-Meter-Mauer zur nächsten. Nur das Risiko ist größer. Natürlich kann ein Sprung ins Leere fatale Folgen haben. „Daher ist es wichtig sich langsam ranzutasten“, erklärt der Profi. „Man muss den Körper in- und auswendig kennen, damit man nie die Kontrolle über die Bewegung verliert.“

Nichts darf den Fluß bremsen

Mitmachen
Gewinnspiele

Braun verlost Series 3 Rasierer

Braun verlost 2 Series 3 Herrenrasierer

Gewinnen Sie einen von zwei Series 3 Herrenrasierer von Braun im Wert von 170 Euro*

JETZT MITMACHEN
alle Gewinnspiele
Umfragen

Auf welche Muskeln stehen Sie?

haben Sie auch ein Lieblings-Muskel?

Haben Sie auch einen Lieblings-Muskel bei sich oder Ihrer Liebsten?

JETZT MITMACHEN
alle Umfragen
Online Tests

Wie fit sind Sie wirklich?

Sind Sie MH fit? Der Men's Health Form-Check

Machen Sie den Men's Health Form-Check. Testen Sie Ihre Fitness mit diesen fünf Prüfungen

JETZT MITMACHEN
alle Online-Tests
Spiele

Lassen Sie die Muskeln spielen

Workout-Mahjong: Spiel mit den Muskeln

Beweisen Sie Ihr scharfes Fitness-Auge und finden Sie jeweils ein Paar Workouter

JETZT MITMACHEN
alle Spiele
Fitnesstudio

Suchen Sie ein Fitnesstudio?

Wählen Sie Ihre Stadt:


Partner
Muskeln aufbauen

Muskeln aufbauen

Die richtigen Fitnessgeräte für Zuhause

mehr