- Life-GUIDE
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Top-Spot in Hirschau
Sandboarden im Sandberg
110 Meter ist er hoch, der größte Sandberg Europas – und mit einem Gefälle von etwa 40 Grad mächtig steil
Verantwortlich für diesen Koloss von Hirschau sind die Amberger Kaolinwerke, die mehr als 100 Jahre lang Quarzsand aufgehäuft haben, der bei der Gewinnung von Kaolin übrig bleibt. Heute lagern dort mehr als 30 Millionen Tonnen. Übrigens: Die schwerste Stelle ist die Doppelsprungschanze zu Beginn der Boardercross-Strecke.
So kommen Sie hin: Hirschau liegt rund 70 Kilometer westlich von Nürnberg, direkt an der B14 (Infos: Tel. 0 96 22 / 81 13). Fahren Sie von Hirschau aus nach Süden in Richtung Weiher und biegen Sie nach etwa 500 Metern links ab in einen breiten Feldweg. So kommen Sie direkt zum Fuß des Berges. Mit einem Ruderboot- ähnlichen Lift fahren Sie auf den Gipfel (8 Euro für die Tageskarte).
Weitere Infos unter:
www.hirschau.de
Das müssen Sie mitnehmen: Eine lässige Short-Shirt-Kombination und, wenn Sie wollen, ein Kapuzenpulli zum Drüberziehen. Sand im Stiefel reibt Ihr Schienbein auf – tragen Sie deswegen lange Socken. Alte Snowboards machen Sie mit speziellen Kunststoffbelägen tauglich für den Sand (bei www.watercolors.de erhältlich). Einfach mit Doppelklebeband befestigen. Maßgeschneiderte Sandboards baut Ihnen zum Beispiel die Firma Loipführer (Preise unter Tel. 0 80 84 / 23 03), Leihausrüstungen gibt’s für 25 Euro pro Tag am Lift.
Da können Sie wohnen: Auf dem Monte-Kaolino-Campingplatz. Schneller können Sie auf keinen Fall am Berg sein. Für Ihr Auto und ein Zelt zahlen Sie dort 4 Euro, dazu pro Person 3 Euro. Reservierung: Tel. 0 96 22 / 24 46. www.campingmonte.de
Diese Regeln sollten Sie dort unbedingt einhalten: Benutzen Sie keine Abfahrt, auf der gerade ein neuer Kurs gesteckt wird. Und laufen Sie nicht kreuz und quer durch die Gegend, denn Ihre Fußstapfen machen die Piste kaputt – und das macht dann die Liftbetreiber böse, weil die den Hang erst mal neu walzen müssen, mühsam per Hand, versteht sich.
Dieser Profi kann Ihnen dort über den Weg laufen:Snowboard-Weltmeister Markus Ebner aus Ingolstadt, der trainiert nämlich auch im Sommer gern, tauscht Snow- gegen Sandboard.
Achtung! So entlarvt man Sie als Poser und Blender: Wenn Sie irgendwann aussehen wie ein paniertes Schnitzel.
Da tanken Sie wieder auf: Im Kiosk Unterreiner zwischen Liftstation und Zeltplatz – da gibt es belegte Semmeln ab 1,50 Euro.
Da treffen Sie die Szene: In Straße 4 auf dem Campingplatz sind die Cracks, vor allem während der jährlichen Sandboarding-WM.
www.sandboarding.org
So kommen Sie ins Gespräch: Fragen Sie nach den legendären Campingplatz-Partys, oft zu großen Events. Nächster: Big-Foot-Meisterschaft, 3. September 2005.
Den müssen Sie kennen Campingplatzwart Emmeram Luber. Wenn Sie auf den Platz wollen, müssen Sie an ihm vorbei. Also, seien Sie freundlich!
Tipps für Einsteiger: Vergessen Sie alles, was Sie vielleicht beim Snowboarden gelernt haben: Auf den Kanten stehen und seitlich rutschen ist hier absolut tabu! Einfach so weit wie möglich nach hinten lehnen – und ab geht die Post!
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