Selbsthilfe
• Die Blutung stillen.
Ein Druckverband ist die schnellste Methode: Ein sauberes, saugfähiges Tuch auf die Wunde legen und fest aufdrücken. Nach ein bis zwei Minuten ist die Blutung gestillt. Wenn nicht, das verletzte Körperteil höher als das Herz halten (der Blutdruck in der Wunde wird reduziert). Hilft das nicht, sofort zum Arzt gehen.
• Die Wunde reinigen.
Zur Vermeidung einer Infektion die Wunde sanft mit Wasser (eventuell etwas Seife) reinigen. Wer will, kann auch Kamillentee zur Säuberung verwenden (Kamille wirkt entzündungshemmend).
• Die süße Variante.
Statt Jod: Sobald die Wunde aufgehört hat zu bluten, einfach Zucker draufstreuen. Der entzieht den Bakterien, die sich sonst in frischen Kratzern, Schnittverletzungen und Abschürfungen ansiedeln, die Nahrung und verhindert, daß sie sich vermehren.
• Vorsicht Tetanus!
Gelangen Tetanusbakterien (häufig von einem rostigen Nagel) über die Wunde ins Blut, droht Wundstarrkrampf, eine schwere Infektion, an der auch heute noch die Hälfte aller Erkrankten stirbt. Deshalb mindestens alle zehn Jahre die Tetanusimpfung auffrischen lassen (zur Not auch nach der Verletzung).
Schürfwunden
16.08.2000
,
Autor: Wolfgang Melcher
© MensHealth.de
Gesundheit: Schürfwunden
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